Podlog #046 2017-02-15

15. Februar 2017, die 46. Folge. Ich habe heute ein paar Gedanken im Anschluss an Wolfgang Eßbachs Aufsatz “Wer war Marx? Bilder eines Intellektuellen.” notiert. Konkret beschäftigt mich die Frage nach der Suche nach einem neuen Marxbild. Die “Farce” der postmodernen Wiederkehr der vier Marxbilder kann wohl als beendet oder vollendet, auf jeden Fall als vorüber gelten. Aber was dann?

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Moritz Klenk
15. Februar 2017 die 46 Folge von Podlog. Ich möchte heute kurz ein paar Gedanken notieren im Anschluss an den Text von Wolfgang eßbach mit dem Titel Wer war Marxbild eines intellektuellen ich habe den Text auch schon mal kurz erwähnt hier im. In einer der früheren Folgen glaube ich und. Bei dem Text handelt es sich ja also für diejenigen die. Die Vorlesung Marxbild erkennen eigentlich um sowas wie eine verdichtete Zusammenfassung dieser Vorlesung. Und ansonsten liest sich der Club vom wunderbar auch so eigenständig als diese Artikel und die Idee des dieses Textes ist es. Der Teaser nachzugehen das schon vor Marx die Geschichte des Marxismus steht ein naiver Zugang zu. Max als gelbes davor eben nicht die Geschichte des Marxismus verbietet sich hier und. Um diese Geschichte des Marxismus bzw eben die Max Rezeptionen und die Wandlungen die, die die Auseinandersetzung von und mit magst du durchgemacht haben aufzuschlüsseln skizziert esbach hier vier verschiedene Marxbild, Text Marx ein radikaler Journalist. Beginnt mit Marx als Ebenen der Finn was in den Frühschriften zum Teil veröffentlicht ist oder, eben in den Frühschriften veröffentlichtes magst also an den Anfängen als als Journalist, beim bei der Rheinischen Zeitung glaube ich also ja genau, und rezbach beschäftigt Max hier vor allem drei Themen einmal die Philosophie der Freiheit, Geschichte als Fortschritt im Bewusstsein der Freiheit mit Hegel formuliert, dann die Theorie des Klassenkampf ein EDTA von verschiedenen französischen Autoren nimmt und weiterentwickelt und schließlich eine Kritik der Volkswirtschaftslehre der Nationalökonomie, wie sie damals gelehrt wurde, besonders hier hebt esbach die falsche Auffassung der Arbeiter vor die, die von Marx kritisiert wird mich interessiert an dem ersten. Marxbild als Marx als radikaler Journalist vor allem, der Querverweis oder der Anschluss auch an Daniel Ben Sahid der in die enteigneten eben auch an diesem frühen Marx. Als radikalen Journalisten anschließen und um genau zu sein Andy an Marx, Beiträge in der Rheinischen Zeitung damals zu den holzdiebstahlsgesetz and und den enclosures also den Einzäunungen den Land. Vaillant aneignungs Gesetzen in Großbritannien und der kritischen Auseinandersetzung mit mit der Frage nach der Aneignung beinahe Neigung. Aneignungs Fähigkeit von von Gütern die gemeinhin als gemein, Güter als kommen oder kommen kurz oder so, gedacht waren oder auch Gemeingut im Sinne von Ländereien die allen zur Verfügung standen zur Nutzung, mich interessiert es deshalb weil an dieses früher erste Marxbild, mit Daniel Benz Lied ganz wunderbar unter heutigen Bedingungen noch mal neu angeschlossen werden kann, Commons oder diese Idee der Commons ist jetzt keine DIN nur deine benzeri, behandelt ganz im Gegenteil es ist eine Idee die momentan einen möglichen und Diskussion wieder auftaucht und das auch schon seit einigen zehn Jahren oder so. Unter anderem z.b. auch von Antonio Negri und Michael Hardt die. Die CD die haben zum Buch geschrieben Commonwealth das Ende des Eigentums. Also muss ja auch mal noch mal diese Diskussion auf werfen allerdings ohne Verweis auf Benzamid auch hier ist anscheinend die. Die die Probleme innerhalb der linken größer als ihre Gemeinsamkeiten zu sehen unmöglich ist mal wie immer und üblich er sehr enttäuschend aber davon abgesehen. Ja also für die Frage die mich heute eigentlich interessiert ist dieser dieser Verweis in die in die aktuellen Auseinandersetzungen mit marxim oder aktuell im Sinne von na ja den letzten 10 Jahren, eben hier von spencer Reid, noch wichtig da komme ich gleich drauf zurück II Marxbild ist Mark der wissenschaftliche Sozialist die möglicherweise eine der schwierigeren. Und also, heute auch reiten diskreditierten Marxbild also der Versuch Sozialismus als Wissenschaft zu konzipieren und mit allem Anspruch in aller Ernsthaftigkeit von Wissenschaftlichkeit, Gesellschaftstheorie in dieser kritischen interventionistischen Art und Weise mir zu denken, und darauf will ich gerade gar nicht weiter eingehen weil mich das. Ich gehe jetzt in eine andere Frage interessiert das dritte Marxbild ist Mark der Begründer der historisch materialistische Weltanschauung und ab, die Betonung liegt hier auf Weltanschauung essbar setzt sich unter anderem mit Lenin hier kritisch auseinander und den Diskussionen