Podlog #258 2017-09-15

15. September 2017, die 258. Folge. Notizen zur Erkenntnistheorievergessenheit verquerer Theoriediskussionen im Fach der Religionswissenschaft und einer Reihe von Folgeproblemen. Manchmal fragt man sich ja schon…

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15. September 2017 die 258 Folge von Podlog.
Heute ist also der dritte Tag oder der zweieinhalb Tag der dvrw Konferenz und es ging direkt vormittags los.
Mit einem einer spannenden Podiumsdiskussion zum Thema,
inwiefern nicht die Religionswissenschaft ihre Fach identität verliert oder ihre Einheit oder so als Fach irgendwie sich so selbst in Frage stellt.
Wenn man aufgibt was eigentlich so spezifisch religionswissenschaftliches oder wenn man das so gar nicht mehr so richtig bestimmen kann und mein Eindruck bei der Diskussion war es gegen so ein bisschen also der Titel lautet,
religionsgeschichte oder Geschichte der Religion und und es ging um ganz unterschiedliche Fragen aber,
auch darum dass so bestimmte theoretische versuche die die Religionen oder religiöse Begriffe problematisieren und und dann,
und dann in andere theoretische Kontexte bringen und so dass man dann letztlich sich fragen müsste ob das eigentlich noch dann das Fach rechtfertigt wenn man an dem Gegenstand so radikal zweifelt oder so und es wurden unterschiedliche theoretische Modelle,
präsentiert aus den Kulturwissenschaften und Sozialwissenschaften Diskurstheorie und,
Material turns jetzt nicht nur auf dieser Tagung weil es auch im Titel da,
das tagungs Konzept Stanzer irgendwo im Zuge dieses new materialism recht Homburg scheint also irgendwie momentan so eine,
Konjunktur hat aber aber.
Für mich war interessant dabei vor allem eine Beobachtung dass ich den Eindruck hatte diese Diskussionen um die Facheinheit zeichnen sich durch extreme Beliebigkeit eigentlich diese Positionen aus,
da wurde miteinander ins Gespräch gebracht oder gegeneinander gestellt diese Theorie und jene Theorie und dann sagte noch jemand ja aber ich möchte noch doch auch noch diesen,
und diesen Begriff Weinen bringen den Tasten schon auch nicht vergessen und Diskurs und Materialität und,
Text und Geschichte und und,
macht und was nicht alles als Begriffe so rein gebracht wurden und dann unterschiedlichen Theorien und Theorie Ressourcen da eigentlich miteinander,
Gespräch gebracht werden sollen aber im Gespräch war dabei,
faktisch nichts es wurde entweder strategisch argumentiert also man könnte doch nicht diese Theorien verfolgen oder so prominent machen weil man irgendwie sein Fach sonst als Fach identität aufgibt wenn man sich gar nicht mehr darüber verständigen kann was diese Begriffe wirklich also sozusagen für alle bedeuten,
wenn man sich ja so wenn man praktisch alles darunter verstehen kann und Religion sowieso aber auch unter anderen Phänomenen Esoterik oder das waren so einige Beispiele die dann genannt wurden und diskutiert aber,
das war also entweder strategisch argumentiert man kann das nicht aufgeben weil man sonst das Fach aufgibt hat dann muss man sich allerdings fragen ja wenn es nur ein strategisches Argument es vielleicht gibt es dann dieses Fach gar nicht,
also berechtigterweise nicht wenn es eben kein anderes als ein strategisches Argument ist einfach zu halten oder aber sie wurden.
Sie wurden sagen mit einer Vielfalt oder einer Kombi,
mir war kalt von unterschiedlichen Ansätzen einer Verständlichkeit und so eine Anschlussfähigkeit argumentiert also Adrian Herrmann hat dann eine sehr gute response gehalten und ein,
dafür gefordert dass man eigentlich dass man eigentlich in einem wenn man schon über diese Fragen nachdenkt dann so ein metatheoretische Diskussion führen müsste und zwar immer mitführen müsste also eine wie die die Theorie Angebote vergleicht und die auch die unterschiedlichen Logik,
dieser Theorien Vergleich gegenüber stellt und so weiter ja also.
