Podlog #361 2017-12-27

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27. Dezember 2017, die 361. Folge. Am ersten Tag des #34c3 ganz praktisch übers Handeln sprechen, über kritisches Handeln, Sprechen, Denken, Podcasten, das Podlog, über ganz praktische Fragen des Handelns, der Begeisterung an und für diesen Kongress, und all das bunte Treiben… mit Adorno zum Kongress: “den besseren Zustand denken als den, in dem man ohne Angst verschieden sein kann.”

Quelle: Adorno, Theodor W. 1969. Minima Moralia: Reflexionen aus dem beschädigten Leben. Bibliothek Suhrkamp 236. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, 184 f.

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Moritz Klenk
27 December 2017 die 361 Folge von Podlog. Der erste Tag. Das Chaos Communication Congress in Leipzig 2017 liegt hinter mir zumindest für viele geht der noch lange weiter oder ist noch lange nicht Schluss wenn überhaupt der nicht nahtlos übergeht in Tag 2. Tag - 1 Tag 0 die Tage, an denen viele schon angereist sind habe ich sowieso nicht mitbekommen dazu kam ich zu spät bzw gestern einfach ich war zwar in Leipzig aber dazu hatte ich einfach, überhaupt nicht mehr die Energie da noch raus zu fahren zur Messe das Messegelände, habe ich heute also das erste Mal gesehen und viele ist für viele ist es auch neu weil es eben das erste Mal in Leipzig und im auf dem Messegelände Leipzig stattfindet und, so war das wenigstens nicht nur für mich ein eingewöhnen wobei ich auch keinerlei Vergleichswerte habe was vielleicht ganz gut ist, dann hört dann doch die ein oder andere Geschichte ist es, dieses ist besser dieses ist weniger gut oder das war doch in Hamburg anders und es wird ständig verglichen aber schon klar ist eigentlich an diesem vergleichen vor allem eins dass es für die allermeisten ein ein langersehntes Ereignis ein ein wirkliches einfach das eigentliche Highlight ist, worauf sie das ganze Jahr sich gefreut hatten und dann endlich mal wieder endlich normale Menschen, und so ist das also. Das ist etwas was man ständig hört und dass man auch also was ich auch so erlebt habe so also. Es ist sofort klar dass es eigentlich so eine eine lose Gruppe von Menschen ist die, auch ganz gut alleine zurecht kommen aber sich dann doch wirklich. Wie Kinder freuen wenn Sie sich endlich sehen und wenn sie endlich mit anderen Menschen zusammen sein können und sprechen und zusammen arbeiten und Dinge aus Spinnen und, und Lee, und Hecken und reden und schreiben und programmieren und er über Programme sprechen und diskutieren Sie weiter entwickeln vor Ort sich zu irgendwelchen an irgendwelchen Tischen zusammenfinden und irgendetwas irgendetwas machen einfach tatsächlich vor allem dieses machen im Vordergrund steht dann. Also dass es sich so um eine Gruppe von Menschen handelt die einfach genau aus diesem aus diesem. Einfach mal machen heraus begeistert. Sich dort trifft und deswegen nur vergleicht also deswegen auch nur das mit anderen Treffen dieser art vergleicht und dann. Spricht daraus weniger eigentlich würde ich sagen die die Kritik oder so was es oberflächlich sein könnte sondern das ist, letztlich eigentlich eine der vielleicht intensivsten Formen der Identifikation auch mit einer solchen Veranstaltung die man so zeigen kann einfach. Das so voreilig als Nörgelei abzutun glaube ich das wäre das wäre falsch einfach. Dort die Leidenschaft unterschlagen wird die sich zeigte und die sich hier zeigt wie sie sich sicherlich auch an den Anderen Kongressen schon längst und immer gezeigt hat. Also so zumindest mein Eindruck und das springt über also wenn man dieses Messegelände betritt dann ist es zunächst erstmal einfach. Ihr ihre groß ist eine riesen Halle könnten ein Gefühl Traumschiffe da drin landen oder gebaut werden und so ähnlich ist es auch so ähnlich wird es auch gerade wenn es dann dunkel wird abends dann kommen die ganzen Lichtinstallationen voll zur Geltung und dann, und dann wird das alles also, mit diesen mit diesen Bildern zusammengebaut und geschraubt und vorbereitet also das ist. Es braucht also in einem solchen großen Gelände erst einmal so ein paar Stunden um sich zu orientieren und anzukommen und ich hatte, kurz also bis eigentlich weiß ich nicht bis 18 Uhr oder so hatte ich keine Ahnung was da hinten noch so alles verborgen liegt ich kann eigentlich nur bisschen die ersten zwei Seele oder so, das erste was ich angestellt hatte war das Handy Zentrum und da eigentlich den Treffpunkt der Podcast Community eigentlich all derjenigen die somit den Themen arbeiten die mich vor allem interessieren oder weshalb ich hier, hierhergekommen bin oder was eigentlich so für mich der der Zugang war hier. Und