Podlog #014 2017-01-14

14. Januar 2017, die vierzehnte Folge. Heute war Demonstrationssamstag von Koeln gegen Rechts gegen eine Nazi-Demo in Köln Kalk und das war dann auch mein Thema heute. Ich frage mich nach der besonderen Form politischen Ausdrucks und Handelns und der Bedeutung körperlicher Anwesenheit für Demonstrationen, denke mit David Graeber über einen Vergleich des Handelns und des Zeigens, mit Markus Schroer über Inklusion und Exklusion, mit Armen Avanessian, Anke Hennig und Rena Schwarting über minimale Metanoia oder wie ein ganzer Tag durch wenige Gedanken und Ereignisse bestimmt werden kann.

Quellen:

  • Graeber, David. 2009. Direct Action: An Ethnography. Edinburgh: AK Press.
  • Avanessian, Armen und Anke Hennig. 2014. Metanoia: spekulative Ontologie der Sprache. Orig.-Ausg. Internationaler Merve-Diskurs 407. Berlin: Merve.
  • Schroer, Markus. 2004. Gewalt ohne Gesicht: Zur Notwendigkeit einer umfassenden Gewaltanalyse. In: Gewalt: Entwicklungen, Strukturen, Analyseprobleme, hg. von Wilhelm Heitmeyer und Hans-Georg Soeffner, 2246 : Kul:151–173. Edition Suhrkamp. Frankfurt am Main: Suhrkamp.
  • Schulz, Stefan und Rena Schwarting. A!158 – Fake Fake Fake. Aufwachen-Podcast. https://aufwachen-podcast.de/2016/11/23/a158-fake-fake-fake/ (zugegriffen: 14. Januar 2017).

One thought on “Podlog #014 2017-01-14”

  1. Lieber Moritz!

    komme mir schon etwas voyeuristisch vor……… ich mit 68 Jahren höre mir deine Selbstreflexionen an und schreibe dann noch etwas dazu, das kann ja leicht anmassend klingen oder superkritisch rüberkommen – hat der denn nichts anderes zu tun? …trotzdem, ich hab mir deinen Demo-Samstag interessiert angehört und sage einfach was mir aufgefallen ist…….

    Zwei mal fragtest Du, was kann man denn politsich tun neben dem, dass man ja auch für seinen Lebensunterhalt aufkommen muss und hast dieses Lebensbild noch in einem Nebensatz zum Grundeinkommenverstärkt: Vielleicht könnte das politische Engagement mit Grundeinkommen verstärkt werden …oder so…. meintest Du.

    Entschuldige! Aber was ist das für ein verarmtes Bild vom Leben: wenn man auch für seinen Lebensunterhalt aufkommen muss und sich desshalb politisch nur begrenzt engagieren kann ………….für mich steht da alles auf dem Kopf ………in diesen deinen Aussagen hat Leben sein ganze Fülle verloren und ist zur reinen Verpflichtung geworden………..Leben ist doch auch und hauptsächlich Überschuss, Freude und Fülle und machen, einfach machen…………wie karg muss erst das politische Engagememnt aussehen wenn der Lebensentwurf schon nichts meht enthält auser der Pflicht…………….?,

    So sieht das ein alter Mann, der eine Pension hat und sich das leisten kann …….so könnte das auch interpretiert werden ……….aber ich erlebte das immer schon so und besonders in den 68 Jahren, wo ich in Hamburg und Berlin lebte und an so einer armen, nüchternen,
    (potestantschen) Sicht des Lebens litt und dabei beobachtete wie die Agression (Z.B. in Brockdorf) immer mehr zunimmt…………das Leben wurde nur mehr zu einem dagegen sein………………..

    Gegendemos werten das wogegen demonstriert wird auch ungemein auf…… ..ich spreche mich nicht grundsätzlich gegen Gegendemos aus, aber wenn schon Hegel dann auch im Leben!

    ein Echo aus den Bergen

    vom

    Günter




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