31. Januar 2017, die 31. Folge. Ich habe heute Morgen von Stefan eine Nachbesprechung zur Nachbesprechung auf Soundcloud gestellt bekommen, und mich damit länger auseinandergesetzt; sogar etwas aufgeschrieben. Am Abend (=Verniedlichung von Nacht) versuche ich nun meinen Notizen Sinn abzuverlangen. Es geht um die liegende Acht des Workflows als Fluchtweg, um Metakommunikation zur Metakommunikation von Watzlawick, das Durcheinander der Sprache, verdammter Scheiss, den Psalm mit dem Kot und Žižek. Zum Schluss frage ich mich, wie ich über Günters Kommentare nachdenken kann, und was daran ich hier wie besprechen möchte…
Quelle: Stefans Soundcloud-Notiz
Quelle: Žižeks Artikel:
http://europe.newsweek.com/return-public-vulgarity-425691?rm=eu
Ergänzung (5. Februar 2018): Das Transript.
31. Januar 2017 die 31. Folge von Podlog. #00:00:06-7# Heute habe ich mir ein paar Notizen aufgeschrieben und obwohl ich sie schon aufgeschrieben hab, möchte ich und muss sich eigentlich darüber noch mal sprechen. Und zwar gehts mir heute im wesentlichen um einen ja eine Nachbesprechung der Nachbesprechung eigentlich von der gestrigen Folge Noradioshow die ich immer noch nicht online gestellt hab aber die zumindest passiert ist das Gespräch von statt und und da habe ich gestern in meiner kurzen, sehr kurzen Notiz hier im Podlog drüber gesprochen. Ich hab im wesentlichen eigentlich nur noch mal zusammengefasst wie ich Stefans Punkt verstanden hatte. Es ging es ging um die Frage nach dem Publikum und über Vermischung Verwechslungen von Zeichenketten mit ihren alten Bedeutungen Medienwechsel und so weiter und Stefan hat heute Morgen also mit dem Auto unterwegs war so klingt es zumindest eine Notiz auf SoundCloud gestellt in der er nach dem er die Nachbesprechung gehört hatte das nochmal besprochen hat. #00:01:39-9# Erstens um festzustellen dass er sich ganz gut wiedergegeben fühlte, sah, sah nicht fühlte vermutlich wahnsinnig haben das aber auch er noch ein paar Punkte klarmachen wollte und dazu das habe ich heute Morgen noch noch beim ausgedehnten Kaffee hören können und mir dazu einige Dinge notiert und zwar weil das weil es sehr wichtige Punkte anspricht bzw. wichtige Punkte anspricht die Gelegenheit geben über Dinge nachzudenken oder Dinge zu notieren hier in meinem Podlog, die mir die mich anscheinend schon länger umtreiben weil ich als ich das gehört hab heut morgen kamen mir ganz viele Ideen und ich geh einfach nur mal kurz um bisschen meine Notizen durch, les mir die durch oder vor je nachdem ob da was gescheites steht nächstes versteh was ich da geschrieben hab und möcht kurz noch vielleicht ein zwei Dinge ergänzen wenn mir was einfallen also er beginnt recht am Anfang oder zumindest es erst was ich mir notiert habe ich hab mich gleich am Anfang los geschrieben weil ich erst mal überhaupt ich zugehört und dann erst kann mir der das Bedürfnis jetzt brauche ich Zettel und Stift muss ich mitschreiben. #00:03:16-3# Es ging also relativ am Anfang um die Frage nach dem Workflow so wie Stefan und Tina das ja in ihr die Form der Unruhe, Band 2, beschrieben haben als diese liegende Acht zwischen Orgiastik und Sophrosyne zwischen wie er's hier in der Notiz noch mal gesagt hat sich erhitzen heiß werden involvieren und wieder rausnehmen distanzieren abkühlen vernünftig reflektieren. So. Und was ich heute was mir heute Morgen das erste Mal so wirklich dabei aufgefallen es ist ein vielleicht eher sehr ketzerischer Gedanke nämlich der, dass es sich dabei um eine fast schon eine Art standardisierte Herangehensweise handelt, die sich in dieser Form des Workflows auf nahezu alles beziehen lässt also alles kann man mit dieser Acht eigentlich mal angehen. Aber wenn man etwas mit dieser Acht angeht dann scheint mir sie eigentlich nicht nur ein Workflow zu sein, sondern vor allem eine Art Kanalisierung und zwar eine Kanalisierung in der Form einer Versicherung gegen zu hohes Risiko oder gegen einen zu hohen Preis und zwar auf beiden Seiten also sowohl ein zu hohen Preis sich zu involvieren sich zu erhitzen heiß zu werden leidenschaftlich für etwas zu brennen bei mir immer wieder in diese acht gezwungen wird auszusteigen und immer wieder diesen diesen Ausstieg eigentlich sich selber nahelegt weil man in Workflow nennt und eigentlich befolgt man hat also immer wieder sich also so wie sie selbst diese Erinnerung und umgekehrt aber auch wenn man also in dem in der Sophrosyne in der in der Reflexionen in dem Drübernachdenken in dem Abkühlen Distanzieren von außen drauf schauen beobachten uns weiter in dem aufschreiben in dem verf... verfestigen in dem, ja, ebenfalls schriftlichen oder wie auch immer der Gedanken drin ist was auch ein Arbeitsschritt ist oder eine Art über Dinge nachzudenken auch aus der befreiten sich wieder in dem man sich an die Acht erinnert und nahelegt sich wieder zu involvieren wieder heiß zu werden wieder neues aus anderen in anderen Gebieten zu suchen oder sich wieder neu und anders mit den Dingen zu beschäftigen. #00:06:12-4# So. Und mein Einwand bzw. meine Beobachtung oder mein Verdacht ist dass das eine sehr gute Strategie ist, um sich weder auf das eine noch das andere wirklich radikal einlassen zu können. Die Frage ist, die ich mir stell, was außer ein abwechslungsreiches Leben eigentlich das bietet. Ja? Also Erkenntnis, Verstehen - verstehen sicher nicht, aber nur vermutlich weil's auch da wieder so eine Verwechslung vermutet wird in der Zeichenkette des Verstehens, ich halte den ich halte diese Verwechslung für in Ordnung, aber davon abgesehen dazu komm ich auch noch das ist eine andere Notiz - aber was worum gehts eigentlich bei dieser achtbar was was sicher dieser Workflow wenn es meines Erachtens wenn es um Erkenntnis geht oder eine Auseinandersetzung ein ja vielleicht sowas sogar wie eine