Dass er das halte ich schon für extrem wichtig aber Mieter theoretisch darf es einfach nicht nur sein im Sinne von also über die,
über den Theorien oder sollen diese Theorien irgendwie zu kombinieren im Sinne einer besonders kreativen Kombinatorik oder was sondern Meter theoretisch heißt doch vor allem oder muss vor allem heißen dass man Erkenntnistheore durch diese Theorien vergleicht und auf Inkompatibilitäten hin befragt weil also wenn dann diese Begriffe zusammengebracht werden und Theorien zusammengebracht werden dann,
dann wird es entweder völlig beliebig oder rein strategisch,
wenn man sich nicht darüber im Klaren ist dass es dabei ganz unterschiedliche Erkenntnistheore Tische Probleme sind die die so oder so gemeint werden gelöst zu sein oder,
und,
und mal wieder dachte ich dass es so eine extreme Erkenntnistheorie Vergessenheit und Wissenschaftstheorie Vergessenheit der der Religionswissenschaft das ist,
ich finde das unvorstellbar eigentlich also wenn man Theorie arbeit macht dann kann man eben nicht nur einfach mal auswählen was aus kulturwissenschaftlichen Theorie angeboten mal besonders catchy ist also im Sinne von ich sie damit vielleicht etwas was man damit nicht sieht aber man muss ich doch fragen warum sehe ich das und sehe ich das irgendwie fern und also so ein,
mit welchen Erkenntnistheore Formationen habe ich sie eigentlich zu tun also,
wie kann ich das rechtfertigen und dann kann man nicht einfach wild kombinieren und sagen ja ich brauche aber noch den Begriff der Macht weil sie es auch immer macht und ich brauche den Begriff der Politik Religion ist immer auf.
Politisch und ich brauche den ich muss wissen was ist eigentlich Religion oder ich muss und so weiter und so fort also das ist das so unglaublich,
dass sie mir dass sie mir einen einen eines dieser.
Eines der wichtigen Punkte eigentlich dieser dieser Diskussion zu sein der der völlig unter den Tisch gefallen ist weil man,
bei man irgendwie miteinander im Gespräch bleiben möchte auf eine Art und Weise die.
Also zumindest mir nicht besonders die zumindest mir nicht besonders konstruktiv wirkt.
Oder wenn man es kurz formuliert.
Solang eine Einheit in Beliebigkeit kann das Fach kaum retten wenn es denn überhaupt bedroht ist in ihrer viel Perspektiven Heterogenität oder so.
Es ist doch eher der Streit ja aber keiner eben der nur Meter theoretisch,
also sei ein Streit der.
Nein es ist nicht ein Streit der einfach nur den einen Begriff gegen den anderen aus spielt oder so wechselt hatte ich ergänzt sondern wenn dann ist es einer der in Meteo,
also metatheoretische ist jetzt auch eigentlich schwierig weil man müsste diese Theorie neben immer nennt,
diskutieren und und,
Dann Meter theoretisch verstehe ich dann so dass man neben Erkenntnistheore Tische Zusammenhänge und und Probleme dieser Theorien diskutiert und miteinander ins Gespräch bringt dann kann man solche Logiken,
schon auch miteinander ins Gespräch bringen aber eben ohne dass man überhaupt die Möglichkeit der Erkenntnis also wissenschaftlicher Erkenntnis aufgibt.
Ist es.
Es ist als Empire strategisch oder nützlich im Sinne von damit sehe ich eben dieses besser und damit sich eben jenes besser aber inwiefern man das sieht ist wenn man Erkenntnistheorie frei formuliert.
Und diese Theorien jeweils als irgendwie vom Himmel gefallen voraussetzt einfach nicht möglich.
Das ist bei gerade bei so kleinen Fächern,
meines Erachtens immer wieder ein ein ein Problem weil man irgendwie aufgerieben ist.
In der Beschäftigung mit dem Gegenstand und Christoph bochinger das dann auch gestern in einer Diskussion,
da ging es um die sozialwissenschaftlichen Theorie Import in der Religionswissenschaft und Exemplare schwarzes vorgestellt an Clifford Geertz und meistens und an Thomas Luckmann und Peter Berger und,
und Niklas Luhmann also drei verschiedene Ansätze und.
Und dann sagt er auch ja das müsste man wohl tun also man müsste wohl auch diese Theorie,
immanent im kritisieren entwickeln und so weiter aber wir sind die ganze Zeit damit beschäftigt irgendwelche Informationsanfragen von Journalisten und sonstigen zu bedienen da hätten wir einfach keine Zeit wenn wir doch nur Zeit hätten würden wir ernsthaft Theorie machen und das ist irgendwie also ich überspitzte so ein bisschen aber das war das Argument,
und das kann der eigentlich nicht sein.
Also klar ist das vielen Journalisten das völlig egal ist ob,
das religionswissenschaftliche auch noch mit Erkenntnistheore Tischen Problemverständnis formuliertes solange es irgendwie der Herr Professor Religionswissenschaften sag dann kann man das wunderbar in einen Artikel einbauen dann bezieht sich möglicherweise oder hoffentlich irgendwie auch noch auf Idee,
auf den Islam dann kann man das noch in die reißerischen Artikel einpacken und so aber.