oder Diskursen im Anschluss an lehnen die aus Marx und der Marxismus eine Weltanschauung gemacht haben die. Unhinterfragt Bahnfahrt religiöse Züge annimmt eigentlich sektiererische Züge des wird dann zwar von Lenin selbstkritisch diskutierte sei eben, e kein Sektierertum jemand dem Marxismus vorwirft weil es sei weder abgekapselt noch eben handelt es sich um hier verknöcherte Lehre und die abseits, der von der Heerstraße der Entwicklung der Welt Zivilisation entstanden sein so dass Linien Zitat im Text. Sondern seine Lehre entstand als direkte und unmittelbare Fortsetzung der Lehren der größten Vertreter der Philosophie der politischen Ökonomie und der Sozialismus einfach an vor allem Hegel. Für Eschbach ist hier interessant das dass ich dieses Lenin Zitat bereits so liest als. Als wäre. Das Denken die die großen Fragen der Menschheit bereits gestellt. Das heißt es liegt in der Vergangenheit und der Marxismus entwickelt etwas weiter was was sozusagen auf Zeitgenossen verzichten kann auf andere Denkerin und denke die das so mit, beteiligt sein könnte, er schließt an etwas an aber er Bedarf an dieser ganzen Zeitgenossen nicht und das, bringt ihm hier dann den Vorwurf der Weltanschauung bei 1. Ich habe heute morgen da länger drüber nachgedacht weil mir scheint es so ein bisschen ueberschaar formuliert besonders eben im Anschluss an diese Stelle ja was was Lenin hier formuliert. Schreib mir dass du ein bisschen überspitzt. Wenn es dann später heißt die Lehre von Marx ist allmächtig weil sie wahr ist sie ist in sich geschlossen und harmonisch schickte Menschen eine einheitliche Weltanschauung die sich mit keinerlei Aberglauben keinerlei Reaktion, keinerlei Verteidigung bürgerlicher Knechtung vereinbaren lässt und so weiter dann ist klar was inwiefern das Weltanschauung ist und so weiter da habe ich gar keine Einwände aber diese, Überlegung das marks anschließt oder der Marxismus anschließt an die großen Denker der Menschheit und vor allem eben an Hegel und das damit eigentlich schon, ist damit eigentlich schon das Denken abgeschlossen das jetzt keinen so allzu sektiererische Gedanke meine ich achten sondern das folgt einer, eigentlich einer in allen Geistes und sozialwissenschaftlichen Disziplinen immer vorherrschenden Überschätzung der Tradition der Klassiker und 2. die zum Abheben an Seite neben andere waren und für ihn eben vor allem Hegel hießen, oder Adam Smith oder so eben Leute an denen an, in deren texte er anschließend konnte und wollte und diese Traditionslinien werden gezeichnet ja das hat zwar religiöse Züge normal beim anders aus religiösen Argumentation beispielsweise kennt wenn man, jemanden Tradition und Orthodoxie. Im Unterschied in den vielen Facetten der Auseinandersetzung mit sogenannten. Also als solche bezeichnet in heterotopien, peresean also Aberglaube und Abweichung und II denkt oder wenn man andama Linien denkt also der der Weitergabe Bitte der Lehre, einzelne ausgewählte Vertreter die dann diese Lehre weiter tradieren und die Aufgabe haben sie auch zu schützen und zu bewahren und zur Vollendung weiterzutragen und II an und, Andi, Zeiten und Gesellschaften anzupassen sollen nicht anzupassen aber sein zu transportieren soll ein Vehikel zu sein und so weiter was auch immer damit sich für konkrete Vorstellungen verbinden sollten, also wir kennen diese Ideen aus religiösen Kontexten ja aber davon abgesehen ist es eine lange nicht auf solche, Kontexte reservierte Ideen der Bedeutung von Tradition. Die die hier sich einfach auch Ausdruck gesucht. Daran ist nichts besonders sektiererisch ja das ist also wenn das sektiererisch ist dann ist es sozusagen jeder einzelne historische Soziologie auch. Weil fast jeder einfach immer z.b. im jeden zweiten Satz an Marx annanan Weber anschließt, an Weber oder an Dürkheim oder ans Himmel oder an Marx eben wobei an letzten Jahr seltener aber, Jan Weber schließen eigentlich alle irgendwie an zumindest hierhin im deutschsprachigen Kontext. Und man könnte ja sagen dass sei es weil sektiererisch ist es möglicherweise, du kennst auch berechtigt aber vor allem ist es eine eine traditionsbildung im zur zur Bildung eines Fachs einer einer einer Tradition zu denken oder einer Perspektive die, erstmal mit mir zusagen Plausibilität für Rücken. Konfrontiert ist also so wie du man das beschreibt das Problem von Wissenschaft ist eben eher unwahrscheinlich Wahrheit Zumutung in Wahrscheinlichkeit zu transformieren nämlich als annehmbare wissenschaftliche Wahrheiten und dazu ist ein Mittel unter anderem auch eine solche Theorie traditionsbildung, wenn es zu stark verschult dann werden das so sein, eben immer im eigenen Sud gekocht ist Bübchen die sich von allen möglichen anderen abschotten und dann findest du Problem aber das ist jetzt, zunächst erstmal noch keine besonders