Podlog #020 2017-01-20

20. Januar 2017, die 20. Folge. Heute war schon der Tag im Zeichen des Podcasts gestanden, weil morgen der zweite Teil meines Podcastseminars in Witten ansteht. Und dann kamen heute morgen noch die Tweets (hier und hier) von @sms2sms dazu und nervten mich… Was ich hier mache sei “Senden” und im Modus der “Buchdrucker”… Das ist doch Unsinn. Darüber habe ich heute nachgedacht und hier ‘notiert’.

 

 

Tweets:

 

 

One thought on “Podlog #020 2017-01-20”

  1. Lieber Moritz!

    Die gesprochene Sprache, das Denken im Sprechen muss, kann wirklich erlernt, wieder-erlernt werden.

    Bevor die Technik des Prodcast möglich war hatten Künstler dies schom vorgeübt. Die Installation “das Kapital” von Joseph Beuys, welches sich in Schaffhausen befand und jetzt in der Marx-Sammlung in Berlin zu sehen ist, vereinigt all jene Gerätschaften mit denen Beuys seinen Sokratischen Auftrag nachgekommen ist: über die Kunst ins Gespräch zu kommen.

    in der Sammlung von Gerry Schum, der noch 1970 seine Filmausrüstung verkaufte und konsequenterweise auf Video umstieg, befindet sich auch ein Film der Bazon Brock zeigt wie dieser auf einen Panchingball eindreschend philosophiert, was er auch im Kopfstand über Jahre vorgeführte.

    Ich schreibe seid bald zehn Jahre Texte handschriftlich auf Bildern, die in Ausstellungen laut vorgelesen werden und entwickle philosophische Vorträge im freien Sprechen, die auch aufgezeichnet werden. 1973 hatte ich in der Produzentengalerie in Hamburg eine Ausstellung “Gespräch mit einem Baum” gemacht, in der ich mit einem Baumstumpf sprach und die Besucher konnten in einer kleinen Kabine meine Selbstgespräche ( eine Art Sprechtagebuch) auf Kasette sich anhören ……..

    Was will ich damit sagen:
    Ganz einfach:

    Deine Art des Sprechens im Podlogbuch findet sich ganz auf dieser Linie, auch wenn das mit Kunst nichts zu tun hat – wir wollten doch, dass die Kunst im Leben ankommt. Ich würde sagen, mit so einem Podlo bist Du im Leben angekommen.

    Hatte nicht der Impressionismus das verpixelte Bild schon gemalt, lange bevor eine digitale Bildtechnik nur denkbar gewesen wäre.

    Es ist auch nicht so linear wie Stefan das anspricht – eigenartig ist ja zu beobachten, wie die fortgeschrittenen Technik – Comuter usw.- gerade dem ganz Basalen, dem Sprechen, dem Zeichnen einen Platz einräumt außerhalb des elitär-universitären Sprechens, entgegen dem TV-Gequassle, außerhalb der exklusiven Kunst…………..

    Grüße aus den
    sonnigen Bergen

    Günter




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