Podlog #350 2017-12-16

16. Dezember 2017, die 350. Folge. Ein zufälliger Lektürefund beschert mir spannende Thesen: bei Rolf Elberfeld über die Idee einer “transformativen Phänomenologie” gestolpert! Das liest sich doch faszinierend spannend und so viele meiner Überlegungen der letzten Monate finde ich hier wieder. Aber was heisst das auch für ein Scheitern können? Und warum fehlt hier kritisch-dialektische Perspektiven so deutlich? Ich muss einfach mehr lesen dazu…

Quelle: Elberfeld, Rolf. 2007. Transformative Phänomenologie. Information Philosophie 5: 26–29. Online: http://www.information-philosophie.de/?a=1&t=4427&n=2&y=1&c=76#

One thought on “Podlog #350 2017-12-16”

  1. Lieber Moritz!

    Kurze Überlegungen zu „Leben, Arbeiten, Denken“.

    Du nennst diesen Dreischritt immer wieder. Zur Selbstvergewisserung, im Sinn von mein Leben, mein Arbeiten und mein Denken in Einheit haben die drei Begriffe, im Selbstgespräch, Ihr Bedeutung und Funktion.

    Ausgesprochen und damit für andere hörbar stellen sie sich in der Wiederholung als Selbstvergewisserung in Frage!

    Leben: Ja, eine tägliches Denktagebuch ist Teil des Lebens. Ja, der Tag als Einheit, mit dem Schattenteil der Nacht ist ein wesentlicher Teil des Lebens!

    Leben als das Lebendige der Zellen, des Organismus verlängert, steigert, multipliziert, erweitert…..

    Lebenswelt als der Bedeutungshorizont, in den sich das Leben sozial vernetzt ist auch abstrakt.

    Leben dem Arbeiten gegenübergestellt verliert dann viel von diesen Möglichkeiten, da Arbeit als normiert, als Aufgabe, als Produktion …..gilt, das Leben zum Rest dessen macht, was nach der Arbeit noch überbleibt. Bzw. Arbeit verlängert, steigert, multipliziert, erweitert die Möglichkeiten des Lebens.

    Denken auf Leben bezogen verengt wiederum die Möglichkeiten des Leben und erweitert es.

    Denken auf Arbeiten bezogen, setzt es mit diesem entweder gleich oder erweitert, befreit es aus dem Joch der Arbeit und seinen Zwängen.

    Wird aus diesem sich verzweigenden Denkmöglichkeiten, die sich immer unterschiedlichere formieren, ein sich seiner selbst sicherer Dreisprung,bleibt einiges auf der Strecke.

    Leben wird dann zum Leben gegen das nichts einzuwenden ist, so selbstverständlich ist es, insbesondere da es über den Arbeitsbegriff von diesem weitgehend bestimmt ist.
    Und das Denken wird eingeschränkt von einem Lebensbegriff dessen Fülle durch Arbeit bestimmt ist.

    Grüße aus der wunderbar verschneiten Berglandschaft
    bei Garmisch Partenkirchen.

    Günter

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