weltanschaulich oder besonders sektiererische arts & uns ja also ich glaube inhaltlich bin ich da eigentlich ganz bei SB. Ich halte es trotzdem an der Stelle vielleicht für ein bisschen überspitzt kritisch betrachtet. Das würde Marxbild und auch da damit das letzte Marxbild S-Max der Denker der Revolution. Da werden da werden wieder ein paar, ein paar Schwerpunkte gesetzt einmal also was das genau bedeutet, er diskutiert hier vor allem Couch und Lukacs, die also die 1 1 die eine neue die neue Marxbild sozusagen produzieren dieses Bild Marx als Denker der Revolution, die andere Schwerpunkte setzen die zuvor noch nicht in der Form, gesetzt wurden das ist einmal die Kritik des vulgärmarxismus als. Als eben mit dem Fokus darauf dass das. Dass der Marxismus eigentlich von seiner revolutionär praktischen Aufgabe befreit war und nur noch in so eine Art wissenschaftliche Kritik verflacht wird. Und zum anderen. Aber als Gesamt Theorie der sozialistischen Revolution mit dieser revolutionären praktischen Aufgabe eben neu gedacht werden muss II. Dner hier stark macht ist Marxismus als Methode. Das also unabhängig davon ob man Dessert, wenn ich mich nicht richtig wenn ich mich nicht falsch erinnert an oder täusche, besser gesagt falsch wenn ich mich nicht täusche dann etwas was auch Luhmann über Klassiker gesagt hat nämlich Klassiker sind solche deren, konkrete konkrete Lösungen als überholt gelten, unterworfen werden müssen der Infragestellung aber nach wie vor aktuell ist, wenn ich überhaupt sogar zentral und so ähnlich ist es hier mit Marxismus als Methode auch also auch wenn ein jeder einzelne der marxistischen Thesen oder Thesen von Marx, im Detail. Als falsch erscheinen müssen so ist doch die Methode. Der Erkenntnis und der Kritik der Gesellschaft der Kritischen Theorie im Sinne von einer sich selbst als Teil dieser Gesellschaft vorfinden. Theorie die das mit reflektiert diese Methode des Marxismus ist. Ist stark zu lesen und. Unter ist ein Teil dieser Position na das wird Marxbild der dritte Teil des marxistischen Kritik des Marxismus also so eine Form der Selbstreflexion Bände, die auf die der Marxismus nicht verzichten kann also auch auch der Marxismus, und die Marxbild und die Rezeption und so weiter geschehen immer im Kontext einer Gesellschaft und müssen in diesem Kontext mit reflektiert werden hier steht. Also hier verweist Essbachs Lukacs der schreibt die marxistische Methode ist Methode ist in ihrem Innersten Wesen historisch es versteht sich deshalb von selbst dass sie ununterbrochen auf sich selbst angewandt werden muss, und diese selbstreflexive dieses selbstreflexive Moment ist an dem vierten Mal auch noch mal entscheidend oder etwas sagen in der Betonung, neues und viertens dann die Dialektik und die Totalität Akzente die auch Balkon schon Lukasz wieder besonders, von Bedeutung sind, zur Dialektik habe ich ja im packlog schon einiges notiert das kann ich mir an der Stelle sparen und mit der Totalität ich glaube selbst dazu also das liest sich nicht unabhängig von Dialektik eigentlich das steckt da mit drin ist letztlich dasselbe. Es beweist nur auf etwas anderes nämlich auf den auf den Zusammenhang als das Ganze also bei, Hegel heißt die Wahrheit ist das ganze und dieses totalitäre dieses als das ganze nicht einfach nur als irgendwie ein mittleres ein an einen Kompromiss oder ähnliches sondern als das ganze nicht nur als Wechselwirkung oder strukturelle Kopplung oder so, zu verstehen sondern als das Ganze eben die in diesem totalitären Zusammenhang in diesem totalen zusammen ist die Bedeutung der, Dialektik noch mal, mal entscheiden und ein Schwerpunkt der indischen fit Maxhütte noch mal gesetzt wird das waren also diese vier Marxbild ATS Bach hier konstruiert und dann und das ist, letztlich eigentlich der Punkt auf an den ich kurz an meine Überlegung heute anschließen wollte. Wann schließt Essbachs Frage nach dem nächsten oder dem einem neuen Marxbild, auf der Suche nach einem neuen Marxbild sein letzten Abschnitt in dem Aufsatz an indem er daraufhin weiß das eigentlich nach Dießen, nach Lukas schon Korsch und diesem Viertel Marxbild es heute kein. Wirkliches Marxbild in der Form ergab sondern nur noch eine vor eine Art Wiederkehr dieser 4 Marxbild beobachtbar war und. Hierfür. Hierfür setzt er sich noch mal eigentlich mit Couch auseinander der der noch mal auf auf die Unmöglichkeit. Einer solchen einfachen naiven Marx Rezeption heute ein geht heute heißt in dem Fall irgendwann in den 30er Jahren glaube ich als er soll ein Vortrag gehalten oder, und was nie 1950 falsch Quatsch noch 1950 muss in diesen 25 Jahresrhythmus Platten, das 1950 also noch mal so ein diese Kritik von korshun an den an den. An den an dem an der Markt Rezeption zu dieser Zeit eigentlich gesund wurde daran schließt. Das ist ganz ganz