Podlog #342 2017-12-08

8. Dezember 2017, die 342. Folge. Gedanken im Anschluss an den ersten Tag der Metapherntagung; zu indischer Philosophie, dem Vergleich als eigenes Erkenntnismittel, subjektiver Erfahrung als Reichtum des Vergleichs, Empirie als Gefahrenschatz, experimentelles Denken als dialektische Kritik; Leben, Arbeit, Denken mal wieder in einem solch luxuriösen Ambiente auf surreale Spitzen getrieben, und die Frage, wie das dann überhaupt zu verhandeln ist. Begeisterung!

Podlog #340 2017-12-06

6. Dezember 2017, die 340. Folge. Nachträge und Überlegungen zur Frage nach der Wissenschaftlichkeit von Notizen, der Bedeutung des Diskurses, eines emphatischen Wahrheitsbegriffes, und vor allem: dem übenden, experimentellen Erzeugen von Redundanzen im Sprechen, die Frage nach der Wissenschaftlichkeit des Arbeitens selbst zu stellen, immer wieder wie neu, statt es als dem Diskurs überantwortet von sich zu weisen.

Podlog #329 2017-11-25

25. November 2017, die 329. Folge. Notizen aus der Zugtoilette – unterwegs, kein Raum für Rückzugsmöglichkeiten, Konzentration; Gedanken über Illusionen wissenschaftlichen Arbeitens, über Fragen der nächsten Woche, über das Machen, Sprechen, Autoritätsstrukturen, usw.

Podlog #298 2017-10-25

25. Oktober 2017, die 298. Folge. Kurze Notizen im Anschluss an einen Vortrag zu Dämonengeschichten in der Mongolei – mit erzähltheoretischen Anschlüssen, etwas konstruiert. Zum Geschichtenerzählen in der Wissenschaft, zum Sprechen als wissenschaftlicher Reflexionsmodus, zum Üben. Nur selbst eine Übung. Eine kurze, viel Wiederholung.

Podlog #198 2017-07-17

17. Juli 2017, die 198. Folge. Kurze Nachträge noch einmal zu dem Gespräch mit Christina von gestern. Wir kamen, von ganz anderen Ecken zwar aber dennoch gemeinsam, zu der Frage, ob nicht Philosophie heute – wenn sie denn schon so oft für beendet erklärt werden konnte, nicht vielleicht diejenigen Fragen und dasjenige Denken bezeichnet, die in den je unterschiedlichen disziplinären, gegenständlichen Kontexten die Fragen nach der Erkenntnis in den jeweiligen Gegenständen selbst stellt, reflektiert, ganz praktisch verhandelt, Denken also in solchen und nicht mehr in vermeintlich rein philosophischen Kontexten zu behandeln sucht. Und was bedeutet das für die Zukunft eines solchen Denkens? Ich bemerke meine Vorfreude und Unruhe zurückkehren, und die mich umtreibenden Fragen des Podlog wieder neu verknüpfend…

Podlog #172 2017-06-21

21. Juni 2017, die 172. Folge. Heute, weil es spät wurde und viele Stunden Podcast schon hinter mir lagen, nur ein paar Gedanken zu einem Aphorismus Adornos aus dem Anhang der “Minima Moralia”, dessen Veröffentlichung dem Herausgeber der gesammelten Schriften zu verdanken ist. Überlegungen zu empirischer Sozialwissenschaft, der Frage nach der Unterscheidung von Soziologie und Sozialforschung, “Operationalisierungen” von “Hypothesen”, um damit “Belege” der “Wirklichkeit” abzutrotzen, und andere Geldmittelakquisetricks einer sich selbst aufgegebenen Geistes- und Sozialwissenschaftlichkeit.

Quellen:

Adorno, Theodor W. Minima Moralia: Reflexionen aus dem beschädigten Leben. Bibliothek Suhrkamp 236. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, 1969.
Karafillidis, Athanasios. Soziale Formen: Fortführung eines soziologischen Programms. Bielefeld: transcript-Verl., 2010. (Das Buch).
Karafillidis, Athanasios. “Erklärungen in rekursiven Verhältnissen.” Zeitschrift für Theoretische Soziologie, no. 2 (2013): 218–38. (Der Aufsatz).

 

Podlog #165 2017-06-14

14. Juni 2017, die 165. Folge. Auf dem Weg von Bonn zurück nach Köln ein paar Notizen zum nichtargumentativen Denken… im Kontext vorangegangener Fragen, natürlich. Zu Kritik, Widersprüchen, Erkenntnisproblemen, usf.

Podlog #161 2017-06-10

10. Juni 2017, die 161. Folge. Abschliessende Notizen zum dritten Tag der Konferenz in Bonn und den wirklich heiklen Fragen. Was geschieht, wenn die impliziten, geteilten Grundannahmen hinterfragt werden, dann aber nicht von einer Wert- oder Insiderperspektive der Religion her, sondern von innen heraus, die eigenen Theorien bis zu dem Punkt treiben, an dem sie sich in Frage stellen? Dann wird es spannend, auch wenn es für noch offen gehalten werden darf, ob hier ein Interesse an Erkenntnisinteresse gefunden wird…

Podlog #160 2017-06-09

9. Juni 2017, die 160. Folge. Ein paar Notizen zum zweiten Tag der Konferenz “Hijacked” und der eindrücklichen Einzelwissenschaftlichkeit. Erkenntnistheoretisches Interesse ist dann praktisch die härteste Forderung von Interdisziplinarität… oder vielleicht verkenne ich einfach komplett die fachlichen Probleme. Ich wünschte, ich wäre damit nicht ganz so alleine in meinen Fragen. So sitze ich ein wenig zwischen den Stühlen…

Ah! Und über Raumforderungen habe ich noch gar nicht gesprochen… ein wunderbares Wort! Muss ich Morgen nachholen!!

Podlog #144 2017-05-24

24. Mai 2017, die 144 Folge. Heute ein paar Notizen im Anschluss an die Einleitung aus “Disparities” von Slavoj Žižek, zur Frage nach gesellschaftlichen Widersprüchen und ihren Folgen für wissenschaftliche und philosophische Reflexion. Philosophie als Kampf, nicht einfach um zu gewinnen, sondern um überhaupt erst herauszufinden, um welche Positionen es hier geht. Oder eben, wenn eine perverse Gesellschaft in sich selbst kollabiert, die Ideologie heute als Ideologiekritik (Illusio heute die Kritik von Illusio)… Ist das nicht eigentlich das perfekte Bild für eine Methode, die es heute zu entwickeln gilt? Dieses Denken der Disparitäten?

Quelle:

Žižek, Slavoj. Disparities. London ; New York: Bloomsbury Academic,an imprint of Bloomsbury Publishing PIc, 2016.