Podlog #307 2017-11-03

3. November 2017, die 307. Folge. Gedanken im Anschluss an Stephan Porombkas Überlegungen zu “Leben Kunst Lebenskunst” und zu der Frage des Zusammenhangs von Leben, ästhetischer Praxis, Sprechen, Schreiben, Denken, Arbeiten. Ideologiekritik, Vermittlungszusammenhänge, und vor allem der Frage des Labyrinths: in der Logik der Schrift und des Buches als Skizze und Repräsentation des Labyrinths, und darin als einer ojektivistischen Vergegenständlichung des Quasigegenstands im Text – dagegen im sprechenden Denken das Labyrinth als des Gehen im Labyrinth, des Experimentellen, Spielerischen, Übenden. Und Experiment und Versuch mit Denken zusammengedacht, Übung dagegen mit Arbeit zusammengedacht. Erst in der Spannung liegt die Möglichkeit zur Ideologiekritik als konstruktiver Praxis des Denkens, im besser Scheitern des Experiments, das sein Spielen nie aufzugeben bereit ist.

Quelle: https://soundcloud.com/stephanporombka/leben-kunst-lebenskunst-bonusfeature-1-vorlesung

Podlog #305 2017-11-01

1. Oktober 2017, die 305. Folge. Gedanken zu einer ‘experimentellen Kulturwissenschaft’, methodische, und didaktische Anschlüsse, Fragen der konkreten Arbeit, Verweise zurück (Akzelerationismus, Dialektik, usw.) und Voraus (noch zu entwickeln, was als Instrumente der Gegenwartsbeobachtung noch nicht verfügbar ist – aber wie?

Podlog #304 2017-10-31

31. Oktober 2017, die 304. Folge. Überlegungen zu einer winzigen Erwähnung von Stephan Porombka, der seine Arbeit als “experimentelle Kulturwissenschaft” bezeichnet hat. Das ist die Bezeichnung, nach der ich die ganze Zeit gesucht habe! Experiment, Übung, Versuch – Gedanken zu Notizen, dem Sprechen, dem Medialen der Vermittlung und der flirrenden Vielfalt der Arbeitsprozesse jedes Tages, deren Vermittlung und Verweise selbst nie zur Darstellung kommen, vielleicht aber doch! Gerade in den Gesprächen, im Sprechen und Hören, und in jenen vermeintlich selbstreferentiellen Metagesprächen über den Podlog selbst, taucht die Medialität der Arbeit experimenteller Kulturwissenschaft auf.

Quelle: Stephan Porombka über seine Arbeit (Science Slam)

Podlog #295 2017-10-22

22. Oktober 2017, die 295. Folge. Gedanken zum Korrigieren, der Praxis des Schreibens als Handwerk, und dem Sprechen als Praxis.

Podlog #294 2017-10-21

21. Oktober 2017, die 294. Folge. Kurze Notizen zu einem Artikel von Remigius Bunia im Freitag zu Kritik in und an Universitäten. Kritik wird entsorgt. Dort, oder eben in Feuilletons. Aber ist es nicht auch ein praktisches Problem des Denkens? Ist in etablierten, reputationsförderlichen Formen der Kritik überhaupt das Denken dieser Zusammenhänge möglich (anders, radikaler, keine Ahnung – als in diesem wirklich sehr klugen Artikel)? Und wie (sonst)?

 

Quelle: https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/unterwerfung

Podlog #292 2017-10-19

19. Oktober 2017, die 292. Folge. Längere aber bruchstückhafte, kratzige, schiefe Not(iz)en zum Klingen, zum Musikalischen des Denkens, zum Hören und Spielen, zum Üben, zum zur Darstellung bringen, statt nur dem Dargestellten und der Darstellung, zu Melodie des Denkens und der Konstruktivität des so denkens, zur Zeitlichkeit von Musik, die ihre Qualität nur in der Zeit hält, aufgibt, entfaltet, usf.  – so viele winzige Not(iz)en, so wenig Musik.

Podlog #289 2017-10-16

16. Oktober 2017, die 289. Folge. Denken in Skizzen, ganz praktisch, ist nicht nur einfach störender Rahmen der ‘eigentlichen’ Ideen. Das muss anders mitgedacht werden. Praxis des Denkens ist nicht nur einfach ein möglicher Inhalt unter vielen – Denken in Entwürfen und das Denken der Entwürfe, das Entwerfen des Denkens kann und muss auf das Sprechen hin befragt werden.

Podlog #281 2017-10-08

8. Oktober 2017, die 281. Folge. Nachträge zu gestern und einem Gespräch mit Daniela. Wie könnte man sich vorstellen, was möglich würde, könnte man eine Reflexion des Denkens der Überschätzung des Gedachten entgegenstellen? Was wäre das, praktisch denkend (nicht: gedacht)?

Podlog #274 2017-10-01

1. Oktober 2017, die 274. Folge. Aus gegebenen Gründen und auf eine Nachricht von Günter hin, denke ich heute über einen kleinen Text von Avanessian nach: “Uni(verselle) Depression: Forschen am Rande des Nervenzusammenbruchs” aus Überschrift. Fragen zur Selbstkritik, dem Schutz der Institution (Uni, aber auch: Buch!), dem Scheitern, und vor allem: zu einer überschreibenden Praxis (oder eben: übersprechend).

Podlog #272 2017-09-29

29. September 2017, die 272. Folge. Gedanken über eine Wissenschaftspraxis, die an ihrer eigenen Normalitätserwartung zergeht; Notizen zu dem, was mich am Podlog so interessiert, oder von dem ich glaube, das es es so interessant macht; heute ein guter Gedanke, glaube ich; nur nicht besonders zusammenhängend formuliert.