spannend Eschbach NSR, Espace polemische also sagen wir eine sehr spitze Kritik an nämlich wenn man heute, jemanden fragt der gerade Soziologie und Politikwissenschaften studiert Wer war Marx dann würde man die Antwort erhalten Marx ist ein Klassiker der Sozialwissenschaften neben Max Weber Georg Simmel Emile Durkheim und anderen. Und er messbar stellt dann die Frage ist solche Verharmlosung von Marx das Ende schreibt weiter. Es ist daran zu erinnern weil Marx verbietet sich eine Eva anfangen denn die Geschichte des Marxismus steht heute vor Marx und vielleicht ist aus ihr sogar mehr zu lernen als aus Mark selbst. Denn mit, rufen auf Marx haben Menschen in der Wirklichkeit immense Spuren hinterlassen Hegel hat einmal bemerkt dass alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Marx hat hinzugefügt Zitat. Das eine Mal als große Tragödie das andere Mal als Lumpe Gefahrenarten. Die ersten vier Marxbild haben sich in der Tat zweimal eignet das erste Mal als große Tragödie. Die Szenen 1850 1875 1919 25 habe ich Renate. Die geschichtlich wirksam 4 Maß Bilder sind jedoch ein zweites Mal auf die Bühne getreten 1968 und die Jahre danach, eine lumpige fares für manche aber was ist eine Farce, das Wort kommt aus dem Französischen und meint in der Kochkunst eine Füllung und darüber hinaus ist fast das Possenspiel der Schabernack die fares das ist. Die Komödie Adorno hatte in seinem letzten Text die Revolte jener Jahre als, Theater bezeichnet eine Schein Revolution hat Habermas die Studentenbewegung abwertend etikettiert diese Termin treffen vielleicht hinterrücks dann doch etwas Wichtiges wenn man sie mit Nietzsche um wertet. Denn mit der Komödie hat es seine eigene Bewandtnis zu Komödie. So hat es Hegel formuliert gehört eine Subjektivität die frei und vor allem heiter. Zitat die Auflösung ihrer Zwecke und Realisationen ertragen kann Zitat Ende. Bekanntlich ist die Welt sich der Komödie vielfältig verflochten mit dem was man, Postmoderne nennt das heißt Tina Art spielerischen Denkens die den Modernität Katastrophen des 20 Jahrhunderts entronnen ist und die auf eine kommende Emanzipation setzt, es geht hier um eine Heiterkeit mit der die Auflösung der eigenen Zwecke und Realisation die mit dem düster geborene namenwort der Moderne verbunden sind ertragen werden kann. So geht sie weiter die Suche nach einem Post modernen Marxbild Bier sich in, der bezaubernden ostdeutschen Karikatur aus dem Eulenspiegel von 1990 findet einmal verlegen die Hände in den Hosentaschen tut mir leid Jungs. War nur so ne Idee von mir. Soweit der die letzten Zeilen aus dem Text von von esbach also hier wird klar dass er. Dass er dieses die Suche nach dem neuen Marxbild für unabgeschlossen hält, und Messi noch weiter geht aber die vier Marxbild eigentlich mit den 68ern noch mal kamen. Mein Eindruck ist. Das also er schon der Verweis darauf dass man den Verdacht haben könnte es ist als eine Art, ein ein arttheater oder eine Art Schauspiel so wie es Adorno und Habermas damals, wohl also abwertend kritisch bezeichnet haben die Studentenproteste von 68, das schon die Fahrt gewesen seid das mag ich würde ich bezweifeln und auch noch nicht die die Komödie im Sinne des der heiteren der heiteren Distanz, ABBA, wenn man von fares sprechen möchte dann kann man ja diese zumindest oder muss man sie daran erkennen zu sagen im Versagen der alt 68er also dem was wo. Was eigentlich daraus geworden ist was 68 noch mit einem gewissen revolutionären gehst du es begonnen hat. Dieses ist vermutlich dann wirklich die fares. Der Firma Bilder die als große Tragödie irgendwo. Geschichtliche Spuren hinterlassen haben und als Bilder so analysiert werden können aber spätestens mit den Alt-68er wirklich zu Faris werden mussten das heißt natürlich nicht. Oder zumindest was heißt natürlich also das heißt meines Erachtens nicht dass es damit ein Ende hat oder haben muss das damit die Marx Rezeption zu Ende sein muss oder auch nur kann. Und es heißt manche acht und aber auch noch etwas anderes außer Ort oder noch ein anderer Punkt den man auf dem man hinweisen könnte es diese Beschreibung der Firma Angst Bilder, erst als Tragödie und dann als Farce die kann vielleicht überhaupt nur dann als vollendet. Also in dieser doppelten in diesem doppelten Auftreten in dieser Wiederkehr überhaupt nur als vollendet vollendete Wiederkehr betrachtet werden wenn man sich. Damen Essbachs, Beschreibung in der Marxbild hinzu zieht erst also mit der Beschreibung der Firma Kvilda und der Reflexion. Ihre Wiederkehr als Faris in den 68er. Und möglicherweise eben in den 68er wie sie wie sie sich entwickelt haben bis heute. Erst mit der Beschreibung Essbachs ist kann man das vielleicht abhaken mein Verdacht ist aber dass ich hier. Damit auch jegliche Formen der sogenannten postmodern Rezeption erübrigt