Konstellatorik wenn das in irgend einer Form zu sei ein positiv formuliertes oder formulierte bares Ziel sein soll Konstellatorik nicht einfach nur einen ein Zeitvertreib sondern etwas was man zogen sozusagen auch wollen kann wenn es so etwas ist dann frage ich mich ob das funktioniert. #00:08:02-5# In einem Aufsatz, den ich für Peter Fuchs geschrieben hab zu seinem zu seinem Geburtstag für einen Sammelband der ihm gewidmet war, bin ich unter anderem der Überlegungen nachgegangen, dass man solange nichts erkennen kann solange man nicht in irgendeiner Form alles bereit ist zu riskieren und zwar inklusive der eigenen lieb gewordenen scheinbaren Grundlagen der sogenannten Erkenntnis. Und das alles natürlich so ein bisschen also, das wird dem nicht gerecht, wenn ich das jetzt so kurz zusammenfasse, der Aufsatz heißt ja auch Theorie- und Ideologiekritik, es geht also um Theoriekritik und wie sich bestimmte Theorien absichern oder auf bestimmte Rückzugspositionen flüchten, wenn Ihnen der Einsatz zu hoch scheint, dann aber eigentlich verhindern was sie ausgezogen sind zu tun oder wozu sie geschrieben wurden nämlich um Erkenntnis zu erreichen, was sie dass an den Stellen genau verhindern an den sie sich auf solche Rückzugsposition beziehen. Und... so. Und mein Eindruck ist dass diese liegende Acht nicht nur ein Workflow es sondern letztlich auch eine solche Versicherung. #00:09:41-5# Der zweite Punkt der mich sehr interessiert hat bzw. wo ich wiederum kritische Nachfragen hätte ist der Punkt zur Metakommunikation das ist etwas das Stefan ja jetzt in den letzten Monaten sehr viel in Vorbereitung für so einen Vortrag zu zu Watzlawicks Jubiläum der fünf Axiome in er vorbereitet hat also es geht um Paul Watzlawicks Axiomen zur Kommunikation zur Pragmatics of Human Communication und der formuliertes in dem Vortrag unter anderem so also paraphrasiert hier Watzlawick schreibt, das Problem wenn wir über Sprache sprechen, sprechen und reden, sprechen wir und reden miteinander das ist das Problem und deswegen sei Watzlawicks auf der Suche gewesen nach einer Metakommunikation die auf diese Sprache also eigentlich auf Kommunikation verzichten kann und trotzdem über Kommunikation kommuniziert also Metakommunikation betreiben kann. Und er sei auf der Suche nach einem ähnlichen wie die die Mathematik, die wenn Sie über Mathematik spricht nicht Mathematik verwendet sondern Sprache so was ähnliches bräuchte man jetzt auch noch für Sprache weil man das ja eben nicht das ginge halt ebenso nicht. So. #00:11:27-4# Und worauf man worauf also meine erste und eigentlich schon auch die würde ich sagen die radikalste Frage dazu ist warum? Warum brauche ich etwas um über Kommunikation zu kommunizieren ohne zu kommunizieren wozu also was gewinne ich damit und wenn die Antwort darüber dann läuft und es tut ja in dem Fall bzw. die Erläuterung der der Frage läuft darüber dass man etwas sucht was was äquivalent ist zudem der Mathematik also eine Eindeutigkeit dieser mathematischen Sprache eigentlich hofft für Kommunikation zu finden und viele formalistische Überlegungen in der Philosophie in der Sprachphilosophie in der analytischen Philosophie aber auch im Konstruktivismus oder auch in der systemtheoretische inspirierten Soziologie zum Beispiel mit Spencer Brown und anderen in dieser dieser dieser formales alle anderen Formen vor von Verformungen in einer Form war es sie sie haben alle eine würde ich sagen dem Verwandte Hoffnung und zwar geht es um Eindeutigkeit es geht also nicht um verstehen und insofern verstehe ich auch diese Ablehnung des Begriffs verstehen es kann auch nicht mehr um verstehen gehen weil verstehen es zumindest wenn man das jetzt mal mit Luhmann versucht zu begreifen und dass es bei verstehen ganz interessanter Ansatz würde ich mein bei der Begriffes dass er stark verstehen ist eine Selektionsleistung also das Treffen einer Unterscheidung von Information Zumutung einer vorangegangenen Kommunikation und daraus wird eine angebotene Information ausgewählt auch noch des treffende Unterscheidung von Informationsmitteilungen so aber es ist es an der Stelle irrelevanter so und die Eindeutigkeit einer solche Metakommunikation würde einem dieses nehmen müssen es kann also nicht mehr um verstehen gehen und zwar weil keine Selektionsmögliches Meta Kommunikation müsste eindeutig sein da gibt es dann nur noch eine Deutung wenn man sich sowas erhofft und meine meine mein Verdacht ist das viele der formalistischen Ambitionen in der Soziologie gerade in der Soziologie sich eigentlich irgendwie darum bemühen am besten wäre es wenn Gesellschaft irgendwie ausreichend Bar wäre wenn man es irgendwie schaffen könnte auf dieses ganze dumme rum verstehen verzichten zu können wenn man diese ganze Hermeneutik sich sparen könnte wenn man dieses ganze Jahr man einfach nur den Rechner an schmeißt und man gibt den richtigen Algorithmus ein und er spuckt an die Antworten aus und wunderbar man braucht sich diese ganze Theorie und diese Reflexion mitziehen sich aber nicht mehr zu beschäftigen weil man hat ebenso eine Form von Metakommunikation die alles auf den Punkt bringt was man in der Kommunikation selber an unscharfen anständigen Widersprüchlichkeiten notgedrungen produziert wenn man sich involviert des Problem also eins von tausenden Problemen dass damit aufkommt und aber vielleicht eines der wesentlichsten Probleme es wenn das möglich wäre nicht nur so wenn es wünschenswert wäre sondern wenn es überhaupt möglich wäre dann würde diese Meta Kommunikation für uns keinen Sinn machen sie wäre eindeutig sie hätte keinen Sinn sie wäre vollkommen Sinn los und diese Sinnlosigkeit kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen wie das irgendjemand haben möchte wozu was also davon abgesehen ist es würde ich sagen