Podlog #031 2017-01-31

31. Januar 2017, die 31. Folge. Ich habe heute Morgen von Stefan eine Nachbesprechung zur Nachbesprechung auf Soundcloud gestellt bekommen, und mich damit länger auseinandergesetzt; sogar etwas aufgeschrieben. Am Abend (=Verniedlichung von Nacht) versuche ich nun meinen Notizen Sinn abzuverlangen. Es geht um die liegende Acht des Workflows als Fluchtweg, um Metakommunikation zur Metakommunikation von Watzlawick, das Durcheinander der Sprache, verdammter Scheiss, den Psalm mit dem Kot und Žižek. Zum Schluss frage ich mich, wie ich über Günters Kommentare nachdenken kann, und was daran ich hier wie besprechen möchte…

 

Quelle: Stefans Soundcloud-Notiz

Quelle: Žižeks Artikel:

http://europe.newsweek.com/return-public-vulgarity-425691?rm=eu

One thought on “Podlog #031 2017-01-31”

  1. Lieber Moritz!

    Ich hoffe mich nicht zu sehr in das Deine einzumischen und möchte meinen großen Respekt vor dem was Du mit dem Podlog machst ausdrücken, was ich ja durch mein Zuhören und Kommentiere auch tue.

    Ja, Selbstgespräch kann sich nur im Selbstgespräch realisieren! Nur, hast Du ja in einigen Folgen selbst über Selbstgespräche reflektiert.

    Wir müssen gar nicht über Sender, Buchdruck, Roman usw. sprechen, denn indem Du das, was Du machst Selbstgespräch nennst und über diese Bezeichnung reflektierst und dies aktual öffentlich tust, setzt Du dich in den Kontext des Wortes SELBST und kommst nicht umhin Dich der gewachsenen Bedeutung des Wort zu stellen.

    Was Du und Stefan abfällig Buchdruck nennst, ist das Aufbewahren der Bewegungen von Worten, Begriffen, Erzählungen, die selbst auch außerhalb von Büchern in vielfältig gesprochenen Worten und Sätzen existieren. Hierzu müsste viel gesagt werden………….

    Du sprichst ja nicht für Dich in ein Mikrofon, zeichnest es auf und überlässt deinen Erben ob die Aufzeichnungen angehört werden dürfen oder nicht, sonder Du zeichnest das Gespräch auf und Dir scheint es wichtig, das Dir zur Verfügung stehende Medium zu nutzen und Dein Reden an demselben Tag noch ins Netz zu stellen, machst es damit öffentlich.

    In dem SELBST klingt eine ungeheuere Dimension mit, schaut man alleine auf dessen Verwendung bei Hegel.

    Das zu sich selbst kommen des Selbstbewußtseins bei Hegel umfasst die Dimension der gesamten Schöpfungsgeschichte und Sozialgeschichte ……………………..wenn ich Beckett, Hiob, die 40 Tage in der Wüste erwähne möchte ich diese Dimension anklingen lassen, die in dem Namen, mit dem Du dein Tun bezeichnest sehr verkleinert erscheint.

    Das Selbst, wie es mir im Spiegel, im Echo meiner Stimme erscheint, hat – zumindest für mich – immer noch etwas von dem großen SELBST dem es entlehnt wurde, von dem es ein Abglanz ist.

    Die von mir genannten Autoren sind in unterschiedlicher Weise mit dem großen SELBST konfrontiert worden und es traf sie wie ein Schlag, aus dem Grunde wurden sie von mir aufgezählt.

    Auch wenn ich missverstanden werde: Kierkegaard gehört hierher, ihn in dem Zusammenhang auszulassen wäre eine Schande (keine Bildungslücke)!

    Nebenbei: Weise ich auf einen Autor hin, habe ich dessen Hauptwerke studiert und weiß von was ich spreche!

    Literaturkenntnis nur so weit, wie ich damit auf etwas hinweisen kann was zur Sache beitragen kann.

    Und Goyas „Schlaf der Vernunft“ ist ein Bild dessen Sprache der Betrachter selbst finden muss. Es ist ein Bilder das, erzählt man es sich vielleicht sogar laut, einem die Widersprüchlichkeit der Aufklärung, die dunklen Hintergründe der Vernunft deutlich machen kann.

    Den Lacan-Hinweis habe ich in einem eigenem Blog ansatzweise notiert guenterlierschof.blogspot.com/2017/01/die-sprache-und-das-begehren-des-anderen.html?spref=tw …

    Mit lieben Grüßen
    aus den Bergen

    Günter




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