haben eigentlich war, eben diese 68er ganz im Sinne des lange Sommer der Theorie eigentlich ein ein ein Vorgriff oder ja ein Vorgeschmack darauf wie dann die Postmoderne sich eben als Farce das Marxbild der Postmoderne eben dann als, als diese Farce herausstellt unten und Heute letztlich als beendet erklärt werden muss. Also kurz gesagt. Ich glaube die Suche nach einem postmodern Marxbild ist beendet. Und kann in dem. Speziell postmodern vitacare in dieser speziell postmodernen von der Wiederkehr der Firma Bilder als Farce, der 68er und zwar in ihrer, sein in dieser Dialektik der 68er selber also in der revolutionären im revolutionären anfangs gehst bis hin zur Absorption in die. India Verwertungslogik des der intellektuellen Geschäfte von heute. Kann dieses Marxbild eigentlich, mindestens genauso sicher und klar herausgearbeitet werden wie die 4 zuvor als Farce. Als Farce der Wiederkehr was dagegen noch nicht als abgeschlossen gelten kann. Ich möchte 81 die Suche nach einem neuen Marxbild. Wobei ich eben nicht glaube dass es sich dabei um ein postmodernes handeln kann. Also außer im Sinne von dass es eben nach der Moderne oder sogar eben nach der Postmoderne als ein postpost und da ist von 8 Uhr. Thaler Quatsch halte ich nichts Post Bezeichnungen. Werden auch irgendwann mal wütend. Also auf diese Suche nach einem neuen Marxbild die halte ich noch nicht für abgeschlossen. Möglich möglicherweise ganz im Gegenteil eigentlich nachdem nach der Beendigung nach dem Abschluss des postmodernen Marxbild nämlich der Wiederkehr der vier Marxbild als Farce, in der Vollendung der 68er in ihrer eigenen Auflösung in ihrer eigenen Verrottung, eigentlich ja also, die haben sich ja von ihnen aufgelöst also dann sie sind selbst. Kompostierung möglicherweise kümmern dass mir nur so also nach diesem Abschluss. Geht die Suche nach einem neuen Marxbild erst richtig los. Und das bringt mich zurück zu meinem anfange mich zu der Überlegung im Anschluss an Daniel Ben Sahid der nun, selbst natürlich Kind der 68er ist oder bzw in den zu diesen Zeiten in Frankreich politisch aktiv war bis eben bis er vor nicht allzu langer Zeit gestorben ist, aber. Also selber ein ein Kind oder ein aus dieser Generation stammt zugleich aber mit so ein paar Ideen. Die so ganz unorthodox marxistisch gedacht sind also mir scheinen eben nicht im Sinne einer irgendeiner Schule sondern ganz im Sinne auch von Essbachs Forderung der sein gegen, ich gegen Lenin, die Rezeption von Marx im Kontext also marxistischer Lesart im Kontext ihrer Zeitgenossen und zweite und auch der Marx Rezeption selber eigentlich im Kontext der Zeit und der anderen rezeptions Bewegungen und so weiter fordern würde oder damit, das könnte man daraus ableiten wenn man wenn man so sagt Marx. Wenn man wenn man jetzt sagt Eschbach deskriptiven Text über die Marxbild. Also historisch Theorie historisch oder Weltanschauung historischen Text über die Marxbild selber versucht. Als. Als Einstieg für einen Marxbild oder eine eigene marxistische Rezeption oder Marx Rezeption zu lesen, dann könnte man diese Forderung stark machen also auch da wieder Max quasi gegen alle seine gegen alternde Liebhaber verteidigend in dieser Bewegung. In dieser Bewegung könnte man eine einen neuen Ansatz finden der mag nicht gänzlich neu sein im Sinne von. Etwas sozusagen etwas sagen etwas finden an Marx etwas entdecken oder etwas einbringen was so was noch nie gedacht wurde was noch nie gesagt noch nie entdeckt noch nie behauptet uns weiter wurde bald, Sam sagt ja es war schon ganz am Anfang zu magst wurde wirklich alles gesagt und in dem Fall sogar schon von jedem, also es gibt nichts was man anmacht noch entdecken könnte einer IV Zugang verbietet sich eben. Und dennoch kann ein neues Marxbild entstehen und eine neue Max Rezeption entstehen wenn man. Das meines Erachtens noch mal stärker oder nicht stärker aber noch mal. Genauer dialektisch betreiben würde. Nicht dass mir das jetzt in irgendeiner Form klar wer was das heißt oder so aber mein Verdacht ist dass man oder zumindest sagen wir mal. Aus der arbeit an meinem Dissertationsprojekt habe ich den Verdacht. Das eine dialektisch medientheoretische Wendung. Möglicherweise zu einem zu einem solchen Neuen Markt Bild beitragen kann. Ohne dass damit in irgendeiner Frau Mann vermutlich nur vermessen Nerven, Anspruch verbunden wäre oder so aber mein Eindruck ist wenn man etwas Neues erwarten wollte ein neues Marxbild überhaupt also die suchen, für noch nicht abgeschlossen head says man entzieht Postmoderne Suche nach einem neuen Marxbild was ich für abgeschlossen halte oder meinen sie eben eine Suche nach der postmodernen Farce, der der Wiederkehr der vier Marxbild eine noch nicht abgeschlossene Suche nach einem neuen Marxbild dann kann dieses neue eigentlich nur eine Form der