so ein bisschen verloren stand ich dann rum und dann traf man die ersten die man kannte, die man von die ich von der Subscribe kannte oder die man so aus Podcast kennt oder so hört und so und dann sieht man auch den einen oder die andere die man vielleicht auf solchen Treffen noch nie gesehen hat aber von anderen Kontexten auskennt vom hören von 10 oder so. Und dann wenn man sich so ein bisschen Zeit lässt dann kommt man so rein in diese auch in einfach die Atmosphäre die. Weil es eben auch eine neue Location ist und es deshalb eigentlich nicht so unmittelbar anschließen kann so im Entstehen selber. Begriffen war, und getragen wurde und für alle die die heute erst ankamen hatte ich wie den Eindruck dass das eigentlich getragen wurde durch die Begeisterung und Leidenschaft derjenigen die schon seit Tagen hier mit dem Aufbau beschäftigt sind und einfach immer noch da sind die eben nicht nur auf, bauen und dann gehen weil sie dafür bezahlt wurden sondern weil es einfach ihr Kongress ist und dass das trägt sich dann auf alle ankommenden auch. Das überträgt sich auf Aldi und dann und dann entsteht sofort so eine Atmosphäre von wir machen was zusammen, was ist es eben nicht ein dass das Kongress Motto tuwat ist einfach nicht nur ein ein. Eine Erinnerung oder so eine nostalgisch oder in eine speichenlicht Reminiszenz weiß ich nicht aber, so an an frühere Hacker Zeiten sondern das ist es stellvertreten auch für den für den Geistern die Leute zusammenbringt und dann. Auch ein ein solches Event Gestalt zu habe ich zumindest den Eindruck und wenn man dann sofort dringend in die hinteren zähle und Räume an den Tische stehen an den, schon die alle abgefahrensten Aufbauten zu zu bewundern ziehen und Menschen einfach basteln und schreiben und Sachen machen und Dinge die mir die völlig an mir vorbeigehen andere Dinge von denen nicht nur sehe dass sie blinken uns aber einfach etwas machen und, und tatsächlich fertig sitzt oder steht niemand so richtig rum selbst wenn man rumsteht und sitzt hat man den Eindruck die machen immer noch irgendwas und, und seit diesen Kongress einfach gestalten und mit Leben anfühlen und so und wenn ich gestern, eigentlich ohne zu wissen worüber ich gesprochen hatte gehofft hatte oder vermutet hatte dass das vielleicht auch also diese Überlegungen zum einfach machen oder zu dieser kritischen Praxis oder so dass dass dass das, hier sich eigentlich auf den auf diesem Kongress noch mal zeigen könnte was das heißt. Also was das ganz praktisch bedeuten kann da bin ich heute eigentlich. Also ich glaube es ist weit mehr als einfach nur eine sich selbst erfüllende Prophezeiung oder weil es weil ich es erwartet hatte oder so Sachen, man erlebt das hier vor Ort einfach was das was das bedeutet etwas zu machen und eben nicht nur darüber zu sprechen was man alles für Projekte machen möchte oder so selbst die Vorträge in denen dann, die Menschen vorstellen und der hatte ich jetzt nur ein paar und manche vorzeige sind wie oft auf Konferenz neben, Vorträge langweilig vielleicht vorbereitet und so aber dann doch irgendwie mein Mann schaut sie sich besser im Stream an oder dann hinterher die Aufzeichnung des Vortrags oder so. Aber den Vorträgen selbst merkt man dann. Immer noch an dass es ihnen eigentlich gar nicht so sehr um das Präsentieren geht sondern lang davor eigentlich das eigentlich ist dieses arbeiten das machen ja, also dass das Projekt selbst und ganz anders als Marc Uwe kling in seinem in seinem Auftritt, heute so im Lied gesungen hat zu als Selbstausbeutung zu beschreiben da geht es genau um das Gegenteil es geht eigentlich machen um, um sich selbst in irgendeiner Form zu befreien aus aus, aus Zwängen und aus dem müssen es geht um ein spielerisches entwickeln und eben ein solches, solche saatweg in zunächst abwegig scheinende Lösungen finden für Probleme von denen noch keiner wusste dass sie dass sie sein dass Sie welche sein könnten oder von Problemen von denen die Lösung bekannte sie ist aber scheiße und man entwickelt dann einfach mal. Mal was völlig anderes und so und aus diesem Geist heraus dann kritische Praxis so lang beim geschehen zu beobachten und, bei dem was dann auch eine solche Community ausmacht oder was dann auch ein Zeugnis so ein Zusammenhalt ausmacht, das fand ich heute noch mal beeindruckend ich merke zwar nach wie vor dass ich vollkommen erschöpft bin eigentlich viel zu erschöpft um so etwas warte oder um mich, darauf wirklich voll einzulassen und ich weiß gar nicht wie ich das also wie ich das jetzt noch in den kommenden Tagen so. Noch anders oder wie ich dem noch anders auf den Grund gehen könnte ich habe da. Ich würde einfach gerne auf mit vielen