ausgeschlossen also das halte ich für völlig unmöglich Gesellschaft auszurechnen gute können sich ja weiter probieren ich hab da kein Interesse dran ich halte das für totalen Quatsch also es kann hier aber bei Mieterkommunikation also nicht mehr um verstehen gehen weil verstehen voraussetzt dass man immer auch anders verstehen kann und das meint dieses mit Selektion Selektion es notwendig und man müsste sich dann noch Fragen inwiefern ist denn dann überhaupt Meta Kommunikation noch Kommunikation und wenn sie keine Kommunikations ist sie natürlich keine Metakommunikation Bauarbeitern mit Kommunikation impliziert bereits dass es Kommunikation über Kommunikation ist nur eben nicht mehr nach dem Prinzipien der Kommunikation und der Ausflucht die Ausflucht zu sagen es ist noch Kommunikation aber nicht mehr Mitsprache das ist einfach nur der Verwechslung dann tut man so als der Sprache Kommunikation und sagen kann sich der Sprache entledigen und denkt dann aber dass es mit der Kommunikation dabei ist es immer noch komme Gesundheit nur nicht mit sprach aber zusätzlich wahnsinnig einfallsreich kann auch im Definitionsproblem sein wenn Sprache oder Kommunikationen sprachliche gebundenes dann ist es nicht ganz so einfach aber warum wollte man das Ansprachebinden also an der Stelle sind so viele Fragen und Probleme die wirklich so desaströs sind und es in die die und die gilt es das wesentliche Problem halte ich tatsächlich die Frage nach dem wozu wo zu Metakommunikation wozu und zwar also Metakommunikation ich jetzt im Sinne wie man das solang auch im Alltag kennt und praktiziert als ein es in der Kollektion tritt ein Problem auf und wir betreiben Metakommunikation und man spricht darüber was für Probleme gerade in der Kommunikation aufgetreten sind anstatt einfach die Probleme weiter sich zu involvierten zu streiten oder sonst was man so diese Form von Metakommunikation sich nicht gemeint es ist zumindest nicht diese gemeint weil die Hoffnung besteht dass man nämlich mit einer Art dieser Metakommunikation gänzlich herausspringen kann aus dem Spiel und sich dann zu sein wie die Hände nicht mehr schmutzig machen braucht mit diesem ganzen Verstehens Business er mit diesem ganzen mit diesen ganzen schmuddeligen ungenauen fürchterlichen Durcheinander so und mit dem Durcheinander bin ich jetzt bei dem nächsten Punkt den ich ganz ganz spannend fand weil er mich nämlich schon länger des hatte Stefan schon öfter darin erwähnt an was erinnert hat was mir nicht eingefallen war was es war und jetzt habe ich mich dran erinnert und zwar es geht um denn ein Psalm ich leite ich hab keine Ahnung leider welchen aber also habe ich vergessen oder ich glaub es war auch in dieser in dem Zaunpfahl war das nicht erwähnt oder ich hab's wie gesagt vergessen und zwar der Psalm indem die Könige uns auf den Tisch heißen also es sagen wohl essen zu sein hätte da es ist dann sozusagen sind dann Exkremente zu finden und es Hinweise sei ein Riesen Durcheinander unter und so ähnlich sei das mit zu ähnlich sei des mit den für Verwechslungen zu denen es dann kommt wenn man quasi das Essen und das Ausscheiden in dieser Form verwechselt er dann kommt's zu einem Riesendurcheinander und das sei letztlich sozusagen quasi verwickelte Free scheisse Herr und das hat mich erinnert an einen Text und einen ein an ein an ein ein Vortragssegment von Slavoj Žižek und zwar hat er in einem Text man hatte denen geschrieben am 2.12.2016 ne am 12.2.2016 vielleicht schon ja Februar genau weil genau es geht um Krampe und dass es hier unterschrieben mit public New als Präsidentschaftskandidat Sonnenschirm der am 2. Dezember ja schon kein Kandidat mehr sondern gewählter Präsident war er also was am 12. Februar und der Text heißt sie Wildhöllen auf public Wall Gravity und darin darin berichtet erzählt Slavoj Žižek die eine Szene aus einem Film von Louis Daniel Boone UL oder so der Film heißt das fern zum Off Label T und hier steht "We probably all remember the scene from Luis Buñuel’s The Phantom of Liberty in which relations between eating and excreting are inverted: People sit at their toilets around the table, pleasantly talking, and when they want to eat, they silently ask the housekeeper, "Where is that place, you know?," and sneak away to a small room in the back. So are the Republican candidates’ debates—to prolong the metaphor—not like this reunion in Buñuel’s film? And does the same not hold for many leading politicians around the globe? Was Erdoğan not defecating in public when, in a recent paranoiac outburst, he dismissed critics of his policy toward the Kurds as traitors and foreign agents?" Und Putin auch "defecating in public when (...) he threatened a critic of his Chechen politics with medical castration?" und so weiter und sofort, die Liste geht weiter und er geht um es geht um diese Beispiele. #00:23:09-6# Aber... interessantes nochmal eigentlich die Konsequenz die er daraus zieht "We should not... We should be under no illusions about the meaning of statements like those of Netanyahu" - also den er jetzt dann am Schluss noch zitiert hat wohl - "... those of Netanyahu: They are a clear sign of the regression of our public sphere. Accusations and ideas that were till now confined to the obscure underworld of racist obscenity are now gaining a foothold in official discourse." #00:23:56-0# So sein seine Deutung dieser dieser Metapher im Kontext der politischen öffentlichen Rede. Also sozusagen am Tisch zusammensitzen und scheißen und heimlich in einem kleinen Zimmer im Hintergrund, wo niemand einem zuschaut, Essen zu sich zu nehmen diese Form der Verwechslung die ganz ähnlich wie dieser Psalm hier erklingt wobei es zum bisschen anders ist aber interessanterweise auch noch die Könige scheißen uns auf den Tisch oder so wenn ich das richtig