Wiederkehr sein allerdings eine Wiederkehr die weder I noch II als Fahrer sondern eine andere eine Zusagen diese alle aufhebende, eine ein ein eine andere. Wäre eine Idee der Revolution jenseits der Illusion eines einfachen Ende des Kapitalismus beispielsweise. Mich interessiert da z.b. Leben, diese Überlegungen Akzelerationismus wenn das möglicherweise auch selbst nicht der Weisheit letzter Schluss und erst recht nicht das komplexeste Programm sein könnte oder was, mich interessiert das weil es sich diesen Kapitalismus in anderer Form stellt also etwas, neues versucht etwas dass das mit Marx gegen seine ganzen, seine ganze Lektüre eigentlich gerichtet ist ja auch die versuchen ja im Akzelerationismus Manifest eine Lesart von Marx die Marx gegen den Marxismus eigentlich noch mal neu liest ja so das Ende des Kapitalismus kann nur, als eine Konsequenz des Kapitalismus selbst erfolgen und so und das kann man ja auch unterstützen und Akzelerationismus. Oder eine Idee von Europa nach dem Ende der europäischen Idee aus pragmatisch um Erbe so habe ich das heute morgen mal notiert. Was ich damit meine. Wenn man sich momentan die politische Situation in Europa anzieht oder was passiert mit dem Euro europäischen Projekt oder der europäischen Idee die. Momentan besonders also die Beschreibung und Skizzen der europäischen Ideen variieren selbstverständlich je nach beschreiben dem, oder beschreibender und je nach Perspektive und Politik aber momentan, herrscht eine Art pragmatisch Deutung. Da der europäischen Idee vor also betont wird unter anderem weil das ist sozusagen das der minimal Kompromiss hinter den zurück man eigentlich sich keinen kein Zurück mehr vorstellen kann und will und. Das sozusagen in diesem mit allen Mitteln zu verhindern, zurück als Damoklesschwert über dem Ende der möglichen ende der europäischen Idee hängt nämlich, Europa als eine Verhinderung des in europäischen, der in europäischen kriegerischen Auseinandersetzung oder der der Gewalt oder eben des Kriegs in Europa also Europa als ein als eine Form von. Erzwingung des Friedens zumindest eben des Verzichts auf. Gewaltsame Auseinandersetzung innerhalb von Europa. Und das kann man möglicherweise eben pragmatisches Erbe dieser oder pragmatische ist ja pragmatische Herkunft eigentlich der europäischen Idee nennen. Und, ein eine und das neu zu denken wäre eine Idee von Europa nach dem Ende der europäischen Idee. Aus dieser pragmatische Herkunft also ich gehe von Europa nach dem Ende der europäischen Idee. Und dann eben im Sinne meiner meines Dissertationsprojekt habe ich noch notiert die eben Dialektik als Medientheorie statt. Das im alten Europa und mit den Marx Lust spielen der 68er untergegangenen gesellschaftsbegriff. Also eine auch theoretische also wissenschaftlich theoretisch erkenntnistheoretische. Neue Lesart neue Auseinandersetzung die auf so manche der. Herkömmlichen Dichotomie ihn oder Konfliktlinien nicht verzichten muss. Weil sie ihnen eine Alternative gegenüber stellt sondern sie Zusagen aufzuheben sucht. Das klingt keine Ahnung aber also wenn man auf der Suche ist nach einem solchen neuen Marxbild dann. Mag möglicherweise Sohn du bist ja spekulativer so eine spekulative. Positionen helfen. Was ist alles im konkreten heißen kann. Das wäre jetzt auch also habe ich jetzt keine Ahnung aber. Und das Meer meine ersten Überlegungen dazu also kurz zusammengefasst. Ich suche nach einem neuen Marxbild in der Form der postmodernen Faris. Der Firma Bilder also der Wiederkehrer halte ich für abgeschlossen die Suche nach einem neuen Marxbild darüber hinaus allerdings für lange nicht abgeschlossen im Gegenteil möglicherweise erst mit dem Ende da. Dieses postmodernen sogenannten Suchens überhaupt erst. Am Anfang und was das heißen kann dazu eben jetzt die letzten Skizzen in den letzten paar minuten. Das waren zumindest die Überlegungen heute morgen noch mal bei der Lektüre beim Frühstück aber, oder bzw nee doch das waren die Überlegung und um genau zu sein die. Ich habe es ja dann liegen lassen für den Tag und mir jetzt noch mal vorgenommen heute Abend ist jetzt bereits wieder 10 Uhr. Das heißt es sind die Überlegung von heute morgen beim Frühstück. In der Verdichtung oder Verschärfung die sie erfahren haben indem ich sehe einen halben Tag hab liegen lassen und jetzt noch mal. Neu besprochen haben wir schon mich interessiert jetzt eigentlich vor allem was was du an Querverweisen noch entstehen wird wenn ich wenn ich möglicherweise oder hoffentlich noch mal. Darauf zurückkommen auf jeden Fall. Ist der Text von Essbachs Vorlesung aber der Text. Zusätzlich zur Vorlesung auch kein Ersatz aber zusätzlich zur Vorlesung Pflicht für jeden der sich heute noch mal aus irgendeinem Grund mit Max beschäftigen möchte oder muss. Dann sagen was das für jetzt und bis morgen.