noch ins Gespräch kommen die ja auch noch nicht kennen und fragen was sie machen und sowas was ist das denn überhaupt was oder wie ist das für Sie oder so aber man kann auch nicht überall das Red eigentlich müsste man nur mit machen müsste, einfach hingehen und mitmachen und so war dann auch ja also bevor ich dann noch, egal bevor ich das andere noch das andere noch noch etwas anderes zuvor ich hatte den Eindruck dass auch diese Fragen die ich mir gestellt hatte in den letzten Monaten zu den Vermittlung, diesen Vermittlungs, Verhältnissen von leben arbeiten und denken oder im Anschluss an diese Überlegungen zum kritischen machen zur Praxis zum zu einer kritischen Praxis das machen es in diesem Sinne, einen kritischen Handeln im Anschluss an die Überlegungen gestern und vorgestern habe ich nie den Eindruck dass ich eigentlich. Hier erst zur Zeit inwiefern leben arbeiten und Handeln und Denken und und solches. Wie sich das ganz konkret in einer so verdichteten Form auf zu einem Kongress. Auf einem Kongress wie diesen zeigt es ist tatsächlich auch ein für für Tage aus anderen Verhältnissen, herausgelöst und deswegen auch eine besondere Situation und vielleicht nicht stellvertretend für das ganz normale Leben oder so den den sogenannten Alltag aber dann doch eigentlich aus dem Bedürfnis heraus dass dieses Leben und Arbeit, und Denken und Handeln dass das in irgendeiner Form auch in so verdichteter Weise. Hat sich als Vermittlungs Zusammenhang und als sich wechselseitig beobachtende und reflektieren der gestaltungs Zusammenhang zu begreifen und und durchzuspielen und und so, es experimentell einfach selbst zu gestalten begriffen werden muss es geht hier den meisten tatsächlich einfach um ein, für diese Tage hier zusammen leben arbeiten denken machen auch feiern sich freuen sich aneinander freuen und an all den Eindrücken die einem so begegnen und ein, an all diesen Reichtum und die sind die sind vollkommen im Überfluss dieser diese Überlegung zur Verschwendung Ökonomie der 34 noch mal ganz anders, sichtbar hörbar und spürbar vor also eine einzige Verschwendung von Ressourcen und Zeit und Energie die aber nicht einfach so irgendwie. Man hat den Eindruck einfach nicht einfach verausgabt wird um letztlich nur eine neue Lehrstelle zu schaffen um dann wieder etwas konsumieren zu müssen sondern denn überhaupt eigentlich Lehrstellen erzeugt, die einen zum Handeln zum Handeln nicht zwingen sondern befähigen eigentlich es sind, sind wieso, ich weiß nicht wie das anders zu beschreiben als als dass da so so eine Dynamik bemerkbar ist die so ein, ich weiß wahrscheinlich klingt das wie alt die Schwärmereien von allen die das erste Mal auf dem Kongress in und dann, und dann hast du etwas beobachten aber mich interessiert das Leben von vor dem Hintergrund der Überlegung zu einem, zu einem handeln einen kritischen handeln und einem kritischen Denken und diesen Vermittlungs Verhältnissen von leben arbeiten denken handeln und sprechen schreiben, und, allgemein ästhetischer Praxis und auch wenn das vielleicht gar nicht immer die Begriffe sein mögen in denen das jetzt alle beschreiben würden die dort anwesend wären was, was ist ja auch nicht braucht damit das für mich eine für mich eine bedeutsame Beschreibung ist aber ich denke trotzdem ist das als. So ganz eindeutig eigentlich als eine Form auch ästhetischer Praxis unter der kritischen Praxis des kritischen Handelns eigentlich zu beobachten. Und das finde ich unendlich spannend da da dabei zu sein und und das zu erleben so. Ohne zu wissen wie genau eigentlich da mein Zugang oder meine Rolle oder. Mein Beitrag sein kann oder warum ich eigentlich hier bin also die Frage. Habe ich mir die ersten Stunden zumindest noch gestellt und dann um 14 Uhr kurz vorher fragt mich. Sag dem ich Daniela ob ich. Ob ich denn für die Podcast Patinnen die um 14 Uhr einen Podcast machen ob ich da nicht einfach zu Gast sein möchte und über mein erstes Mal sprechen also wie ich zum Podcasten kam und so und mit anderen, Becky und Björn als Gäste und Nele und Stefan noch als Podcast Paten, die dabei waren und dann dieses Gespräch und dann sitzt man so um einen runden Tisch in diesem Sendezentrum an sein, im Herz der der Podcast Community oder ihrer ihrer ihrer klein Iris klein Treffpunkt und Ort, auf dem zu klein ist er nicht aber ihres lebendigen Treffpunkt auf dem Kongress, wenn sie zum einen runden Tisch und hat seine Headset auf und spricht miteinander und es wird live gestreamt und und man ist sofort eigen und und dann stellt sich plötzlich wie diese Frage eigentlich nicht mehr warum bist du hier oder was macht eigentlich du sondern dann ist mein training und dann denk mal und