erinnere, diese Form der Verwechslung die deutet Žižek so aus dass das eigentlich die Sphäre der Öffentlichkeit, des Öffentlichen wie zerbricht und was zerbricht ist, dass dort nicht alles gesagt werden konnte, es geht also so es sei seine Schlussfolgerung in dem Text unter anderem es geht so um eine Art Verfall der der Sittlichkeit was er bei Hegel die Sittlichkeit ist, so zitierte er das da auf jeden Fall. #00:25:15-3# Stefans Argument war jetzt bei diesem bei mit diesem Psalm eigentlich dass dieses Durcheinander das Problem ist wenn man zum Beispiel über das Wort Publikum spricht und damit heute gar nicht mehr dass mein kann was man früher damit meinen konnte aber wo ist eigentlich das Problem mit diesem Durcheinander das hat auch Verbindungen zu dem zu der Hoffnung auf Metakommunikation wenn wie Stefan ja auch oft genug sagt verstehen verstanden werden eine Beleidigung ist warum ist dann das Durcheinander also das missverständliche gebrauchen überkommener Zeichenketten mit ihren überkommenen Bedeutung in neuen Kontexten warum ist das überhaupt ein Problem und warum nicht etwas was man überhaupt erst noch fördern müsste bei Žižek ist es ist die Sache etwas einfacher würde ich mein Geistes relativ klar wird das wird diese Metapher diese dieses Bild diese Szene aus dem Film verwendet um haben um auf diesen Verfall der Sittlichkeit und der der sozial der sozialen Strukturen von öffentlicher politischer Rede hinzuweisen zu beschreiben dass es sich eigentlich umdreht dass man von Sittlichkeit und Anstand nur noch in Hinterzimmern sprechen kann und auf der auch sein in der öffentlichen freien politischen Rede gänzlich jede Beschränkungen Hemmungen fallen lassen kann oder anderer Stelle argumentiert er dass die Forderung das wird man ja wohl noch sagen dürfen heute eher eine rechte rechte Forderung ist eine Forderung von Rassisten und Antisemiten und und Nazis und was auch immer und nur Mischung von all dem am und früher eine Kusch eigentlich mal eine linke Forderung war das sich das umdreht und man sich fragen muss was das eigentlich bedeutet das es sich zu umgekehrt aber darum gehts nicht nur er darum gehts nicht nur die Frage ist aber also darum gehts bei bei Stefan meines Erachtens nicht nur der um diese Umdrehung sondern sondern es geht um eine es geht auch hier um eine Eindeutigkeit eine einen ein Umgang mit Information auf Höhe der Zeit der aber in der Form sozusagen immer mal wieder versuchsweise so versucht wird zu denken als könnte er auf solche Widersprüchlichkeiten auf so ein Durcheinander auf solche Verwechslungen usw. irgendwie verzichten indem man nur genügend gute neue Begriff verschafft also einfach neue Zeichenketten die neue Dinge beobachten die neue Dinge beobachten die halt eben neu entstehen die neuen Stimmen wenn hier wenn ich hier mein Podlog mach mein meinen Notizen Sprech wenn ich mich sprechen mit diesen Gedanken auseinandersetze und mir Zuhörer mir widersprechende mir ins Wortwahl abbrechen usw. und dazu jemand hört das mit hört auch hört dass man dann nicht mehr Publikum sagen kann und auch die Geest nicht mehr verwenden kann weiß es sonst zu einem solchen großen Durcheinander kommt und da habe ich zwei mir sehr wichtige Einwände also damit hab ich ganz allgemeine Propaganda habe ich damit ganz allgemein Problem also weil ich schon gar nicht auf diese Eindeutigkeit in irgendeiner Form gekommen wer das ist die bräuchte ich vermisse weder Metakommunikation noch hab ich ein Problem mit durcheinander zumindest nicht mit diesem Durcheinander also manchmal hab ich auch Probleme durcheinander aber in dem Fall nicht so aber aber was es meine genau meine meine Einwände zwei zum einen ganz interessant finde ich diese Idee von Niklas Luhmann der in seinem Aufsatz unverständliche Wissenschaftsprobleme einer theorieeigenen Sprache auf mal den Vorwurf diskutiert der ihm immer wieder gemacht wurde dass es viel zu kompliziert sei was er da ein Theorie produziert diese selbstreferentieller Theorie in den sich alle begriffe der Theorie auf auf alle anderen beziehen usw. das sei doch völlig unnötig kompliziert oder komplex je nachdem wie weit man davon verstanden hat sozusagen also das sei doch unnötig und daraufhin entgegnet er und formuliert es als positive Strategie dass er ganz präzise begriffe wählt die man bereits kennt begriffe des aus der aus der entweder aus der geläufigen Theorien Sprache der soziologischen Theorien oder auch aus dem Alltag seltener aber auch und und diese begriffe neu definiert es gibt Söhne andere alternative Position die man beispielsweise in der Wissenssoziologie Luhmannberger Look mancher Prägung findet da gehts ganz Ex oder so im Anschluss auch Anschütz mit dieser mit dieser Alltagssoziologie da gehts ganz explizit darum dass man begriffe aus der Lebenswelt nutzt und sie schärft und damit eigentlich eine eine Sprache der zweiten Ordnungbeobachtung der zweiten Ordnung schafft die aber diese Begriffe nicht einfach neu gedeutet umgedeutet oder einfach missbraucht also sondern auf den Bedeutung dieser Worte und Begriffe aus der Alltagswelt aus der Lebenswelt diese Bedeutungen aufgreift schärft präzisiert usw. fast schon wie verbessert der Soziologe als verbessere der ansonsten sehr ungenauen Sprache des Alltags oder der Lebenswelt das mögen manche überzeugend finden da habe ich bin ich nicht band sich begeistert von Luhmanns Alternative ist ganz andersrum er sagt er nimmt diese Begriffe und definiert sie präzise es so dass sie ihm das bringen was er mit ihnen machen möchte mit seiner Theorie wofür er sie brauchen kann und die sind quasi haarscharf an dem vorbei wie man sie sonst üblicherweise verwendet und das führt dazu dass es sozusagen dass dass man sozusagen seine Theorien und Texte lesen kann, bis zu einem gewissen. Also Seite 3 oder