3 thoughts on “Podlog #046 2017-02-15”

  1. Lieber Moritz!

    Dreifacher PURZELBAUM mit Esbachs Marx …….diese Sicht auf die 68er ist ausschließlich akademisch geprägt. Du siehst nur diese eine Tradition………..Die verändernde Kraft, die ins Zentrum gesellschaftlicher Veränderungen vorgedrungen war, die Künstler wie Joseph Beuys, Bazon Brock, Schlingensief und und eingeleitet haben, die jenseits von Protesten die sich im Dagegen ( auch der Grünen) verloren hatten, die jenseits akademischer Post und Postpositionen sich entwickelt hatten, sind hier nicht wahrgenommen………………Diese Kunstpositionen sind jenseits des kleinbürgerlichen Brillengestells eines Honecker angesiedelt…………………..die sich mit akademischer Karriere nicht vereinbaren liesen, nicht vereinbaren lassen………………………………ist der neue Marxismus, die Weiterführung und spißige Krönung jenes kleinbürgerlichen Miefs des 19. Jahrhunderts, der durch eine erneuerte Privatheit und sagenhafte Versplitterung von Gemeinschaften, wie sie durch Internet und Medienwechsel möglich werden, zu ungeahnten Größen sich aufschwingen sieht?

    Umso höher oben, ums schroffer
    werden die Berge!

    Günter

  2. lieber günter,

    ich verstehe ja, dass man als alt-68er die kritik an der generation nicht wahnsinnig gut findet. aber zwei drei kommentare sind nötig:

    zum einen ist der honeckerbrillen kommentar so weit daneben, der sieht nicht mal land. das hat mit marx-bildern, einer auseinandersetzung mit gesellschaftstheorie (weil, so viel genauigkeit bei aller freiheit der kunst muss sein, darum ging es eben!) einfach gar nichts zu tun. dann kann man zwar immer noch sagen: (ich) mach lieber was anderes… z.b. kunst. dann bezieht sich der kommentar aber immer noch nicht auf die sache.

    ein anschliessendes wort zur gnadenlosen überschätzung der kunst: das hat mich schon beim langen sommer der theorie von philipp felsch gestört: ja, theorie ist in die kunst und kunst-“bewegungen” abgewandert, zumindest in teilen, und dafür kann und muss man die uni und die chefintellektuellen scharf kritisieren (was für ein grandioses versagen, dass sie es zuliessen, dass sie dem nichts entgegenzusetzen hatten, dass sie sich auf ihren lehrstühlen in den tiefschlaf gebrabbelt haben… unfassbar!). sie haben alles verpasst, was man nur verpassen konnte. und ich würde nicht zögern, diesen vorwurf zu machen. aber die kunst ist mit dieser theorie doch nicht besser umgegangen?! wo ist denn jetzt die kunst, die gerade berge versetzt, die ach so gefürchteten populisten in der politik verhindert, europäische ideen vor ihrem sicheren untergang bewahrt, die arbeitsverhältnisse anprangert und wirkungsvoll in gesellschaft und kultur interveniert? wo ist sie denn??? wo ist denn die reflexion des medienwandels durch die kunst, die wirklich eine andere welt denkbar macht?

    ja. da kann man beispiele nennen. und beuys finde ich auch sehr beeindruckend und habe ihn nicht einmal gekannt; oder bazon brock, der alte chef-grantler. klug finde ich ihn sehr. oder schlingensief! oder kluge (als grenzgänger zwischen film und theorie, kunst, theorie und ihrer vermittlung) nicht zu vergessen (85, happy birthday, btw.); und zahlreiche weitere künstler*innen und ihre werke könnte man nennen.

    aber kann man sich mit solchen hinweisen ernst nehmen? vor allem kann man das im vergleich zur wissenschaft, zur theorie, zu intellektuellen aller art, zur politik, usw.?
    kunst ist schlicht und ergreifend kein verdammtes stück besser als der ganze verkackte rest. da hilft es auch (und erst recht!) nicht, wenn man es einfach behauptet. kunst muss es zeigen. und wenn ich irgendwen, also wirklich IRGENDWEN, heute fragen würde: was denn der grosse beitrag der kunst sei – und was der der gesellschaftstheorien, dann würde die antwort wohl kaum überraschend gleich enttäuschend ausfallen. und ja, während der 68er hat kunst einen beitrag geleistet, der ins zentrum der gesellschaft vorstiess und veränderungen anstrengte. theorie im übrigen auch! für diese formen war damals der boden gut bestellt, alle konnten ihre samen aussäen und alsbald die früchte ernten (ihre professuren und kunstdozenturen, ihre ateliers und schreibstuben, ihre verlagsverträge und garantierten ausstellungen, ihre feuilletonkommentarspalten und radio/fernseh/talkshow auftritte…). so what? es sollte alle beruhigen, dass heute sich kaum mehr jemand an diese glorreiche zeit von theorie WIE von kunst erinnert, denn sonst würde die frage aufkommen können, was daraus denn bitte geworden ist. und DAS ist die frage der alt68er-kritik.

    und wenn ich den messerscharfen, analytisch präzisen und klugen alt68er essbach lese, mir über die marxbilder gedanken mache, und in meiner arbeit die anstrengung etwas zu denken versuche, was meiner beobachtung nach fehlt und aus gründen nicht gedacht wird; dabei aber nicht auf marx fragestellungen oder dialektisches denken verzichten kann, weil sie einfach NICHTS an aktualität verloren haben (im gegenteil viele ihrer ansprüche heute überhaupt erst in gesellschaft und ihren widersprüchen vorfinden), dann braucht es schon bessere argumente dagegen als die oben. marxlektüre mit den verdorbenen, überholten marxbildern der vergangenheit zu diskreditieren zu suchen, das ist das älteste spiel, das es gibt im bezug auf marx… da reiht man sich in eine ganz lange und furchtbar langweilige, strenggenommen saublöde reihe ein, in der man sicher nicht stehen will. und essbach zeigt ja immer noch und unermüdlich, dass es anders geht. man kann auch anders über marx und die sich stetig lichtenden und wieder dichtenden reihen schreiben…