dann und dann erfährt man ja eben genau es geht um das machen, natürlich macht man auch irgendwas also, auch etwas in dieser Richtung irgendwie es geht eben um ein solches auch darüber sprechen und sich austauschen können zusammenkommen und genau diese Fragen stellen was tun wir hier eigentlich warum wozu und wie die wie lässt sich das Gestell. Gestalten und wie lässt sich auch verstehen warum warum das Freude bereitet oder, auch leid oder Schmerzen Warum einem das überhaupt zu involviert und warum man sich selbst so involviert also warum eigentlich dieses experimentelle versuchen der ständig sich einbringen der interventionistische Handel die ganze Zeit von so vielen Menschen besucht und praktiziert wird also. Man stellt sich diese Frage und ich habe den Eindruck die Eis stellt sich eigentlich jeder irgendwie diese Frage, und trifft sich deshalb regelmäßig zu solchen Veranstaltungen, zu solchen eigentlich Zusammenkünften mehr als Veranstaltungen weil das implizite irgendwie es gebe ein Veranstalter und offiziell gibt's die aber eigentlich ist es letztlich einen miteinander gestalten, das ist eigentlich eher eine Convention oder ein Zusammenkommen irgendwie so in diese Richtung und es lebt von Aldi in Beiträgen und den Dingen die dort vor Ort im Stehen und vor auch von den Gesprächen und auch dem darüber nachdenken hey was ist das überhaupt und wie ist dieser Kongress von für dich und und und, das dein erster Besuch und es so was ist ein was ist dein Eindruck und so und dann darüber zu sprechen was man eigentlich tut ist. Das macht das Ganze eigentlich oder das gestaltet das ganze irgendwie ich den Eindruck noch mal ganz anders oder ganz neu. Es erschließt sich für mich dann eigentlich auch darüber über diese Gespräche und über dieses machen also über dieses zusammenkommen und handeln, in dieser Form und das und das begeistert und dann. Und dann auch immer wieder fragen ob mein Mann sagt eine andere zu ihren Projekten ich habe erfahren mit Thomas gesprochen die die an so einem. Ein solcher Einbindung von Transkription von Podcast von Audio Materialien in den Web Player arbeiten und dann solchen Fragen dann die neuesten Updates die bei Ultraschall umgesetzt werden und dann, morgen in so einer Beta-Version bereitliegen sollen und dann und das betrifft der all dieses arbeiten und all dieses machen und es, trifft die Software aber auch einfach die Menschen mit ihren Fragen die dort einfach dann ihr zusammenkommen und sagen hey was brauchen wir eigentlich wie machen wir das und der eine kann der andere nicht der eine hat, Probleme der andere Lösung oder der eine der eine hat eine Idee für ein Problem und der andere eine Idee für eine Lösung und dann findet man sich zusammen und spricht wird und das faszinierend das absolut faszinierend weil es so so gänzlich auch außerhalb, von so gewohnten Problem problemlösungs zusammenhängen dass das, ist das normal anders normalen oder sozialen Lebens eigentlich abläuft in den solche Problem problemlösungs Zusammenhänge oft eigentlich in einer Produktions und Produkt, klobig verkauft werden also eine Lösung ist ja kein Problem wird mir erzeugt durch ein Produkt, dass ich noch nicht wusste dass ich es haben möchte ich kann es aber kaufen und dadurch wird das Problem auch wiederum gleich gelöst und schafft eine Reihe neuer Probleme die ich dann auch wieder durch den Erwerb irgendeiner Dienstleistung oder eines Produkts oder an eines technischen Gerätes oder so wieder zu lösen vermag also diese gewohnten Abläufe die sind hier, deshalb meine ich auch, mindestens deshalb muss man es schon auch als ein kritisches handeln also als kritische Praxis eigentlich verstehen die werden hier wie einfach außer Kraft gesetzt für diese ein paar Tage zumindest weil es darum einfach überhaupt nicht geht dann kommt zusammen und Mann Mann Frau stirbt einfach Mann. Man verschwendet es geht überhaupt nicht darum wer profitiert wie davon sondern es geht ums machen und das, und so und und wenn es darum geht dann dann lernt man glaube ich. Also ich habe nie den Eindruck dass ich eigentlich dass ich eigentlich über dieses diesem auch meine Beschäftigung mit dem Podcasten für mich jetzt. So in diesem zusammenhängen noch mal erschließt was das eigentlich was das eigentlich auch. Gestalterisch zu als Werkzeug bedeutet oder auch als als Arbeitsplätze, wird das auch vermutet hatte ja das man dass man das einfach als einen Arbeitsplatz verstehen kann oder als einen Zusammenhang in dem indem man auch und das ist dann letztlich nicht ganz unwichtig auch für diese, kritische Praxis in denen man auch lernt solche Zusammenhänge selbst wieder zu hinterfragen weil ich kann mir vorstellen