was er hat man dann den Eindruck man versteht etwas und dann plötzlich kommt diese für viele Luhmann Leserinnen und Leser sehr vertraute Erfahrung dass man um blättert um hat den Eindruck man hat überhaupt nichts verstanden also gar nichts also all Sohn bisschen fühlt man sich fast schon verarscht was habe ich die letzten drei Seiten gedacht warum dachte ich überhaupt ich hab irgendwas verstanden eine Seite spätes alles zunichte und es liegt unter anderem daran dass diese Begriffe eben aus der aus einer uns vertrauten Spa wir verstehen etwas wir verstehen etwas aber dieses Verstehen stößt auf ein Widerspruch der uns erstmals solcher gar nicht auftaucht sondern plötzlich nur als Problem dieses Verstehens auftaucht und Luhmann nutzt das als explizit als Werkzeug der Theoriesprache weil er damit sagen kann erstellt die notwendige Anschluss Sicherheit her er kann eigentlich nur so garantieren dass jemand sich wirklich mit seinen Definitionen so auseinandersetzt dass er versucht sie in ihrer in ihrem systemischen Zusammenhang überhaupt zu begreifen und es ist natürlich wenn man mag vielleicht eine artige Strategie und manche mögen das vielleicht nicht aber es ist auf jeden Fall keine dumme Strategie ich finde immens klug und hat mich immer total beeindruckt dieser Text also darüber so zu sprechen also das als eine ein als ein Werkzeug zu verwenden tatsächlich über Theoriesprache eine hinreichende einen hinreichende Übereinstimmung unter den verschiedenen jetzt und später mal lebenden Leserinnen und Lesern zu schaffen weil um diese Sicherung der Anschluss Sicherheit dessen was man damit verstehen kann was da geschrieben ist es Theorie und Wissenschaft ja oft gemacht also oft allgemein überhaupt zu tun darum gehts so #00:36:09-0# Das wir also die eine Erwiderung die ich hätte gegenüber dem Durcheinander ich würde also sagen dieses Durcheinander kann auch Strategie sein das kann gewollt werden dass er die eine Erwiderung und die zweite es dialektisch und ja ich denk auch an den Einwand von Günter der sagt auf Dialektik soll man besser verzichten das Wort sei fürchterlich dazu hätte ich auch gleich noch was aber vielleicht sage ich das schließlich dann mal an es kommt vielleicht noch so sein als vierter als vierte Notiz habe ich heute auch lange genug drüber nachgedacht welche Hegel Lektüre heute hatte mit Christina und gut aber also zurück der. Den ich dann noch hätte zu diesen Widersprüchlichkeiten zu diesem Durcheinander ist eben ein Argument der Dialektik die sagt das genau in diesen Widersprüchen überhaupt nur also in dem zugrunde gehen dieser Wahrheiten dieser begriffe und Worte letztlich die Form ihrer Aufhebung und die Form von Neuerungen und auch von gesellschaftlicher Entwicklung usw. was auch immer für Vorstellungen man damit noch verbinden möchte wenn man von Fortschritt mit Benjamin nicht mehr sprechen kann und dann auch mit einigen Stellen der der von von Hegel einfach große Schwierigkeiten haben muss zurecht aber immerhin diese Idee der Widersprüche also nicht die einfachen Unterscheidungen als unproblematische Unterscheidung nicht dieses sondern jenes oder X und nicht X oder als nicht Schokoladeneis und Vanilleeis oder was wie auch immer ist es schon egal dann also nicht um solche unproblematisch irgendwie funktionierenden man weiß gar nicht wie funktionierenden Unterscheidungen geht es sondern es geht um Widersprüche und in den Widersprüchen und nur in den Widersprüchen so muss man muss man die die dialektische Erwiderungen beispielsweise zur Systemtheorie erlesen wie man das wunderbar in der Einführung in die Dialektik bei Adorno ersehen kann in einem der letzten Kapitel meiner sich gegen diesen Systemtheorie Anspruch erstellt nicht jetzt den Luhmannchen sondern allgemein der Systemphilosophien oder der allgemeinen Systemtheorien nur in diesen Widersprüchen als eben nicht funktionierende Unterscheidungen die plötzlich brechen die an ihre Grenzen stoßen die sozusagen ins extrem gedachte Wahrheiten in in die Unwahrheit kippen lassen in denen dann plötzlich auftritt in den sich plötzlich dass dass das andere dass der der mit dem begriff mehr mit dem mit der Zeichenkette beschriebene Gegenstand das Ding er also das Objekt der Reflexion sich plötzlich wie quasi in der Widersprüchlichkeit meldet er aufzeigt so gehts nicht in alles super Hinz amtliche Ems ärmliche aber aber trotzdem jetzt in für für die Notiz Rechtsmetaphern oder Bilder aber sicher als es geht um diese Widersprüche die sind also nichts was es zu verhindern gelte also auf unter keinen Umständen weil nur in ihnen überhaupt sozusagen veränderungsbeobachtbar ist man kann sich nicht wünschen dass man sie ausstellt sondern wenn man gerade unser gerade wenn man Medienwechsel beobachten möchte muss es einem um diese Widersprüche gehen und dann einfach zu sagen ein gänzlich Publikum was hilft die diese Geste usw. es ist sozusagen des Gegenteil von dem was man machen müsste wollte man wirklich Medienwechsel beobachten muss sich überlegen an welcher Stelle scheitert was was was kommt immer wieder in mein Auseinandersetzung eigentlich damit zum Vorschein wenn ich weiterhin Publikum nennen wenn ich weiterhin zu tun als wäre nichts anderes wo treten eigentlich da die Probleme auf wie gehts jetzt weiter und wo gehts vor allem nicht mehr weiter usw. also dieses Durcheinander ist nicht zu verhindern nicht nur nicht zu verhindern sondern darum müsste es doch gehen und letztlich ist damit auch die Möglichkeit impliziert das wie ich das hier erlebe oder sehe wie ich das höre und wie ich wie ich das auch tue also ganz in der Praxis dass es sich hier um überhaupt keine Publikumsansprache in der Form handelt also das muss ich habe ich jetzt schon hinreichend oft besprochen aber dass es eben nicht um ein Publikum geht in der Form