Podlog #075 2017-03-16

16. März 2017, die 75. Folge. Heute ein paar Notizen zu Veranstaltungen des lokalen Denkens… vielleicht wurde mir heute ein kleiner Einblick möglich, was dieses lokale Denken heissen kann, oder zumindest: auch heissen kann. Auf einem Workshop zur politischen Lage der Opposition heute, sowie zu einer Podiumsdiskussion mit Slavoj Žižek, Janine Antoni, und Sister Helen Prejean in der St. John the Divine Cathedral in Manhattan. Beeindruckte Notizen in der Hoffnung auf Morgen und ein wenig mehr Klarheit.

Podlog #074 2017-03-15

15. März 2017, die 74. Folge. Ich notiere meine Probleme mit meinen täglichen Selbstgesprächen in dieser Stadt und hier unterwegs; ein paar unwichtige und zweifelhafte kritische Gedanken zum sogenannten Schneesturm der letzten Tage, und vor allem ein paar Gedanken zu den Schwierigkeiten, einfach so weiter zu machen… Das wird mich wohl sicher noch beschäftigen.

Podlog #073 2017-03-14

14. März 2017, die 73. Folge. Ich denke lokal… oder zumindest über lokales Denken nach… ich lese zwei Notizen aus dem Flugzeug und noch keine wirklichen Beobachtungen von hier… ich muss mich noch arrangieren mit der Situation, mal sehen, wo und wie ich die Tage meinen Podcast aufnehmen kann.

Podlog #072 2017-03-13

13. März 2017, die 72. Folge. Heute nur sehr kurze Notizen von unterwegs, vom Flughafen in Düsseldorf auf dem Weg nach New York. Menschroboterbeschäftigung, Ereignislosigkeit, und sonst nichts zu notieren…

Podlog #071 2017-03-12

12. März 2017, die 71. Folge. Heute nur ein paar praktische Notizen, zu meinen Reisevorbereitungen nach New York, zur Frage, wie dort zu podcasten, zur Frage nach Urlaub und Arbeit und den unterschiedlichen Modi, Städte und Länder zu erleben, arbeitend oder “im Urlaub”.

Podlog #070 2017-03-11

11. März 2017, die 70. Folge. Ich lese “Ketzerische Bemerkungen zu einer neuen Wissenschaft vom Menschen” von Hubert Fichte und schliesse ein paar Überlegungen zur Poetik, zum strengen Denken, Dialektik, Form und Inhalt, Darstellung, Sprache, Text, Gegenständen, wissenschaftlicher Autoritätserzeugung, Widersprüchen und ihren verlogenen Glättungen, Konsistenzzwängen schizophren paranoider Wissenschaftsprosa, usf.

Quelle:

Fichte, Hubert. “Kultur haben immer die Sieger. Ketzerische Bemerkungen für eine neue Wissenschaft vom Menschen.” Die Zeit, January 28, 1977, sec. kultur.

Podlog #069 2017-03-10

10. März 2017, die 69. Folge. Heute bin ich, nach technischen Fehlern im zweiten Anlauf, endlich zu meinen weiteren Überlegungen zum Eintrag vom Mittwoch den 28. September aus “Miamification” gekommen. Ich notiere Fragen zu Dialektik als Poetik, zum Problem: wo bleibt eigentlich die Gesellschaft zwischen Subjekt und Programmen, zur Zeitgemässheit der Zeitgenossenschaft, und zur Frage nach neuen Erzählformen und ihrem interventionistischen Charakter, Fragen von Form und Inhalt, einer Andeutung eines re-entry von Miamification.

Quelle: Avanessian, Armen. Miamification. Berlin: Merve Verlag, 2017.

Podlog #068 2017-03-09

9. März 2017, die 68. Folge. Ich kann noch nicht weiter zu “Miamification” denken, weil ich heute über andere Fragen nachgedacht habe. Nochmals zur Frage der Dissertation und ihren Formen und Formzwängen, und wem oder was diese Form eigentlich geschuldet und verpflichtet ist. Das kann es doch nicht sein? Wenn eine Dissertation in erster Linie zum Nachweis der wissenschaftlichen Qualifikation dient, inwiefern darf sie dann überhaupt anders geschrieben werden, als die darauf folgenden freien wissenschaftlichen Texte, die sich den Phänomenen wie der kritischen Fachöffentlichkeit verpflichten? In dem Problem und diesen Fragen steckt viel Ärger, und so ganz weiss ich nicht, woher er kommt…

Podlog #067 2017-03-08

8. März 2017, die 67. Folge. Heute nur ein paar kurze Folge, zwischen Tür und Angel, zwischen Rückkehr und Besuch… Ich lese aus “Miamification” den Eintrag vom 28. September und notiere ein paar eigentlich nur Ausblicke auf die Kommentare und Überlegungen morgen. Die Beschreibung ist dem Whisky geschuldet kurz.

Podlog #066 2017-03-07

7. März 2017, die 66. Folge. Heute nur eine Kurze Nachtragsnotiz zu einem Kommentar von Günter auf die 63. Folge, genauer zur Frage nach dem Verhältnis von Denken, Sprechen und Schreiben. Wirklich nur eine winzige Notiz, aber immerhin: ich denke, so einfach ist das Verhältnis von Sprechen und Schreiben nicht, das Sprechen — laut oder im Stillen zu sich selbst — ist nicht einfach eine Vorstufe auf dem Weg zum Schreiben, Schreiben setzt auch nicht immer ein Sprechen voraus… Man kann und muss heute über Schreiben, besonders über Bücher anders nachdenken, und so auch über Sprechen. Was wäre ein Denken, das Sprechen und Schreiben als wechselseitig vermittelt betrachtet? Wie sähe ein solches Sprechen und ein solches Schreiben aus?