dass für die, ein oder den anderen der auf dem Kongress oder die hier zu Besuch oder teilnehmend irgendwie sich einbringt und dann wieder zurück geht in einfach, die alltäglichen Lebenszusammenhänge dann doch die Möglichkeit gegeben ist in Frage zu stellen ja muss ich das denn mein Leben lang so machen wie ich das jetzt bislang gemacht hatte es geht doch ganz offensichtlich auch anders ich kann mir doch Probleme auch anders suchen ich kann auch andere Menschen finden die Probleme anders suchen und ich finde auch andere die Lösungen anders denken oder die garnicht in Problem problemlösungs zusammenhängen sondern einfach erstmal spielerisch experimentellen in scheinbar sinnlosen Abwegigkeit. Sich verstricken und dann daraus ein ganz wunderbares entsteht das einfach das einfach so schon einfach, Begeisterung schafft dadurch dass es geschieht und dadurch in Frage stellt was so an an zusammenhängen, sonst das eigene Leben das eigene Arbeiten und Denken und Handeln und so gestaltet, und daraus entsteht dann eben das was man auch kritische Praxis nennen kann und oder was man auch, unbedingt als sozialen Effekt verstehen muss also mehr als nur als ein, als einen ideellen also nicht nur bloß irgendwie das Ergebnis des Denkens in einer solchen Form sondern das bleibt ein, in seiner Gänze praktisch nie. Zugänglich sondern das entzieht sich dem immer man kann sich da eigentlich nur involvieren und selbst dann ist der Zugriff nicht da ist also. Es ist ein nicht einfach verfügbar in irgendeiner Form sondern bringt sich ein Mann involviert sich es ist tatsächlich sein dieses, dieses, schon das Erleben ist gar kein reines auf auf anderes zu rechnen sondern das ist ein Leben dass sich auszeichnet dadurch dass man sich zunächst einbringt und erst und selbst das sein. Transformiert sich dann nie in ein bloßes erleben sondern das ist immer so ein Eis ist eben immer so in der Qualität ein ein solches Handeln das. Interventionistisch experimentelles versuchen das tun dass ich hier gestaltet und immer wieder neu und entzieht und dabei eigentlich eine eine Vielfalt entsteht die die mich, ja also für die Fragen was was das eigentlich bedeutet dann auch. Für die Praxis also für für das verstehen was und auch für das entwickeln eigene methodischer Zusammenhänge. Denken des Arbeitens auch wie man zu fragen kommt und so weiter. Da ist das ganz unerheblich ob ich jetzt an dieser Software oder an jedem Lötstellen also auch interessiert bin sondern. Das überhaupt meine Fragen im sonstigen betrifft oder so sondern es ist so lang als einfach, als als Ereignis schon gestalten für und und und und. Kritik zu als kritisches Ereignis einfach bedeutend. Für darüber hinaus und auch für die Fragen um darüber nachzudenken wie und wie und an was man eigentlich da arbeitet. Und klar hier werden auch Themen verhandelt die sonst überall verhandelt werden oder weil sie hier verhandelt werden werden sie überall verhandelt oder umgekehrt wobei er weniger umgekehrt. Auch hier werden sagen die großen Ereignisse der Weltpolitik diskutiert. Und nicht immer zwingend komplexer oder so aber trotzdem habe ich den Eindruck wieder Song all dieses, all dieses Gejammer über den Medienwechsel und Wasser für Herausforderung oder Katastrophen eigentlich mitbringt das ist hier, sagen aus einer solchen aus einer solchen handelnden Position heraus. Erscheint diese hoffnungslose Dramatik die gebraucht wird damit sich Erzeugnisse der Berichterstattung oder des intellektuellen Sprechens über diese Entwicklungen verkaufen. Dies dieser Traumatisierung eigentlich wie entzogen. Bzw nicht entzogen man hat es sagen ist befreit eigentlich daraus dieses, Handeln der interventionistisch experimentelle ist deshalb auch würde ich sagen fast die schärfste Kritik an genau dieser Medien oder Medienwechsel Kritik. Die einem sonst tagtäglich begleitet wenn man sich eben zumindest für solche Fragen interessiert ich habe also wie den Eindruck dass. Die Überlegungen Mainz Podlog dass du auch. Jeden Tag mehr und mit dieser Frage und hörst du wirklich zum Ende des Jahres auf und so mit jedem Mal dass ich das erzählt oder darüber spreche was mir eigentlich selbst bislang immer noch nicht klar ist weil, also der hält mich davon ab bis weiter zu machen und so aber doch ich habe gesagt ich hör auf am 31 das also das. Guinea also dieser 31 Dezember naht und damit auch irgendwie zunächst einmal ein und vielleicht vorläufiges vielleicht dann weiß ich nicht sicher also irgendwie dieses Jahr und dieses Experiment auch. Denke mal nicht deinem Ende weil. Weil weil damit dir nicht meine Arbeit daran oder damit irgendwie beendet ist oder das zu irgendeinem Ergebnis jetzt Gebühren