und dass man eigentlich auf diesen wieder Stoß nur Stillwiderstand Widerspruch nur stößt wenn man damit das hin beobachtet Herr und ein markantes stören und es mag ein zu Erkenntnissen geleiten diesen Widerspruch zu erkennen und in ihnen sagen ihn zu Ende zu denken und zu schauen in was er sich den in Wasser sich den aufgehoben weiß und zwar weiß weil es bereits funktioniert ich mach ja schon was und ich halte es für kein Problem was ich da mach als es ist ich würde sagen es ist bereits es ist wenn es als diese als dieser Widerspruch so klar hervortritt dann ist es quasi schon dann ist es quasi schon aufgehoben also bei Hegel heißt es dass das wenn wenn diese wenn diese wenn etwas in sein Gegenteil verkehrt und verkehrt wird und in dieser Gegensätzlichkeit aufscheint und dadurch erst zu Momenten wird und dann bezeichnen genau diese Momente bereits diese so aufgehobenen Element der Unterscheidung zuvor bereits ihren sozusagen auch die Metapher es Quatsch Zustand in ihrer neuen aufgehobenen Form als Momente sind sie überhaupt nur in dieser neuen aufgehobenen Form und als diese Momente treten sie überhaupt nur dieser Widersprüchlichkeit auf der ausgerechnet heute auch noch die entsprechende Stelle der Wissenschaftslogik drüber gelesen also davon abgesehen mein Einstieg mein Einspruch wer dass mich diese Widersprüche interessieren aber nicht in der Form dass ich sie in irgendeiner Form wie quasi durch neue Wortschöpfung neue Zeichenketten einfach nur still stellen möchte sondern ich möchte einmal sehen wie's funktioniert was da eigentlich kraft funktioniert und es möchte ich probieren ich möchte das ich mach das ich möchte das nicht nur ich mach dass es funktioniert schon etwas von dem ich noch nicht wissen muss was es ist auch das ist auch das macht in dem Kontext glaube ich hat in diesem Kontext eine Berechtigung zugleich wenn Widersprüche auftreten er habe ich damit habe ich damit kein Problem sondern ich hab damit überhaupt nur die einzige mir zur Verfügung stehende oder mir mögliche Art zu Erkenntnis zu gelangen etwas zu verstehen und nach dem ich auch mit dem Verstehen kein Problem hat bei mir eben wie gesagt diese Eindeutigkeit kein Anliegen ist und das Durcheinander kein Problem ging's mir genau darum um des verstehen. Und so. #00:46:15-1# Und das wenn meine drei großen Anliegen gewesen oder meine drei großen Einwände und Notizen so und die der Kommentar oder die Notiz die ich mir zu Günters Kommentaren zu der zu den vorletzten folgen gemacht hab der bin ich mir sehr unsicher wie ich warum wie ich das hier notieren kann ich hab da jetzt schon einiges drüber nachgedacht ich habe diese den Eindruck dass sich auf manche Dinge wirklich nur in einem ganz anderen podcast Format antworten könnte und hab schon drüber nachgedacht ob ich vielleicht ein einen er zusammen einen weiteren podcast mach in dem ich sporadisch und wenn's wenn's wenn's mir notwendig erscheint tatsächlich wie so eine einen Sender mach wo ich dieses dieses senden das irgendjemanden erreichen soll sei es einzelne oder sei es viele der würde dann Sender. Noradio .eu heißen also oder wenn man's umdreht eben also kein Radiosender heißen das ist kein Radiosender noradio sender auch wenn auf Englisch das eigentlich station heissen würde aber davon abgesehen, wenn ich den einfach nur Sender nennen da würde sich sowas anbieten dass sich das ich darauf reagieren kann bei was sage ich dazu ja ich hab ich hab viele ich hab wirklich viel drüber nachgedacht. #00:48:58-2# also es geht einmal um diese, um den Kommentar zu ich glaub zur Folge 28 und da ging's auch schon um diese Selbstgespräche. Also es ging um diese Twitterdiskussion um dies quasi jetzt immer ja noch geht in auch diesem an diesem Eintrag und er begann den den Kommentar mit dass er gestern wie heute dachte es sei ganz schön naiv und dann kam ihm aber das Wort selbstgerecht in den Sinn was dem Wort naiv wieder sich mit dem Wort naiv verband und der Selbstgerechtigkeit so seine Schärfe nahm. Und erinnert dann an viele berühmte Selbstgespräche an um die man nicht umhinkommt als Hörer auch zu denken. Meister der Selbstgespräch wie Samuell Beckett, Peter Handke, Jean-Paul Sartre oder ist noch jemand erwähnt Martin Luther genau natürlich und dann noch Hiob oder die ja... oder auch Bilder Francisco de Goya 'der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer' und Lacan könnte man auch erwähnen und all das also all diese Hinweise, also ich mein zum einen ja wie um Himmelswillen denk ich darüber nach ja? Was was notiere ich mir dazu? Ich mein wollte ich ihm etwas erwidern, dann dann könnte ich sagen, dass es kaum etwas prätentiöseres gibt als an seine eigene Belesenheit darauf hinzueisen und das wissen wir schon von Pierre Bayard worin ich auf meine Belesenheit hinweise, dass man über Bücher wunderbar sprechen kann ohne sie gelesen zu haben und das man das auch ständig tut und dass dieses und dass dieser Hinweis was man nicht alles gelesen haben muss und diese wahns... also dass naiv in dem Fall vermutlich kein Vorwurf ist, sondern ein grosses Kompliment sein muss. #00:52:03-8# Das könnte ich könnte man, also das könnte ich entgegnen. Und dass ich das auch so verstehen möchte und dass ich darüber hinaus hab ich mir, ich mein, das erste, was mir aufgefallen ist, an seiner langen Liste mit Texten ist, es sind alles geschriebene Texte oder ein Bild, ja? Das sind alles keine Gespräche, das sind alles keine... da spricht niemand. ich hör nix. Das sind alles keine Selbstgespräche, das sind gedruckte Bücher. wo sind es Selbstgespräche? das ist nicht mal in der Form dasselbe #00:52:50-6# Das sind das ist das Selbstgespräch als Motiv, aber mir geht's ja hier um die Praxis. Und klar, also da kann man viel lernen davon also was es bedeutet sprechend zu denken was ist