Podlog #175 2017-06-24

24. Juni 2017, die 175. Folge. Es gibt wohl Tage, an denen man den Eindruck hat, mit seiner Arbeit an einem Punkt angekommen zu sein, an dem man alles riskiert. Es ist beunruhigend und doch steckt in der Unruhe wohl die Unruhe der Sache selbst. Und auch alternative Umgangsformen, der ‘next move’, sind dann keiner, oder führen nur hierhin zurück.

Podlog #174 2017-06-23

23. Juni 2017, die 174. Folge. Heute mit einigen Notizen zum Empiriebegriff der empirischen Sozialforschung im Anschluss an das Gespräch und die Diskussionen mit Christina gestern. Empirie der empirischen Sozialforschung als Übertheoretisierung oder genauer: Technisierung des Verfahrens, gerade das aufgebend, worum es geht.

Podlog #173 2017-06-22

22. Juni 2017, die 173. Folge. Winzige, kurze Notizen zu Selbstgesprächsverweigerung nach langen Gesprächen und der Frage, ob verschenkter Urlaub schon Selbstausbeutung ist, oder diese Darstellung nicht völlig übertrieben… also zumindest wohl eher “halb so wild”, wie man sagt.

Podlog #172 2017-06-21

21. Juni 2017, die 172. Folge. Heute, weil es spät wurde und viele Stunden Podcast schon hinter mir lagen, nur ein paar Gedanken zu einem Aphorismus Adornos aus dem Anhang der “Minima Moralia”, dessen Veröffentlichung dem Herausgeber der gesammelten Schriften zu verdanken ist. Überlegungen zu empirischer Sozialwissenschaft, der Frage nach der Unterscheidung von Soziologie und Sozialforschung, “Operationalisierungen” von “Hypothesen”, um damit “Belege” der “Wirklichkeit” abzutrotzen, und andere Geldmittelakquisetricks einer sich selbst aufgegebenen Geistes- und Sozialwissenschaftlichkeit.

Quellen:

Adorno, Theodor W. Minima Moralia: Reflexionen aus dem beschädigten Leben. Bibliothek Suhrkamp 236. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, 1969.
Karafillidis, Athanasios. Soziale Formen: Fortführung eines soziologischen Programms. Bielefeld: transcript-Verl., 2010. (Das Buch).
Karafillidis, Athanasios. “Erklärungen in rekursiven Verhältnissen.” Zeitschrift für Theoretische Soziologie, no. 2 (2013): 218–38. (Der Aufsatz).

 

Podlog #171 2017-06-20

20. Juni 2017, die 171. Folge. Ein paar lose Notizen über die Freuden der drohenden Bezahlungslosigkeit, den Vorschlag einer freiwilligen Fussfessel für Arbeitssuchende (!), Übererfüllung behördlicher Verhaltenserwartungen als subversive Strategie, Bücherleser am Rhein, – eben so dies, das, verschiedene Dinge.

Podlog #170 2017-06-19

19. Juni 2017, die 170. Folge. Heute ein paar Notizen zum Aphorismus 152 aus Minima Moralia: “Vor Missbrauch wird gewarnt” von Theodor W. Adorno. Vorgelesen, notiert, kommentiert; zu Karl Popper, mechanischer Subsumption, methodischen Werkzeugkästen der Soziologie, und anderem. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihre Philosophin und Dialektiker.

Podlog #169 2017-06-18

18. Juni 2017, die 169. Folge. Heute ein paar Notizen zu Entscheidungsgeschichten. Zu welchem Preis erzählen wir unser Leben, erklären wir die Welt in der wir leben, eigentlich als Folge von Entscheidungen? Zu welchem Zweck vielleicht auch, aber vor allem: zu welchem Preis? Was sieht man damit, und was nicht? Was wird damit erforderlich?

Podlog #168 2017-06-17

17. Juni 2017, die 168. Folge. Heute ein paar Anschlussnotizen an gestrige Fragen zur Distanz. Zur Unruhe des Schreibens und Lesens, den Widersprüchen, dem handelnden Äquivalent zu Spannungsbögen und verzweigten Plots, zum riskanten Denken, das nur etwas wert ist, wenn es sich selbst riskiert? Oder so hoffe ich noch…

Podlog #167 2017-06-16

16. Juni 2017, die 167. Folge. Kurze Nachträge zur Gewalt der Sprache und meinen Verständnisschwierigkeiten von Kultur und Zivilisation… Wie Benjamin vergessen, wie die Widersprüche nicht sehen? Wie das Problem als eines von zwei Alternativen darstellen? Und dann eine kurze Notiz zu einer Übersicht meiner Diss, die ich geschrieben habe und dem absurden Text, den eine solche Übersicht darstellt. Wenn Übersicht distanziert reproduziert sie den Abstand, den die Metapher der Übersicht bereits impliziert.

Podlog #166 2017-06-15

15. Juni 2017, die 166. Folge. Heute ein paar Nachträge zu Noras Kommentaren zur Beleidigungsfolge. Schon wieder so spannende Fragen, und ich noch immer ohne gescheite Antworten, nur vorsichtig unvorsichtig vor mich hin notierend. Und auf die Utopiefrage muss ich auch endlich mal zurück kommen…

(Die Bild Text Schere… heute schon ein bisschen extrem, geb ich zu…)