würde oder so gemerkt dass Naht umso. Umso öfter stellt sich dann auch die Frage soll. Nein stellt sich die Frage ich weiß es nicht auf jeden Fall ich habe den Eindruck eigentlich dass dass das hier für mich. Fragen und Zusammenhänge entstehen und auch auch eine Arbeitsweise vielleicht einfach so eine. Ich mag es nicht Workflow nennen. Weil dazu liegt es mir noch zu wenig formalisiert vor sondern einfach eine Art zu arbeiten. Metamaterial mit Fragen mit Technologie mit. Mit Werkzeugen umzugehen und Gespräch zu suchen und das als Arbeits Kontexte zu verstehen so dass dabei so eine Art und Weise entsteht. Wie ich mir vorstellen kann auch weiter zu arbeiten in diesen Zusammenhängen dass ich eigentlich daraus zeigt was es heißt. Auch unter solchen Bedingungen dann an den Fragen zu arbeiten an die mich interessieren. Dass ich das noch mal verdichte zeigt auch an solchen Veranstaltungen wie diesen auch wenn ich jetzt nicht. Ich mein klar es geht jetzt hier nicht um Themen meiner dies oder so es geht hier nicht um. Erkenntnistheoretische Fragestellungen es geht hier nicht um Kulturtheorie oder so auch immer auch aber eben anders und. Das ist aber vollkommen unerheblich dafür dass es dass es dafür eigentlich dafür eigentlich. Wie. Sehr viel brauchbarer und und und vielfältiger und reicher und und und verschwenderischer und. Über überfließender eigentlich wirkt als fast jeden in jeden, wissenschaftlichen Text den man zu dem Thema lesen kann oder der einem dann, so genannt die Augen öffnet oder die einem dann auch in der Arbeit voranbringen oder auf die man dich sieht dann ganz zentral beziehen muss oder möchte oder so. Es geht dann tatsächlich um solche ganz praktischen Fragen mir ist es eigentlich gar nicht so recht wenn das. Wenn ich das so sagt und es klingt so schwärmerisch weil weil ich nicht den Eindruck habe dass das eigentlich dass es eigentlich ein schwärmerisches, reflektieren oder so verdienen sondern eigentlich vielleicht die ernsthafte oder strengste Form des Umgangs damit als Wertschätzung eigentlich verdient also wirklich kritische Auseinandersetzung auf mit dem, was hier geschieht und, wie Menschen hier zusammen arbeiten und leben und denken und dann für diese kurze Zeit sich rausnehmen aus ihren Zusammenhängen II was ich vieles mir einfach noch nicht erschließt das war der erste Tag und mein erster Kongress und vieles davon habe ich einfach noch nie gesehen das ist einfach auch sehr viel Information und Eindrücken. Und es und es erfordert auch eigentlich momentan mehr habe ich den Eindruck einfach momentan mehr Aufmerksamkeit und Wachheit und Energie als ich sie jetzt nach den letzten Monaten noch habe. Habe ich aber auch den Eindruck dass auch wenn es vielleicht so begeistert oder so klingen mag. Dass das gar nicht nur Begeisterung ist sondern sondern eben Ausdruck dieses. Dieses tun dieses selbst ist selbst eigentlich ein eine handeln dass ein Handeln der Ausdruck. Davon ist also vielleicht die für mich einzige momentan einzig mögliche Form dieses handelnden mitmachen den interventionistisch experimentellen. Das ist für mich eben in der Form des Sprechens oder dieses sprechenden Denkens in in diesen Zusammenhängen in den ich arbeite und eben mit den Werkzeugen. Die ich mir für dieses Jahr gesucht hatte oder die ich mir für dieses Jahr gesucht habe und die auch mir nicht verloren gehen also ich werde ja so. Dann stellt sich irgendwie schon immer die Frage also wie macht wie mache ich weiter was oder brauche ich das jetzt auch so eine. Das wird mich jetzt wieder weg von den von dem Tag heute und dem Kongress aber es ist eben eine Frage die mich auch hier begleitet oder die mich hier rum treibt weil ich weiß es sind jetzt eben nur noch fünf Tage. Macht wie macht man weiter macht man einfach so weiter. Oder braucht es auch zur Ruhephasen in denen man sich wirklich mal einfach rausnehmen und zurückzieht und sagt ich keine Ahnung was wartest und jetzt ein Jahr lang jeden Tag so ein einsprechen sprechendes denken du, zu praktizieren zu handeln zu. Muss ich das auswerten und warum also wenn ja warum müsste ich das auswerten, sind das nicht eigentlich fürchterlich analytisch oder nimmt man sich nicht genau dieses Handeln der eigentlich wenn man es dann auswertet in irgendeiner Form und wenn ich auswerten wollte oder wenn ich damit irgendwie weiter machen möchte, nimmt muss das nicht eigentlich in der Form selbst dieses dieses Handeln der und vor allem dieses kritische irgendwie selbst als Mittel der Auseinandersetzung damit wieder, nicht erhalten aber zumindest reflektieren oder entwickeln oder, wie damit umgehen eigentlich nur eine andere Form dieser dieses arbeiten darstellen und