das überhaupt aber ich kann das nicht aus diesen Texten entnehmen ich kann den denen entweder glauben oder nicht aber ich kann daraus nichts erfahren über Selbstgespräche ich kann das was erfahren über das Thema Sebstgespräche ich kann auch darüber was erfahren, wie darüber geschrieben wird, über Selbstgespräche oder wie geschrieben wird, wenn man so schreiben möchte, als wäre es ein Selbstgespräch, darüber kann ich auch was erfahren. Aber ich kann nichts über diese diese diese Macht und diese diese und diese Möglichkeiten und dieses Verrückte, die verrückte Situation des sprechenden Denkens, vor dem Mikrofon hier mitten in der Nacht in meinem Zimmer alleine sitzend in dieses Mikrofon reinzusprechen und mich in meinem Kopf ganz ganz nah zu hören, mir zuzuhören bei jedem Satz, bei jedem Wort, das man sagt und das sozusagen, und das sozusagen ja.... also in so einer Selbstgesprächsituation zu sein, die mir... die man... darüber kann man Dinge lesen, aber aber, es ist etwas anderes als wenn mans macht. Und es geht um diese Praxis. Es geht mir nicht einfach nur um das Thema Selbstgespräch. Das wäre ja wirklich unendlich naiv. Also man müsste sich mal vorstellen ich mein Thema wäre jetzt Selbstgespräche und darüber führe ich einen Podcast ohne jemals irgendwelche Selbstgespräche zu erwähnen sondern einfach nur um mit mir zu sprechen und denke, das würde das Thema erschöpfed behandeln. Das wäre ja vollkommen abwegig. Mir geht's überhaupt nicht um das Thema, mir geht's um die Praxis! Mir geht's darum, was macht das denn, was passiert da eigentlich, und das kann ich nur machen! #00:55:16-1# Das kann mir auch sonst niemand erklären, also man kann mir das, man kann mir das versuchen zu erklären, aber das hilft, also das beantwortet mir, ich hab die Frage gar nicht, auf die eine Erklärung, dessen, was hier passiert im Vergleich zu dem, was Samuel Beckett oder Peter Handke oder Jean-Paul Startre geschrieben haben, auf die das eine Antwort wäre. Die Frage hab ich nicht. Oder ich hab sie nicht so. Und klar. Es gibt viele Überlegungen, die mich interessieren an der Stelle, die so etwas ähnliches besprechen, wenn Hannah Arendt beispielsweise über diese Selbstgespräche im Denken schreibt, die das berühren, aber eben wo's wo's sozusagen um das Selbstgespräch geht weil's ihr um das Denken geht, und das Thema ist nicht das Selbstgespräch sondern das Thema ist das Denken, oder das Thema ist die Philosophie, oder was heisst es Philosoph zu sein, oder wo bin ich überhaupt, wenn ich Philosophin bin, usw. was auch immer diese Themen sind; oder das Verhältnis, dieses Verhältnis zu sich selbst, sich selbst ein Fremder, ein anderer werden, ein Freund sein, usw. diese verschiedenen Selbstbeziehungen, die man dann haben kann, und die man suchen kann, die man aufbauen kann, usw. auch da geht's darum und auch das könnte man aus Romanvorlagen sicherlich verschiedene Bilder nehmen, die einem darüber etwas Aufschluss geben usw. aber das hat auch wieder nichts, also das also ich kann noch so sehr Hannah Arendt lesen, es bedeutet mir ja nichts wenn ich, also sozusagen, das Denken ist nichts ohne den ohne dieses tatsächliche Vollziehen des Denkens. Selbstgespräche kann man nicht denken, ohne zu sprechen. Selbstgespräche kann man nur sprechend denken. Ansonsten hat man es mit etwas anderem zu tun. Mit einem Thema der Literatur, oder mit... also oder man hat es zumindest mit etwas anderem zu tun, also worum es mir geht. Das mag auch sein. Man mag's vielleicht mit Selbstgesrächen, wie auch immer man die dann auch versteht, anders zumindest als ich sie verstehe. Ist mir das... ist mir das...reicht mir das so? weiss ich nicht.... #00:58:22-2# Ich glaub ich hab das, wenn ich das so darstell, bin ich, mach ich das mit den Romanen, die da genannt sind, mach ich dieses Gegenargument, oder diesen Einwand zu schwach. Weil sie ja, wenn man über diese Form des Selbstgesprächs nachdenkt, schon eine reiche, einen Reichtum an Beschreibungen bieten, die interessant wären, vermutlich, zu lesen. Das birgt, aber das birgt nicht nur, sondern das ist sozusagen die Text gewordene Gefahr zu erhindern, auf sozusagen, das Ge das Selbstgespräch als Selbstgespräch zu entdecken. Und damit mein ich nicht, dass sozusagen hier das Rad neu erfunden werden muss. #00:59:19-5# Das ist bei Selbstgesprächen glaube ich völlig ausgeschlossen. Sagt der Name schon. Also so wie ich das erlebe und wie ich das wie ich das hier praktiziere usw. ist zum einen dieses Selbstgespräch etwas, was sich als Selbstgespräch nur im Selbstgespräch überhaupt zugänglich macht. Also es ist nicht etwas wie das Rad was man jemanden anderem erklären kann 'du übrigens hast auch Interesse an Selbstgesprächen? Ich erklär dir das mal ich hatte das schon mal gemacht es geht folgender Weise'. Das ist Quatsch, bei Selbstgesprächen völlig Quatsch. #01:00:17-0# also es ist nicht wie das Rad neu erfinden, das ist etwas was man im Vollzug im Vollzug machen muss, also was man tun muss. Selbstgespräche muss man sozusagen führen und der zweite Punkt ist, und da hilft mir kein Sartre, kein Handke, kein Beckett und erst recht keine Bibel und auch kein Luther, dass ich mit Podcasts ein Medium hab das den allen nicht zur Verfügung stand. Und mir gehts um diese Situation. Darüber möchte ich was lernen, ich möch.., das möchte ich, das ist das Medium das es mir erlaubt Selbstgespräche in dieser Form überhaupt erst zu führen. sozusagen sich in seinen eigenen Kopf sprechen. Das ist so in der Form überhaupt erst jetzt möglich, also ich... #01:01:33-5# mein Verdacht wäre am besten hört man dazu andere Podcasts, um wenn man schon irgendwo anders für Selbstgespräche dieser Art literarische oder schon Text gewordene versprachlichte oder sonstige Vorbilder suchen möchte, dann doch da. Also warum soll ich