Also wissenschaftlich nimmt man sich dann eigentlich jede Möglichkeit einen Beitrag zu leisten für für worum es ginge oder modules,
wenn überhaupt Religionswissenschaft bräuchte diese diese.
Und dann zugleich bei meinem Vortrag war in der Diskussion danach irgendwie schon wertschätzend auch,
bemerkt dass das mit dass man in solchen theoretischen Höhen,
wurde das dann gesagt also es ging um Metaphern deswegen sind die Metapher natürlich naheliegend gewesen aber in solchen theoretischen Höhen dann man muss es eben auch mit empirischen Forschungen irgendwie zusammen denken können bin ich völlig einverstanden aber,
das sind ja ja keine höhenstadt wenn man das mal vergleicht mit also,
na wenn man sich philosophische Erkenntnistheorie Problem Horizonte für religionswissenschaftliche Theorie und Begriffsbildung als Problem Bezug bewusst macht und das diskutiert darüber arbeitet dann ist es eben gerade keine Höhe.
In der man schwebt sagen fernab von jedem Boden der Realität oder was auch immer sondern sondern,
gerade im Gegenteil wenn man dann diese tollen achso Empirie und sozialwissenschaftliche fundierten Methoden und Theorien der Kulturwissenschaften die jetzt so modernen beliebt sind bis hin zu neuen Materialismus der Steine und Berge sprechen lässt dann miteinander,
ins Gespräch oder bringt oder kombiniert dann hat man doch jeden Boden verloren also dann ist man sagen was ist das dann für eine Erkenntnis.
Gleich überspitzt das aber und keiner derjenigen oder diejenigen die das formulieren.
Er wird sich dem einfach so anschließen und sagen ja das stimmt wir wir interessieren uns nicht für Erkenntnistheore sondern selbstverständlich wer solche Theorieansätze kombiniert oder auch nur einen davon verdreht und so hält diese Erkenntnistheore Fragestellungen für eben in dieser Theorie beantwortet gelöst und sofort aber man lehnt sich dann zurück und denkt sich ja hat,
erledigt oder das hat schon für mich Michele Foucault gemacht oder das hat schon bei dir gesagt und so läuft,
Speyer Natur oder so läufts bei Bennet oder wie auch immer und man jetzt von diesem Theorien daran zieht unser aber,
aber die Arbeit ist nicht getan sondern in jeder einzelnen konkreten ganz empirischen Forschung müssten solche Fragen mit gestellt werden und mit beantwortet werden und dafür fehlt fast jeglicher,
jegliches Verständnis und wenn dann Christoph kleine heute in der Diskussion bemerkt dass das irgendwie dieses,
diese geschichtsfakten Verbundenheit oder diese dieses historische Bewusstsein auch für historische Quellen und Daten in der Religionswissenschaft mehr und mehr eigentlich verloren geht,
wenn zugunsten ebensolche so eine Vielzahl von wissenschaftlichen Theorien und ansetzen,
würde ich sagen da liegt ein Teil dieses Problems drin aber nicht im Sinne von wir kennen gar nicht mehr die alten Sprachen oder man kennt ja gar nicht mehr die alten,
oder die Geschichte ist den die die armen Studenten heute die sind irgendwie alle zu blöd die verstehen das alles nicht mehr die haben gar nicht mehr in den guten alten Zeiten studiert in denen man das noch das alles lernen musste sondern es ist so ein eine Geschichtsvergessenheit die Geschichte als Erkenntnis.
Zusammenhang versteht ja das ist das Problem also Geschichte einfach,
der Verlust der Geschichte ist ein Verlust auch an also an.
An einer gesellschaftlich vermittelten Erkenntnis Problematik einer Perspektive die für Wissenschaft dann zentrales.
Wer das verliert der verliert das Fach.
Da braucht man sich nicht um um die Heterogenität der der der Theorie Debatten oder so streiten weil weil die schadet nicht.
Solange man sich auf einen gemeinsam Erkenntnistheorien Problem Bezug einigen kann und sich dem auch irgendwie verbunden sieht.
Nur wer das aufgibt verliert das Fach.
Der verliert überhaupt jede Möglichkeit eigentlich einen sinnvollen Beitrag zu sowas wie Wissenschaft leisten zu können aber.
Ich habe mich dann auch in diese Diskussion heute nicht also ich wieder von der Rednerliste streichen lassen weil ich dachte.