wie sieht das aus. Und ich merke auf dass die Beschäftigung mit den Fragen oder so dass das jetzt auch so ein vorläufiges Ende mit dem 31. Dezember für mich diese diese Form des täglichen Podcasten so dass du auf einen, vorläufiges Ende zuläuft. Das ist schon auch viel meine Aufmerksamkeit oder so beansprucht. Dich gerade heute und gerade in solchen Situationen dann eigentlich lieber für für einen solchen Kongress zur Verfügung hätte um mich da voll einzulassen aber vielleicht eben vielleicht Leben ist das genau dass ich meine. Geht anderen sicher nicht anders die kommen auch aus ihren Zusammenhängen und arbeits zusammenhängen und das macht das vielleicht auch aus dass man sie einfach ein Stück weit mit reinnehmen ein Stück weit aber dadurch eigentlichen Frage stellt sich raus nimmt aus den Zusammenhängen, wie versucht raus zu springen ohne dass man sich daraus wird sich befreien kann und daraus entsteht dann eigentlich erst der Widerspruch dieses tatsächlich praktisch widersprüchliche, das dann überhaupt dieses kritische diese kritische demention überhaupt entwickelt. Ihm sprechen im sich auseinandersetzen mit anderen in in dieser Situation sich finden an einem Ort der so riesengroß und unüberschaubar mit 16000 ich weiß nicht so viel ungefähr Teilnehmerin teilnehmen. Dann einfach so ein ein ein, unendliches Wimmelbild von Menschen und Ereignisse und so darstellt dann überhaupt erst daran eigentlich dieses British wieder, rechtliche selbst zu entdecken ist das dann jeder einzelne für ihre Arbeiten und Zusammenhänge nutzen kann so also. Vielleicht ist es also gar kein Hindernis dass mich einfach solche Fragen dass meine Arbeit oder Mann. Vielleicht nehme ich das dadurch gar nicht weniger ernst oder wenig aber sondern vielleicht, vielleicht nehme ich es dann also vielleicht ist das überhaupt die einzige Art und Weise sie wirklich damit umzugehen zu auch mit solchen Ereignissen und mit solchen Zusammenkünften und dann auch im Gespräch selbst dein bald ich meine weil sonst was wär, was wäre man würde man sich wirklich voll auf das einlassen können als könnte man tatsächlich alles hinter sich lassen so auch an seinen eigenen Kontext eines Arbeitens und leben die man dann überhaupt noch was zu sagen hätte man dann einen Beitrag oder, hat man denn überhaupt ein Blick als ein ein ein Ohr für für Alters was hier geschieht ja und. Und hätte man dann etwas zu tun. Also wollte man dann irgendetwas tun und ganz unabhängig davon dass das jetzt formuliertes wieso Motivation als als wär das Handeln tatsächlich auf ein solches Motivation Motivationsproblem hin eigentlich als ein Handle nur zu begreifen sondern. Könnte man sich einbringen in irgendeiner Form könnte man könnte man handeln sprechen denken. Leben arbeiten an einem solchen Ort könnte man dann Teil einfach dieses Kongresses werden. Und ich vermute dass dass das eben tatsächlich wesentlich der auch dazu gehört. Das macht auch so interessant ich meine jeder und jede bringt hier ihre ihre. Ihr Leben und ihr arbeiten irgendwie mit rein und das sieht man ja schon auch an einfach diesen wunderbar skurrilen und vielfältigen und so. Zu verrückten Menschen die weit weniger homogen. Viel vielfältiger und bunter eigentlich. Und gerade obwohl sie fast alle schwarze Sachen anhaben irgendwie dann doch einfach bunter. Hier zusammenkommen und und ihr. So ihre eigenen Zusammenhänge auch nicht verstecken müssen weil sie wissen so endlich normale Menschen. Da muss ich an. An einen Aphorismus von Adorno Denken aus der minima moralia den Aphorismus Nummer 66 mélange. Geh mal geh mal schreibt genau über solche Gleichheit Fantasien oder eben dieses bunte, eine emanzipierte Gesellschaft jedoch wäre kein Einheitsstaat sondern die Verwirklichung des allgemeinen in der Versöhnung der Differenzen, Politik der es darum im Ernst noch ginge sollte deswegen die abstrakte Gleichheit der Menschen nicht einmal als Idee propagieren sie sollte stattdessen auf die schlechte Gleichheit heute die Identität der Film mit den Waffen Interessenten deuten den besseren Zustand aber denkt, als den in dem man ohne Angst verschieden sein kann. Und so glaube ich verstehe ich diese diesen Kongress und ein solches Ereignis oder ein solches zusammenkommen einfach auch. Als Ausdruck. Als kritische Praxis als handeln eben. Diesen besseren Zustand nicht nur zu denken oder denken eben dann auch als handeln zu begreifen. In dem man ohne Angst verschieden sein kann. Und gerade deshalb eigentlich auch seine eigenen Lebensarbeit denk und Handlungsrahmen hänge mitbringen muss um sie füreinander und miteinander kritisch zu reflektieren und einbringen zu können. Und in diesem Sinne dann bis morgen.