das in einem Buch suchen? So. Und zu den... #01:02:01-6# Zu dem Hegel Kommentar im Bezug auf Denken und Leben als dialektisch vermittelt oder eben nicht, als einfach nur verschiedenes anstatt etwas unterschiedenes so etwas einfach anderes und das alles in Abgrenzung zu Hannah Arendt, darüber kann ich vielleicht morgen noch was sagen wenn ich irgend eine Möglichkeit gefunden hab, darüber zu sprechen ohne dass es sozusagen ein ein Senden sein kann. Meine Gedanken dazu kann ich ja notieren, darüber nachdenken... aber mein Kriterium wenn ich da was auf... wenn ich jetzt hier was einsprech, dann ist mein Kriterium also mein Auswahlkriterium oder waren wahr zumindest oder ist auch nach wie vor mein Kriterium ja das, dass ich darüber nachdenken möchte, dass das ein Problem ist es, sich mir stellt und nicht jede Antwort, die ich auf irgendeine mir begegnende Frage weiß oder auf einen Einwand eine Erwiderung, ist unbedingt ein Denkproblem, mit dem ich mich ja beschäftigt habe oder auch nur Interesse habe dran. Und ich bin mir nicht ganz sicher ob das in diesem Fall zum Leben und Denken nicht ein so ja aber ich habe nur gemeint Blablabla, oder ja das siehst du völlig falsch oder ja da haste Recht oder so also in solcher wenn man wenn das in so einen in so ein ja... Kommentieren des Kommentars irgendwie führt, das... Das mache ich hier nicht oder das das, darum gehts mir hier ja nicht wohingegen dieses dieses jetzt schon mehrfach aufgetauchte diese Hygiene, diese Sprachhygiene. Das finde ich wiederum n Problem; darüber möchte ich noch mal nachdenken. Also den den Schluss dieses Kommentars, wenn Günter schreibt "aus diesem aus dem Grund plädiere ich dafür das Wort Dialektik rauszulassen, es wird meist schludrig verwendet findet man ein Gegensatz meint man schon Dialektik gefunden ha... zu haben … Und und und und" oder er in anderem in anderem Kontext gab's mal diesen kurzen Wechsel zwischen Stefan und Günter auf auf Twitter, welches Wort man jetzt zum Unwort des Jahres erklären möchte und das ging um Dialektik oder Kritik und diese Form von Sprachhygiene... ah das habe ich schon mal kurz angesprochen oder ja also ich sehe es ein, also es ist ein wiederkehrendes Problem. Darüber kann ich noch mal nachdenken darüber kann ich nur mal was sagen darüber muss ich noch mal darüber muss ich noch mal sprechen. #01:05:34-2# Aber nicht heute. Das kann ich auch morgen machen. Hm. Ha! Und ich hab's so viele Themen heute einfach nicht angesprochen, die mich auch beschäftigt haben den ganzen Tag, Heilandzack! Manchmal ist wirklich... an manchen Tagen weiss man wenn man sich hinsetzt noch nicht, was einen an diesem Tag eigentlich überhaupt beschäftigt hat, weil einen vielleicht auch an dem Tag noch gar nichts beschäftigt hat, bis man dann sich damit beschäftigt. Und an anderen Tagen weiß man gar nicht wo man aufhören kann. #01:06:13-9# Dann bis morgenVollständiges Transkript einblenden…
Lieber Moritz!
Ich hoffe mich nicht zu sehr in das Deine einzumischen und möchte meinen großen Respekt vor dem was Du mit dem Podlog machst ausdrücken, was ich ja durch mein Zuhören und Kommentiere auch tue.
Ja, Selbstgespräch kann sich nur im Selbstgespräch realisieren! Nur, hast Du ja in einigen Folgen selbst über Selbstgespräche reflektiert.
Wir müssen gar nicht über Sender, Buchdruck, Roman usw. sprechen, denn indem Du das, was Du machst Selbstgespräch nennst und über diese Bezeichnung reflektierst und dies aktual öffentlich tust, setzt Du dich in den Kontext des Wortes SELBST und kommst nicht umhin Dich der gewachsenen Bedeutung des Wort zu stellen.
Was Du und Stefan abfällig Buchdruck nennst, ist das Aufbewahren der Bewegungen von Worten, Begriffen, Erzählungen, die selbst auch außerhalb von Büchern in vielfältig gesprochenen Worten und Sätzen existieren. Hierzu müsste viel gesagt werden………….
Du sprichst ja nicht für Dich in ein Mikrofon, zeichnest es auf und überlässt deinen Erben ob die Aufzeichnungen angehört werden dürfen oder nicht, sonder Du zeichnest das Gespräch auf und Dir scheint es wichtig, das Dir zur Verfügung stehende Medium zu nutzen und Dein Reden an demselben Tag noch ins Netz zu stellen, machst es damit öffentlich.
In dem SELBST klingt eine ungeheuere Dimension mit, schaut man alleine auf dessen Verwendung bei Hegel.
Das zu sich selbst kommen des Selbstbewußtseins bei Hegel umfasst die Dimension der gesamten Schöpfungsgeschichte und Sozialgeschichte ……………………..wenn ich Beckett, Hiob, die 40 Tage in der Wüste erwähne möchte ich diese Dimension anklingen lassen, die in dem Namen, mit dem Du dein Tun bezeichnest sehr verkleinert erscheint.
Das Selbst, wie es mir im Spiegel, im Echo meiner Stimme erscheint, hat – zumindest für mich – immer noch etwas von dem großen SELBST dem es entlehnt wurde, von dem es ein Abglanz ist.
Die von mir genannten Autoren sind in unterschiedlicher Weise mit dem großen SELBST konfrontiert worden und es traf sie wie ein Schlag, aus dem Grunde wurden sie von mir aufgezählt.
Auch wenn ich missverstanden werde: Kierkegaard gehört hierher, ihn in dem Zusammenhang auszulassen wäre eine Schande (keine Bildungslücke)!
Nebenbei: Weise ich auf einen Autor hin, habe ich dessen Hauptwerke studiert und weiß von was ich spreche!
Literaturkenntnis nur so weit, wie ich damit auf etwas hinweisen kann was zur Sache beitragen kann.
Und Goyas „Schlaf der Vernunft“ ist ein Bild dessen Sprache der Betrachter selbst finden muss. Es ist ein Bilder das, erzählt man es sich vielleicht sogar laut, einem die Widersprüchlichkeit der Aufklärung, die dunklen Hintergründe der Vernunft deutlich machen kann.
Den Lacan-Hinweis habe ich in einem eigenem Blog ansatzweise notiert guenterlierschof.blogspot.com/2017/01/die-sprache-und-das-begehren-des-anderen.html?spref=tw …
Mit lieben Grüßen
aus den Bergen
Günter