    dass die sicht auf die 68er “ausschliesslich akademisch geprägt” sei, lass ich übrigens nur zum teil gelten. ja, weitestgehend ist sie akademisch geprägt, weil die 68er u.a. eine studentenbewegung waren, sich gegen und mit und in dem akademischen auseinandergesetzt haben – und jetzt in eben diesen verhältnissen eingerichtet angekommen sind; oder nicht mehr sind, keinen namen haben; vergessene kinder der revolution. oder sie machen kunst. und das erfolgreich oder nicht. aber der alt68er-kunst (im unterschied zu den “akademikern”)zuzusprechen, dass sie der proletarisch-nichtakademische zweig der 68er sei, ist doch absurd… wer konsumiert denn kunst? wer liest, wer schreibt, wer zerreist sich das maul über kunst und ihren betrieb, ihre bedeutung, ihre verantwortung und ihren nicht zu unterschätzenden beitrag zum wandel der gesellschaft in den feuilletons dieser tage? das sind nicht meine nachbarn hier in köln-kalk, das kann ich dir sagen. nur weil man nicht die karrierewege der akademiker teilt, sondern sich auf freie, anders-prekäre künstlerbiografien berufen kann und so seine biografien zu tausenden vertreibt, wiederum beachtet oder auch nicht in feuilletons (warum weiss nur der liebe gott), heisst das noch nicht, dass man hier auch nur ein iota anders schreibt…

    von einem “neuen marxismus” ist man doch heute weit entfernt. der ganze zenober um 150 jahre kapital können da auch nicht im geringsten hinwegtäuschen und sind mehr als aktion des buchhandels zu verstehen…

    von fast ganz unten, dem aber nicht weniger schroffen rhein-ufer aus köln,
    herzliche grüsse!

    moritz

  3. Lieber Moritz!

    „wo ist denn jetzt die kunst“

    Da hast Du völlig recht, wo ist sie denn? Leider nur mehr am Markt vertreten!

    „aber kann man sich mit solchen hinweisen ernst nehmen? vor allem kann man das im vergleich zur wissenschaft, zur theorie, zu intellektuellen aller art, zur politik, usw.?“

    Ja, das muss ich sogar, denn ich kenne den „Erweiterten Kunstbegriff“ und muss sagen, dass dieser ganz simple Satz „Jeder Mensch ein Künstler“ mit all seinen Verwechslungen und Verdrehungen, in seiner gesamt gedachten Konsequenz
    die Diagnose und Therapie unserer Gegenwart darstellt.

    Du hast Dich mit Beuys scheinbar nie wirklich beschäftigt – obwohl Du in Herdecke lehrst ( Herdecke war vor seiner Gründung mit der Idee der FIU von Beuys verbunden)– so weißt Du auch nicht, wie detailliert Beuys sich z.B. mit dem Geldbegriff auseinandergesetzt hat um nur eine Konsequenz aus seinem erweiterten „Kunstbegriff“ anzuführen.

    Das entscheidende aber ist, Beuys hat überall und immer, ohne Überheblichkeit mit allen Menschen diskutiert, ob mit uns Schülern, ob vor gefüllten Arenen, ob mit Gegnern, auf Strassen, …………die freie Rede war ihm das wichtigste Anliegen und er führte sie aus, wie keiner!

    „es sollte alle beruhigen, dass heute sich kaum mehr jemand an diese glorreiche zeit von theorie WIE von kunst erinnert, denn sonst würde die frage aufkommen können, was daraus denn bitte geworden ist“

    Komm mal: Das selbe kannst Du über den Marxismus, über das Christentum, über die Psychoanalyse und und sagen….etwas Vergessenes, Zurückgedrängtes ist doch nicht der Beweis, dass ihm was fehlte, dass es falsch oder unwirksam sei?

    Da bitte ich doch den Herrn Dialektiker aufs Podium!

    „man kann auch anders über marx und die sich stetig lichtenden und wieder dichtenden reihen schreiben…“

    Ja, das finde ich auch, zB. Beuys sprach mit „ Jeder Mensch ein Künstler“ das aus. Mit anderen Worten meinet er damit den proletarischen Menschen.

    „aber der alt68er-kunst (im unterschied zu den “akademikern”)zuzusprechen, dass sie der proletarisch-nichtakademische zweig der 68er sei, ist doch absurd…“

    Wieso soll das absurd sein – Es ist so, und nicht als leere Behauptung!

    Die Kunst (nicht der Kunstbereich) ist, mehr als alle Theorie, die treibende Kraft.
    Und das, in dieser radikal ausformulieten Form erst seid den 60er Jahren. Nur wirken kann das nur wenn Menschen es begreifen!

    Aber Sätze, die in Büchern ( die Du z.B. erwähnst) stehen, sind nicht absurd?

    Leider hast Du die wesentliche Kritik nicht herauslesen können – vielleicht habe ich sie zu sehr verpackt?

    Da steht am Schluss eine Kritik an der Entwicklung, die sich durch Internet und Medienwechsel eröffnet, die eine unsägliche Zersplitterung der Gesellschaft bewirkt (nicht nur Freiheit, wie Stefan das gerne idealisiert sieht) und somit einem Biedermeier der Gewalt, aber auch „der Brille des Honecker“ alle Türen und Tore öffnet.

    Mit Grüßen ans steile Rheinufer !

    Günter

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