Podlog #364 2017-12-30

30. Dezember 2017, die 364. Folge von Podlog. Vorletzte Worte. Ich packe (meine Sachen) meinen Podlog ein. Mit dem Herz schon in den Bergen. Mit dem Kopf noch auf dem Kongress, mit dem Körper auf der Strecke.

One thought on “Podlog #364 2017-12-30”

  1. Lieber Moritz!

    Ich möchte mich mit diesen Notizen von deinem Podlogprojekt des Jahres 2017 verabschieden.

    Du bist da einen interessanten Weg konsequent gegangen und wenn ich richtig gehört habe, willst Du ihn, zumindest in dieser Form eine Zeit ruhen lassen.

    Was auch vernünftig erscheint!

    Ich konnte ja alle Deine Höhen und Tiefen mitverfolgen.

    Ganz oberflächlich betrachtet ist Dein Sprechen einerseits immer flüssiger geworden und im gleichen Maße ist im Stocken eine offensichtliche Sprachlosigkeit deutlicher hervorgetreten.

    Das zeigt, wie nur im Tun sich das, was anliegt zeigen kann.

    Das ist auch die Erfahrung des Künstlers, der gelernt hat dem regelmäßigen unablässigen kontinuierlichen Tun mehr zu vertrauen als all den angereicherten Werturteilen und vereinzelten Produkten.

    Das Tun, als etwas das dann getan wurde zeigt oft erst viel später, was es war. Ich habe selbst einige Arbeiten und beobachte das auch bei anderen Künstlern, dass an den Arbeiten die Zeit erst Schicht für Schicht ablösen muss, um Etwas frei zu legen das andere und man selbst, zuerst nicht sehen konnte..

    Es ist wie mit grünen Tomaten, die, legt man sie in den dunklen Schrank nachreifen und dort ihre Rote Farbe bekommen.

    Ich möchte Dir aber hier auch danken für die vielen Anregungen zum Denken und auch Informationen, die ich durch deinen Podlog bekommen habe.

    Es war mir immer bewußt, dass mein regelmäßigen Kommentare auch nerven und diese einen Balanceakt erfordern, der zwischen Stalken, Besserwisserei, Aufmunterung, Anregung und einem nüchternen daran weiterdenken hin und her schwankt.

    Irgendwie ist für mich daraus auch ein stiller Dialog geworden und zumindest auf meiner Seite entstand der Eindruck, der Ballanceakt ist letztendlich doch gelungen.

    Ohne, dass ich es mir vorgenommen hatte, bin ich Dir das ganze Jahr gefolgt und habe, auch ohne es zu wollen, kennengelernt, was es heißt ein Follower zu sein. Follower zu sein ist ja auch eine ganz spezielle Rolle……..

    Auf jedenFall ist dadurch deutlich geworden, dass ein veröffentlichtes Selbstgespräch auf der Ebene des Selbst ein anderes ist, als ein nur aufgezeichnetes.

    Du wirst mit dem denkenden Sprechen irgendwie weitermachen und ich bin gespannt wie das sich dann anhören wird!

    Jetzt wünsche ich Dir Erholung und Genesung in den Bergen!

    Dein

    Günter

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