Podlog #276 2017-10-03

3. Oktober 2017, die 276. Folge. Kleinigkeiten aus dem Bergwerk holen… Über Bücherbeutezüge, Kleinigkeiten des Arbeitens, die die Frage aufwerfen, wie man gerade über solche Kleinigkeiten spricht. Was macht sie im Gespräch zu etwas Besonderem?

Podlog #233 2017-08-21

21. August 2017, die 233. Folge. Winzige Notizen zum Auspacken meiner Bücher, Begegnungen mit dem eigenen Leben, Labyrinthe der Aufstellungen, und auch bürokratische Labyrinthe, über die man sich ärgern, oder als Willkommensgeschenk begreifen könnte…

Podlog #210 2017-07-29

29. Juli 2017, die 2010. Folge. Ich habe begonnen, meine Dinge in Kisten zu packen. Das ist Gelegenheit für allerlei Reflexion: “Ich packe meine Bibliothek ein”, in Anlehnung an Walter Benjamin…

Podlog #193 2017-07-12

12. Juli 2017, die 193. Folge. Nach längerer Arbeitspause endlich wieder eine Notiz in die richtige Richtung. Berichte und Beobachtungen von einem Teil des Workshops über “die Frankfurter Schule und Religion”, der heute und morgen in Bonn stattfindet. Hochspannend vor allem für mich die Überlegungen zu Adornos dialektische Überlegungen zur Musik im Anschluss an jüdisches Bilderverbot, der Unmöglichkeit, den erlösenden Namen Gottes auszusprechen und damit der Unmöglichkeit einer Utopie in eben diesem Versuch. Zum Schluss noch ein beruhigendes Promotionsgeschichtenschmankerl.

(War ‘natürlich’ umgekehrt: Schelling should do the trick with Horkheimer…)

Podlog #167 2017-06-16

16. Juni 2017, die 167. Folge. Kurze Nachträge zur Gewalt der Sprache und meinen Verständnisschwierigkeiten von Kultur und Zivilisation… Wie Benjamin vergessen, wie die Widersprüche nicht sehen? Wie das Problem als eines von zwei Alternativen darstellen? Und dann eine kurze Notiz zu einer Übersicht meiner Diss, die ich geschrieben habe und dem absurden Text, den eine solche Übersicht darstellt. Wenn Übersicht distanziert reproduziert sie den Abstand, den die Metapher der Übersicht bereits impliziert.

Podlog #166 2017-06-15

15. Juni 2017, die 166. Folge. Heute ein paar Nachträge zu Noras Kommentaren zur Beleidigungsfolge. Schon wieder so spannende Fragen, und ich noch immer ohne gescheite Antworten, nur vorsichtig unvorsichtig vor mich hin notierend. Und auf die Utopiefrage muss ich auch endlich mal zurück kommen…

(Die Bild Text Schere… heute schon ein bisschen extrem, geb ich zu…)

Podlog #157 2017-06-06

6. Juni 2017, die 157. Folge. Heute ein Nachtrag zum Thema lokales Denken. Erst heute, am letzten Tag hier in Nürnberg, ist mir wieder aufgefallen, was lokales Denken doch in allen Zusammenhängen bedeuten kann. Nicht, dass meine kurzen Notizen heute irgendetwas bedeutenderes beitragen könnten; eher lose Gedanken. Aber wie dieses Lokale doch das Denken mitgestaltet, ist vielleicht keine vollkommene Belanglosigkeit, und weder dem Lokalen noch dem Denken als verschiedene je alleine zugerechnet werden kann. Schon auch die Gegenständlichkeit des Denkens mag hier die vielleicht entscheidende Rolle spielen.

Quelle Titelbild:

Adorno, Theodor W., and Gershom Scholem. Briefwechsel “Der liebe Gott wohnt im Detail” 1939 – 1969. Edited by Asaf Angermann. 1. Aufl. Theodor W Adorno Briefe und Briefwechsel 8. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1994. S. 328.

Podlog #135 2017-05-15

15. Mai 2017, die 135. Folge. Heute lese ich eine kurze Stelle bei Adorno zum Verhältnis von Wahrheit, Gesellschaft und Hegels Philosophie und komme wieder einmal zum Scheitern, hier in Form der Kritik und der negativen Dialektik. Daran schliessen sich weitere Fragen an. Zum Verhältnis dieser Überlegungen zu den Gedanken Benjamins von gestern zum intentionslosen Sein; aber auch zur Frage der einzelwissenschaftlichen Theoriearbeit an “theorieeigener Sprache” (Luhmann) und ihrem Verhältnis zur ‘Wahrheit’, im emphatischen wenngleich negativ-kritischen, dialektischen Sinn. Schliesslich bringen mich heute abgebrochene weiter und über diese Gedanken hinaus in eine Metabeobachtung zu konstruktiven Irritationen gescheiterter Sätze beim Sprechen.

Quelle:

Adorno, Theodor W. “Drei Studien zu Hegel: Aspekte.” In Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie Drei Studien zu Hegel, edited by Rolf Tiedemann, 3. Aufl., 147–294. suhrkamp taschenbuch wissenschaft 1705. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1990.

Podlog #134 2017-05-14

14. Mai 2017, die 134. Folge. Ein Tag für den ich dankbar bin. Und Notizen zu einer Idee von Benjamin, für die ich ebenfalls dankbar bin, nämlich dem intentionslosen Sein der Wahrheit. “Wahrheit ist der Tod der Intention.” Das ihr gemässe Verhalten ist das in sie Eingehen und Verschwinden (Benjamin GS I,1: 216). Ein wirklich beeindruckender spekulativer Satz und Gedanke. Das glaube ich, verstehe ich unter dem Scheitern, wenn ich davon spreche. Oder zumindest speisst es sich aus diesem “Tod”.

Quelle: Benjamin, Walter. Gesammelte Schriften, Band I.I Abhandlungen. Edited by Rolf Tiedemann, Hermann Schweppenhäuser, Theodor W. Adorno, and Gershom Scholem. 6. Aufl. suhrkamp taschenbuch wissenschaft 931. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2013.