Podlog 2017-01-02

Folge vom 2. Januar 2017. Sollte eigentlich ganz kurz werden, wurde dann doch etwas länger. Ein paar Gedanken zum täglichen Podcasten, ein paar Kommentare vorgelesen und kommentiert, und noch ein paar Gedanken zum täglichen Podcasten. Und dann zum Thema des Tages: »Detox: Just do it and don’t write about it!« … aber warum? Ich hab heute über diesen Tweet von @ordinal samt flowchart nachgedacht:

Warum eigentlich nicht darüber schreiben? Wer wird hier eigentlich gestört? Passend zum Jahresanfang also ein paar Gedanken zum eigenen Detox… von was auch immer.

5 thoughts on “Podlog 2017-01-02”

  1. Klasse das du es durch ziehst! Wünsche dir viele Erfahrungen, Erkenntnisse und natürlich freunde mit diesem Langzeit Projekt. Es erfordert Mut, frei seine Gedanke zu präsentieren, dafür hast du meine Achtung. Da ich mir die 50 min wirklich angehört habe, nebenbei ein paar Notizen geschaffen. die ich Dir kurz mitteilen, vielleicht interessiert es.
    Detox kommt mir vor wie Werbung für eine bestimmte Weltanschauung, aber ist auch nicht weiter wichtig :)
    was mich gleich mitten in meinen Gedanken versetzt. Du hast zu viel Zeit und nichts zu tun :) Wenn ich mir das alles so anhöre kommt mir unweigerlich der Gedanke, wie selbstreferenziell das wissenschaftliche System ist. Gerade deutsche Unis, gerade die Geisteswissenschaft leidet immer noch an der Nebelbombe des kritischen Bewusstseins. Kritik am Konsumismus durch die Brille der linken Gegenstandslosigkeit, seit 50 Jahren nix neues es wird nicht wahr durch Wiederholung
    Dabei beschreibst du doch selbst wunderbar die kultischen, ja fetischen züge des Konsumismus. Könnte es sein, dass wir im Herzen des Warencharakters auf eine neue Religösität treffen?
    Die kleinen gadjets der Neuen Medienwelt sind für mich wie Teddybären, die uns in eine andere Epoche führen. Früher zog man an der Zigarette, wenn man nicht wusste, was man machen sollte. Heute lenkt man sich mit den Smartphone ab, so what?. Das Netz ist ein Spielplatz für Erwachsen, die Spaß am komunizieren haben. Facebook als moderner Markplatz. Plaudern, Schwätzen- Geschwätz halt, aber mit Begeisterung und stetig wachsend.
    Das müsste noch besser beschrieben werden, schreib die theorie des internet ;)
    Ich hoffe es war nicht zu hart, und was weiss ich schon! bin nur so ein normaler Typ. verzeih mein schlechtes deutsch.




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  2. Ja, da hast Du dir etwas vorgenommen – ich wünsche Dir, dass Du es durchhalten kannst! – Die gesprochene, die zu sich, die in ein Microphon gesprochene Sprache ist wirklich etwas völlig anderes als das geschrieben Wort- Du redest Dich in etwas hinein – die Sprache ist gesprochen immer auch selbstsuggestiv – das rituelle des Sprechens verstärkt sich – hat aber auch etwas vom Beichtstuhl – verstärkt das selbstreflexive, die Selbstkontrolle, nicht ohne kommt Du darauf, dass etwas peinlich ist, denn Du bewegst dich immer im doppelbödigen der Darstellung von Darstellung, in einem Narzissmus der sich selbst dabei beobachtet – im Sprechen spricht die Sprache mehr, es spricht das Man mehr, es ist die Chance die Sprache sprechen zu lassen, mehr sie als als selbst zu sprechen……………nochmal, ich wünsche dass das gelingen mag – egal wer Dir folgen wird – Du hast eine angenehme Sprache der ich und ich vermute auch andere gerne zuhören…….Grüße aus Tirol




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    1. Wow, dein Kommentar gefällt mir sehr sehr gut. Fast ausnahmslos hasse ich Geisteswissenschaftler – und du scheinst mir einer zu sein -, aber dieser Kommentar wahr sehr lehreich für mich. Danke! Wo kann man mehr von dir lesen.




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  3. …in welche Richtung Du da denkst,
    @ordinary würde sich belästigt fühlen von jemandem der fragt: “Facebook soll ichs lassen ja/nein, Handy dito, Hütte bewohnen etc.” …
    Diese kurze Aufforderung “Detox dont write about it” kann positiv freundlich gemeint sein, eine Hilfestellung? Eine solche Reduktion im Alltag soll (und wird ja wahrscheinlich auch) die Kontaktmöglichkeiten des Fragenden/Zweifelnden reduzieren und ihn von vorher erreichbarer Community entfernen. Also kann man auch gleich damit anfangen, diesen Weg gehen, den Kotakt zu reduzieren und also auch gar nicht erst darüber schreiben.
    Es könnte quasi bedeuten: “Du schaffst das, den Weg find ich gut, mach Dir keine Gedanken, brauchst nicht drüber schreiben, zieh’s durch!”
    Eine Hilfe, schnellstmöglich evtl damit verbundene Ängste zu überwinden. Die communitiy davon in Kenntnis zu setzen ist schlicht nicht logisch, wenn man sich doch von eben dieser zurückziehen will. Das wir Kinder haben weißt Du ja, sind inzwischen 3, seit einem Jahr wohne ich denoch im VW Bus, nicht freiwillig zwar aber darum gehts ja hier auch nicht, ich will nur bestätigen, dass das kein einfacher Weg ist, und glaubhaft machen, dass ich es beurteilen kann. Für mich also nachvollziehbar, dass jemand, diesen Weg in Erwägung ziehend, zweifelt und damit auch, das ein anderer auf die Idee kommt, eine solchen Entscheidungshilfe zur Verfügung zu stellen. Ich hätte also auch über diesen Tweet gelacht und ihn geliked, aber eben aus einem anderen Grund als du.

    Ich genieße Dein Podlog übrigens sehr! Herzlichen Glückwunsch – !Bern! wenn Du magst, schick mal ne Adresse. Wer weiß ob es mich mal bei Dir vorbeiträgt.
    liebe Grüße
    Roman




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