Podlog #023 2017-01-23

23. Januar 2017, die 23. Folge. Ich wollte heute Žižek diskutieren und einen Ausschnitt aus “Lage der Nation” und habe eine Stunde lang aufgenommen – und gespeichert und verworfen. Man kann so nicht mehr sprechen, kritisieren, sich ärgern oder einen Beitrag leisten. Man kann hier nicht beitragen wollen. Nicht jetzt noch, nicht so, … aber was dann?! Meine Notiz ist der Verweis auf einen weggeworfenen Zettel und Dokument meines Scheiterns, oder vielleicht, einer kleinen Erkenntnis. Oder auch nicht… wer weiss das schon.

2 thoughts on “Podlog #023 2017-01-23”

  1. Lieber Moritz!

    Deine nicht gesendete Notiz und deine Begründunge, wieso Du nach der Wahl von Donald Trump und deren schrillen linksliberalen Reaktionen nichts mehr sagen kannst, verlangen eine Reaktion.

    Ganz im Sinne des #Nicht_Handelns hältst Du gerade dann inne, wenn jemand wie Trump nur auf Handeln setzt und (die Reaktionen sind wirr, aber massenhaft) , irgendetwas tut, aber, wie Du sagst, wird nicht im Sinne einer klaren Linken Bewegung geantwortet, sondern von einem linksliberalen Standpunkt aus wird schrill reagiert, wie von beleidigte Konsumenten die Angst haben ihre Freiheiten zu verlieren.

    Zu Slavoj Žižek: Hat unser lieber Vorzeigelinker nicht gleich nach der Wahl von Trump dessen Wahl für gut befunden? Die Tatsache Trump wird die Linke reinigen, durch Trump, der das kapitalistische System repräsentiert wird sich die Linke um Sanders, wieder formieren können und den Stimmlosen kann der Demokratische Weg bereitet werden……………………

    Ohne dass hier das Unwort Dialektik ausgesprochen wurde, wurde hier so gedacht. In dem Interview mit dem englischen Sender sagte Žižek, Trump wird mit seinem Protektionismus, mit seinem „America first“ Kriege auslösen. Amerika nimmt in dem globalen Kapitalismus eine kooperativ leitende Rolle, die es verlieren wird handelt es nur protektionistisch.

    Dass Trump jetzt, wo er gewählt ist, ein reales Problem darstellt und kein fiktives, wie Du sagst – ein fiktives war er, solange nicht sicher war, ob er gewählt wird – müsste wohl unbestritten sein, denn er ist gewillt, zu handeln und wird handeln, etwas anderes kann er nicht, weil er dazu zu blöd ist!

    Er ist gewillt, jedem Amerikaner vom Pazifischen bis zum Atlantischen Ozean – so in seiner Antrittsrede – wieder Wohlstand zu bringen. Ab jetzt wird die Kriminalität in den Städten, der Drogenhandel und das Blutvergießen beendet sein!

    Und das sagt er nicht nur, das meint der Mann genau so! Wie wurde bisher so etwas verwirklicht?

    Du weißt es, durch die massive Beschränkung bürgerlicher Rechte, durch absolut autoritär-staatliche Mittel. Genau genommen kann nur in einer Diktaturen der Deckel so dicht gehalten werden, dass dieser scheinbare Frieden, diese scheinbare Prosperität entsteht.

    Trump als Präsident ist eine ganz reale Gefahr und keine fiktive – ich kann nur hoffen, dass die amerikanischen demokratischen Institutionen stark genug sind, um die ärgsten Maßnahmen dieses Egomanen abzuwenden.

    Was wird dadurch angekündigt, dass er vor den Geheimdiensten die Presse attackiert, falsche Zahlen über die Angelobung verbreiten zu haben. Belegbar ist, dass viel weniger Menschen bei seiner Angelobung waren als bei Obama? Ist das ein Auftrag an die Dienste für die Zukunft die Realität zu gestalten?

    Und bitte, höre Dir die Rede des demokratischen Senators von New York an den dieser bei der Angelobung hielt und frage Dich, was der Subtext ist…….?

    Da sprechen sich Realitäten aus und die sagt ein Mensch, der darin eingebunden ist und die Lage noch ganz anders wahrnimmt.

    Die Rede des Demokraten zeigt eine Wirklichkeit Amerikas, die beängstigend ist, die abzuwerten fatale Folgen haben kann.

    Grüße aus den sonnigen Bergen

    Günter




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  2. Interessant. Wir haben gestern mit Klaus Kusanowsky anderthalb Stunden zu Tilos Gespräch mit Richard David Precht aufgenommen und dann erstmals in der Aufwachen-Podcastgeschichte entschieden, es nicht zu senden und das Thema einfach neu zu beginnen. Dann ohne Klaus, der jede einzelne Aussage von Precht zuvor mit demselben Kommentar versah, grob zusammengefasst: “Ist eh egal. Hätte auch jeder andere so sagen können.”

    Wenn du dein Podlog wie ein Tagebuch verstehst, das du sowieso nicht vom Notizen schreiben unterscheiden kannst, ist das wie Briefe schreiben, die man dann nicht in die Post, sondern in den Müll wirft. Seine Hauptaufgabe hat der Brief erfüllt, ehe man sich entscheidet, wohin man ihn wirft.




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