One thought on “Podlog #361 2017-12-27”

  1. Lieber Moritz!

    Einige Gedanken zu „ kritisches Handeln“.

    Deine Begeisterung auf der #34c3, wie da (vordergründig) ohne sichtbare kommerzielle Interessen gewerkelt wird ist verständlich.

    Ich kann es mir in etwa vorstellen, da mein Sohn Programmierer ist, der egal wo er ist jemanden trifft, der für den dies, und das gemacht hat und diese sich sofort verständigen können. Ob Amerikaner, Israeli oder Taiwaner, sie Sprechen eine gleiche Sprache und habe sich unendlich viel begeistert zu erzählen………er selbst bastelt an Allem, es wundert mich eh, dass er nicht in Leibzig ist…?

    Ich verstehe dich emotional gut, wenn Du diese Begeisterung, die sich an den sich eröffnenden
    Elektro- wie Programm-technischen Möglichkeiten entzündet „ freies kritisches Handeln“ nennst.

    Ich zweifle aber ob der Begriff in sich stimmig und zutreffend gewählt ist?

    Einige Tage vorher hast Du ihn vom „Kritischen Denken“ her abgeleitet und das Kritische des Denkens auf ein möglich kritisches Handeln übertragen.

    Ausgangspunkt war ja deine Feststellung, dass das Nachdenken über Tun und Handeln immer auf Entscheidung hinausläuft und ob Bauch-Entscheidung oder spontanes Handeln, letztlich seien auch sie nur Varianten von entschiedenem Handeln.

    Dir fehlen die Worte, sagtest Du auch.

    Vielleicht werden hier die Grenzen des Handlungsbegriffes deutlich?

    Du hast den Handlungsbegriff im Zusammenhang mit der Feststellung der eigenen Geschwächtheit eingeführt und gefragt: Was ist, wenn man so geschwächt ist, dass man nicht Handeln und auch nicht entscheiden kann?

    Ich möchte hier den Begriff der Haltung einführen, der mir für das Phänomen zutreffender erscheint.

    Das Wort Handlung vereinzelt. Es ist ja wirklich so, dass man ganz oft nicht Handeln kann. Der Begriff alleine setzt so viel Entschiedenheit, Selektivität und Unterscheidung schon voraus, die man nicht immer leisten kann.

    Während eine Haltung verschiedene entsprechende Handlungen ermöglicht.
    Sie gibt sozusagen eine Richtung vor die unterschiedliches Tun, Handeln mit einschließt und diese nicht sofort richtig oder falsch polarisiert, sondern ein Maß gibt, das ein
    „Mehr oder Weniger zutreffend“ zumisst. Bei unzutreffendem Handeln geradezu die Möglichkeit für das nächsten Mal bereithält, etwas zutreffenderes dann bereitzustellen.

    Zweiter Punkt:

    Du kannst wohl sagen : Denken ist Handeln!
    Dies umzuwenden : Handeln ist Denken!
    Geht das so einfach?

    Handeln ist ein realzeitliches Ereignis.
    Denken auch, aber es schafft eine eigene Zeitdimension!

    Nur als symbolisches Handeln (Sprechen usw.) wäre es mit dem Denken entsprechend zu setzen.

    Ob man damit der Abstraktionsleistung der Sprache aber gerecht wird, oder dies nur symbolisch verwässert, ist eine andere Frage.

    So wird es auch ganz schwierig, überträgt man den Begriff der Kritik, der sich an der Sprache gebildet hatte (I. Kant) auf das Handeln.

    Kritisches Handeln wäre ein sich selbst reflektierendes, das im Tun zu sich selbst in einem kritischen Abstand steht und sich im Tun beobachtet und gleichzeitig handelt

    Dass es so ein von Autopoiesis geleitetes Handeln geben kann und dieses in bestimmten moralischen Situationen auch gefordert sein kann, sehe ich schon, aber ob das dann ästhetisch bzw. kreative genannt werden sollte bezweifle ich!

    Freies kreatives Handeln muss amoralisch sein, kann nie das Kriterium eines sich seiner selbst kritischen Bewußtseins entsprechen!

    Im Gegenteil, es hat das Risiko unmoralisch zu sein und ist in einem ganz speziellen Sinne dumm.

    Belegst Du Handeln mit dem was das kritische Denken ausmacht, belastet Du das Handeln, das experimentieren und das zuerst mal irgendwie Tun ( das technische Tun) mit einem ungeheuren moralischen Ballast ( ähnlich wie Kant mit seinem kategorischen Imperativ) von dem gerade das sich an Technik erfreuende Tun befreit zu haben glaubt.

    Technik ist nichts anderes als die Welt gewordene Transzendenz des Glaubens, die Diesseitigkeit jener Jenseitigkeit, mit all den Risiken und Höllen aus dem Jenseits, mit denen wir uns heute in dieser Welt rumzuschlagen haben!

    Risiko und kritisch geht nur Zeitverzögert, im Nachhinein oder im Voraus, zusammen nicht.

    Kreativität ist ein risikoreiches Handeln: Du kannst es nur tun in der Gewissheit es auch falsch zu machen.

    Was Du erlernen kannst, ist Maß zu halten ( Haltung ist nichts anderes als Maß zu halten) wie uns von Michelangelo bis Hegel immer wieder zugerufen wurde.

    Maß ist etwas anderes als kritisches Handeln, es hat die Wirkungen, die positiven wie die negativen des kritischen Handeln schon eingeschlossen.

    Liebe Grüße
    Aus den Bergen
    Die auf die Sektkorken
    Am Sylvester warten

    Günter

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