Eigentlich dachte ich das muss selbstverständlich sein warum soll ich das so überhaupt noch erwähnen,
und zugleich ist es eben nicht selbstverständlich das Problem ist eben wie gesagt in diesem Theorien,
und Tradition würde man sofort drauf reagieren und sagen ja ja wir sind uns dieses Problems bewusst und darauf ist ja unsere Theorie gerade eine Antwort,
aber spätestens bei auch nur der minimalen Kombinatorik von unterschiedlichen begriffen und theoretischen Ansätzen ist dieses Problem eben nicht mehr gelöst.
Und wird auch nicht selbst mit verhandelt sondern mit bedienen sich eben und so und so oft,
tauchten immer wieder dieses unsägliche diese unsägliche Metapher des Baukastens auf als wären Theorien sowas wie,
sowas wie Schachteln mit Wörtern aus denen man sich mal das eine oder andere herausgreifen kann ganz bedenkenlos wie Legosteine zusammensetzen und hinterher wird's was neues das Haus Zitat vielleicht rot grün gelb,
und weiß aus aber,
dann ist es trotzdem noch ein schönes Lego Haus und steht unter man kann damit wunderbar spielen das ist ja albern.
Diese Probleme zuckt ist der völlig verloren also als als wird und einer der großen.
Eines der großen Probleme und das sind natürlich alles die Fragen die ich in meinem Promotionsprojekt versucht zu bearbeiten und deswegen liegen die mir nahe und vielleicht möglicherweise jemanden anderen nicht der sich aber das entschuldigt das meines Erachtens nicht also das ist dass ich darüber eine Promotion schreiben kann ist ja,
ist ja schon eigentlich ist ja schon eigentlich.
Ausdruck des Problems genug aber dass man.
Ich weiß auch nicht.
Mein Eindruck ist halt eben auch dass die Religionswissenschaft sich mit solchen Fragen schon deswegen nicht mehr so sehr beschäftigt weil sie die Philosophie als ein,
Crypto theologisch normativen oder sonstwie verwerflichen Zusammenhang aus dem diskursraum der Fach der als,
Wissenschaft und Kultur wissenschaftlich verstanden Religionswissenschaft ausschließen wollte und das eigentlich zu ihrem konstitutiven Moment in der sagen in der Entstehungsphase dieses Fach,
gewählt hat.
Und mit dem Verlust der Philosophie geht dann auch der Verlust dieser Problem Bezüge einer sich den Erkenntnistheorie.
Problemen verpflichteten Perspektive verbunden fühlen einher und dann wäre es einfach,
allerhöchste Zeit dass jemand wie Wolfgang eßbach und sein Buch zur Religionssoziologie also einer intellektuellen Soziologie die auch die Religionsphilosophen oder Philosophen die sich zur Religion geäußert haben ernst nimmt in der Konstruktion dessen was man Religion in Europa oder europäische religionsgeschichte oder so nennt ja wenn man einen solchen Ansatz mal auch in der Religionswissenschaft mit dem mit der notwendigen Mitteln mit dem notwendigen Respekt,
diskutieren würde also mit der achtung die es verdient also weiter also Beachtung Nichtachtung im Sinne von toll gemacht aber,
also weil auch aber darum geht's nicht aber es sondern einfach,
dass man einen solchen Diskussion dass man solchen Diskusion nicht ausweisbar man sich denken hanadi die Soziologen die können halt noch über Philosophen schreiben ja die haben halt nicht das mit den Theologen hinter,
und er hinter sich wie wir das haben oder so oder die sind selber noch halbe Theologen wenn die Religionssoziologie machen zumachen zu sowieso nur Kirchen Soziologie oder was auch immer die ganz konkreten Vorwürfe an Religionssoziologie sein mögen also sodass,
in dem Zusammenhang finde ich diese Konferenz noch mal extrem bezeichnen anschaulich auch wie diese Diskussionen geführt werden und ich bin gespannt auf heute Abend auch nur im Ansatz die.
Die DVAG Mitgliederversammlung ist auch mal so ein spannendes Ereignis werden könnte,
indem man solche solche Konfliktlinien auch noch mal auf zu nachzeichnen kann oder sieht.
Das werde ich sehen.
Also das auf jeden Fall meine mein Zwischenfazit eigentlich ist es vermutlich schon mein Fazit weil morgen geschieht nicht mehr viel und heute bin ich noch auf einem auf einem einzigen in einem einzigen,
und dann bei der Mitgliederversammlung aber das wird auch noch mal spannend aus anderen Gründen natürlich auch,
also ich schließe meine Aufzeichnung für heute und morgen melde ich mich vermutlich erst wieder wenn ich dann zurück bin in Bern oder Beweis.
Vielleicht noch auf dem Weg von der konferenz zum Auto oder so mal sehen in diesem Sinne auf jeden Fall dann bis morgen.

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